Grundstückspreise in Fürstenwalde 2026
Aktuelle Grundstückspreise in Fürstenwalde 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Fürstenwalde liegt derzeit bei ca. 53 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 50 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,2% gefallen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 17,7% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Korrekturphase. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Fürstenwalde entwickelt?
Die Bodenrichtwerte in Fürstenwalde zeigten seit dem Jahr 2000 eine bemerkenswerte Aufwärtsentwicklung. Von ursprünglich ca. 26 €/m² stiegen die Werte kontinuierlich an und erreichten im Jahr 2021 ihren Höchststand bei ca. 74 €/m². Diese langfristige Entwicklung entspricht nahezu einer Verdreifachung innerhalb von zwei Jahrzehnten.
Seit 2021 ist jedoch eine deutliche Trendwende zu beobachten. Die Bodenrichtwerte korrigierten von ihrem Höchststand ca. 74 €/m² auf aktuell ca. 50 €/m² im Jahr 2025, was einem Rückgang von etwa 32,4 % entspricht. Bereits ab 2022 setzte diese Abwärtsbewegung ein und setzte sich in den Folgejahren kontinuierlich fort.
Die aktuellen Werte bewegen sich damit auf dem Niveau von 2015 und liegen deutlich unter den Spitzenwerten der Jahre 2020 und 2021. Im historischen Vergleich seit 2000 liegt der durchschnittliche Grundstückspreis dennoch weiterhin ca. 96 % über dem Ausgangsniveau.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Fürstenwalde nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Fürstenwalde wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Mit 57,1 % aller Grundstücke bildet die Kategorie 500–1.000 m² das deutliche Schwergewicht des Angebots. Die kleineren und größeren Kategorien zwischen 250–500 m², 1.000–2.000 m² sowie 2.000–5.000 m² sind mit jeweils 14,3 % nur vereinzelt vertreten, während sehr kleine und sehr große Grundstücke nicht im Angebot erscheinen.
Die Bodenrichtwerte zeigen eine moderate Preisspanne zwischen den Größenkategorien. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei ca. 51 €/m², während Grundstücke der Größe 2.000–5.000 m² mit ca. 61 €/m² den höchsten Wert erreichen. Die dominante Kategorie 500–1.000 m² bewegt sich mit durchschnittlich ca. 53 €/m² im unteren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Fürstenwalde zu verkaufen?
Durchschnitt: 12 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Fürstenwalde beträgt ca. 12 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke weder außergewöhnlich schnell noch auffällig langsam verkauft werden.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Grundstücke von 500–1.000 m² weisen mit ca. 10 Wochen die kürzeste Vermarktungsdauer auf, während sehr kleine Parzellen bis 250 m² mit ca. 13 Wochen sowie große Flächen ab 2.000 m² mit ca. 14 bis 15 Wochen deutlich länger auf dem Markt bleiben. Mittelgroße Grundstücke im Segment 250–2.000 m² bewegen sich mit ca. 10 bis 12 Wochen im schnelleren bis durchschnittlichen Bereich.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Fürstenwalde?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad hat erhebliche Auswirkungen auf den Grundstückspreis in Fürstenwalde. Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Aufschlag von ca. 12 %, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 23 % beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie Planungssicherheit bietet und die Bebauung unmittelbar ermöglicht.
Neben dem Erschließungszustand bestimmen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis maßgeblich. Die Mikrolage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die bauplanungsrechtlichen Vorgaben wie Geschossflächenzahl und zulässige Nutzungsart prägen die Wertbildung. Käufer sollten vor dem Erwerb insbesondere die konkreten Bebauungsmöglichkeiten prüfen, da diese den wirtschaftlichen Nutzwert eines Grundstücks entscheidend beeinflussen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Fürstenwalde?
Der Grundstückspreis liegt in Fürstenwalde mit ca. 53 €/m² um etwa 4,2 % über dem Bodenrichtwert von 50 €/m². Das bedeutet, dass Käufer für ein Grundstück durchschnittlich rund 3 € mehr pro Quadratmeter zahlen als der amtliche Richtwert angibt. Bei einem typischen Baugrundstück von 800 m² ergibt sich dadurch ein Preisunterschied von etwa 2.400 €.
Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in vergleichbarer Lage und wird von Gutachterausschüssen ermittelt. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt hingegen individuelle Merkmale wie die konkrete Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit. Auch die aktuelle Marktsituation und Nachfrage zum Verkaufszeitpunkt beeinflussen den endgültigen Kaufpreis.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Fürstenwalde
Fürstenwalde liegt mit ca. 50 €/m² leicht über dem regionalen Durchschnitt von ca. 49 €/m². Deutlich höhere Preise verzeichnen die Kurorte Bad Saarow und Diensdorf-Radlow mit jeweils ca. 134 €/m² sowie Grünheide (Mark)) mit ca. 88 €/m². Günstiger fallen die Preise in den umliegenden kleineren Gemeinden wie Berkenbrück mit ca. 14 €/m² oder Steinhöfel mit ca. 11 €/m² aus.
In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle zwischen touristisch geprägten Standorten und ländlichen Gemeinden. Während die Seenähe in Bad Saarow und Diensdorf-Radlow die Grundstückspreise auf das Dreifache des regionalen Durchschnitts treibt, bleiben kleinere Ortschaften ohne besondere Lagemerkmale bei Werten deutlich unter 30 €/m². Die Nähe zu Berlin begünstigt zudem Standorte wie Grünheide mit überdurchschnittlichem Preisniveau.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Bad Saarow | 134 | -1.5 % | 11.0 km |
| Diensdorf-Radlow | 134 | 0.0 % | 15.1 km |
| Grünheide (Mark) | 88 | -5.5 % | 12.1 km |
| Reichenwalde | 34 | 0.0 % | 12.8 km |
| Rauen | 26 | -10.7 % | 5.9 km |
| Langewahl | 21 | 0.0 % | 6.6 km |
| Spreenhagen | 20 | 0.0 % | 12.2 km |
| Berkenbrück | 14 | 8.3 % | 8.5 km |
| Briesen (Mark) | 13 | 0.0 % | 14.1 km |
| Steinhöfel | 11 | 0.0 % | 9.0 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Fürstenwalde
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Fürstenwalde liegt aktuell bei ca. 53 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 50 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,2% gefallen.
Der Bodenrichtwert (50 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 53 €/m²) liegt etwa 4,2% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Brandenburg jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Brandenburg werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Fürstenwalde liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4,2% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Brandenburg fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 53 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Fürstenwalde finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 50 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Brandenburg) oder den Gutachterausschuss einsehen.
- © Daten der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte 2026, dl-de/by-2-0, Quelle: www.bodenrichtwerte-boris.de