Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Lemgo 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Lemgo 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Lemgo liegt derzeit bei ca. 90 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 82 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 4,7% gestiegen.

Der Markt befindet sich derzeit in einem Aufwärtstrend. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Lemgo entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Lemgo eine deutliche Aufwärtsentwicklung mit einer Steigerung von ca. 37 €/m² auf aktuell ca. 90 €/m². Besonders dynamisch verlief die Preisentwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Werte von durchschnittlich ca. 70 €/m² auf ca. 105 €/m² kletterten. Zwischenzeitliche Rückgänge wie 2008/2009 unterbrachen den langfristigen Aufwärtstrend nur kurzzeitig.

In den letzten Jahren vollzog sich eine deutliche Trendwende: Nach dem Höchststand von ca. 105 €/m² im Jahr 2021 sanken die Preise bis 2024 auf ca. 83 €/m², was einem Rückgang von rund 21 Prozent entspricht. Das Jahr 2025 zeigt mit ca. 90 €/m² erstmals wieder eine leichte Erholung, wobei das Preisniveau weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von 2021 liegt.

Die aktuellen Grundstückspreise bewegen sich damit auf einem Niveau, das vergleichbar mit den Jahren 2018/2019 ist. Trotz der jüngsten Korrektur liegen die Werte noch mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende, was die grundsätzlich positive Langfristentwicklung des Standorts unterstreicht.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Lemgo nach Größe?

In Lemgo (Stadt) zeigt sich eine klare Konzentration auf mittelgroße Grundstücke, wobei die Kategorie 500–1.000 m² mit 55,6% deutlich dominiert. Ergänzend entfallen 22,2% auf Grundstücke zwischen 1.000–2.000 m² und jeweils 11,1% auf die Größenklassen 250–500 m² sowie 2.000–5.000 m², während sehr kleine und sehr große Flächen nicht im Angebot vertreten sind.

Die Bodenrichtwerte variieren moderat zwischen den verfügbaren Kategorien. Den niedrigsten Preis weist die Größenklasse 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 86 €/m² auf, während die teuerste Kategorie 2.000–5.000 m² bei ca. 103 €/m² liegt. Die stark nachgefragte mittlere Größenklasse liegt mit ca. 91 €/m² im unteren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Lemgo zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Lemgo beträgt ca. 9 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen aktiven Grundstücksmarkt hin, bei dem Verkaufsprozesse zügig ablaufen und die Nachfrage das Angebot vergleichsweise gut aufnimmt.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich leichte Unterschiede: Parzellen zwischen 500–1.000 m² vermarkten sich mit ca. 8 Wochen am schnellsten, während kleinere Grundstücke bis 500 m² und mittelgroße Flächen bis 2.000 m² jeweils ca. 9 Wochen benötigen. Größere Grundstücke ab 2.000 m² weisen mit ca. 10 bis 11 Wochen eine spürbar längere Vermarktungszeit auf, wobei besonders große Flächen über 5.000 m² mit ca. 11 Wochen den längsten Verkaufszeitraum aufweisen.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Lemgo?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+18%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück in Lemgo erzielt einen Preisaufschlag von ca. 10 % gegenüber teilerschlossenen und sogar ca. 18 % gegenüber unerschlossenen Grundstücken. Eine vorhandene Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und zeitaufwändige Genehmigungsverfahren entfallen.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis maßgeblich. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan bestimmen den tatsächlichen Marktwert. Käufer sollten insbesondere auf Einschränkungen im Baurecht, die Grundstücksform und die Infrastrukturanbindung achten, da diese Parameter den Bodenrichtwert im Einzelfall deutlich über- oder unterschreiten können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Lemgo?

Der Grundstückspreis liegt in Lemgo mit ca. 90 €/m² etwa 8,3 % über dem Bodenrichtwert von 82 €/m². Diese Differenz bedeutet, dass Käufer für ein 500 m² großes Grundstück rund 4.000 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt. Der Bodenrichtwert dient dabei als statistischer Orientierungswert, während der tatsächliche Grundstückspreis die konkrete Marktsituation widerspiegelt.

Der höhere Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Eigenschaften des Grundstücks, die der pauschale Bodenrichtwert nicht erfasst. Faktoren wie die genaue Lage innerhalb des Gebiets, der Erschließungszustand, die Grundstücksform und -größe sowie die aktuelle Nachfrage am lokalen Markt beeinflussen den tatsächlichen Kaufpreis. Besonders attraktive Lagen oder bereits vollständig erschlossene Grundstücke erzielen regelmäßig Aufschläge gegenüber dem durchschnittlichen Bodenrichtwert.

Bodenrichtwert82 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis90 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+8.3%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Lemgo

Lemgo liegt mit ca. 82 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 69 €/m². Während die nahen ländlichen Gemeinden Dörentrup (ca. 43 €/m²) und Kalletal (ca. 38 €/m²) erheblich günstiger sind, liegen die benachbarten Städte Bad Salzuflen (ca. 110 €/m²) und Detmold (ca. 107 €/m²) auf einem höheren Preisniveau. Auch Lage mit ca. 92 €/m² übertrifft Lemgo leicht.

Die Region zeigt ein ausgeprägtes Preisgefälle zwischen urbanen Zentren und ländlichem Umland. Während die Städte mit städtischer Infrastruktur Werte zwischen 80 und 110 €/m² erreichen, bewegen sich die kleinen Gemeinden wie Extertal (ca. 33 €/m²) und Blomberg (ca. 41 €/m²) auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Lemgo positioniert sich damit im mittleren Preissegment der städtisch geprägten Standorte der Region.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Bad Salzuflen1109.7 %10.6 km
Detmold1078.8 %11.3 km
Leopoldshöhe10615.1 %14.9 km
Lage9214.5 %13.1 km
Vlotho811.3 %13.3 km
Dörentrup4311.4 %8.9 km
Barntrup4314.7 %15.7 km
Blomberg4114.7 %14.0 km
Kalletal3812.5 %10.5 km
Extertal333.3 %14.9 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Lemgo

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Lemgo liegt aktuell bei ca. 90 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 82 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (82 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 90 €/m²) liegt etwa 8,3% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Lemgo liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 8,3% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 90 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Lemgo finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 82 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.