Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Selfkant 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Selfkant 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Selfkant liegt derzeit bei ca. 92 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 89 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,3% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 2,8% gestiegen.

Der Markt befindet sich derzeit in einem Aufwärtstrend. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Selfkant entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 verzeichneten die Grundstückspreise in Selfkant eine deutliche Aufwärtsbewegung von ca. 38 €/m² auf aktuell ca. 92 €/m², was einer Steigerung von rund 142 % entspricht. Der Anstieg verlief nicht linear, sondern war von mehreren Phasen geprägt: Nach einer ersten Wachstumsphase bis 2007 folgte eine kurze Korrektur während der Finanzkrise 2008/2009, bevor die Preise ab 2010 erneut anstiegen.

Die jüngste Entwicklung zeigt einen markanten Wendepunkt: Nach dem Höchststand von ca. 109 €/m² im Jahr 2021 setzte eine deutliche Preiskorrektur ein, die bis 2024 zu einem Rückgang auf ca. 87 €/m² führte. Im Jahr 2025 stabilisierten sich die Preise bei ca. 92 €/m² und zeigen damit erstmals seit 2021 wieder eine leichte Erholung.

Trotz der jüngsten Korrektur liegen die aktuellen Grundstückspreise noch immer deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre. Der Preisrückgang von 2021 bis 2024 hat rund 20 % des vorherigen Wertzuwachses wieder abgebaut, wobei das aktuelle Niveau weiterhin dem Preisniveau von etwa 2019 entspricht.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Selfkant nach Größe?

In Selfkant konzentriert sich das Angebot ausschließlich auf die Kategorie 500–1.000 m², die mit 100,0 % aller Grundstücke die gesamte verfügbare Datenbasis repräsentiert. Die übrigen Größenkategorien weisen keine Grundstücke auf, wodurch sich eine stark fokussierte Angebotsstruktur ergibt.

Die Bodenrichtwerte zeigen bei den erfassten Grundstücken einen durchschnittlichen Preis von ca. 93 €/m² in der Kategorie 500–1.000 m². Ein Vergleich zu den theoretischen Richtwerten anderer Größenklassen verdeutlicht eine Preisspanne zwischen ca. 74 €/m² für Flächen über 5.000 m² und ca. 140 €/m² für Grundstücke unter 250 m².

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Selfkant zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Selfkant beträgt ca. 9 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hindeutet. Die Vermarktungszeiten bewegen sich in einem engen Rahmen zwischen 8 und 11 Wochen, was auf eine insgesamt stabile Nachfrage über alle Segmente hinweg schließen lässt.

Grundstücke in der Größenklasse 500–1.000 m² weisen mit ca. 8 Wochen die kürzeste Vermarktungsdauer auf und sind damit am gefragtesten. Mit zunehmender Grundstücksgröße steigt die Vermarktungsdauer leicht an: Objekte über 5.000 m² benötigen mit ca. 11 Wochen etwa 3 Wochen länger als die mittleren Größenklassen. Kleinere Parzellen bis 1.000 m² finden tendenziell schneller Käufer als große Flächen ab 2.000 m².

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Selfkant?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+11%
Voll vs. nicht erschlossen+15%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich messbar auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Selfkant ca. 15% höhere Preise als unerschlossene Flächen, während der Aufschlag gegenüber teilerschlossenen Grundstücken bei ca. 11% liegt. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8%, da sie Planungssicherheit bietet und die Zeit bis zum Baubeginn verkürzt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die konkrete Lage innerhalb der Gemeinde, der Grundstückszuschnitt sowie die baurechtlichen Vorgaben wie Geschossflächenzahl und Bauweise prägen den Marktwert. Käufer sollten zudem Altlasten, Bodenbeschaffenheit und eventuelle Erschließungsbeiträge prüfen, da diese den Gesamtaufwand für ein baureifes Grundstück maßgeblich mitbestimmen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Selfkant?

Der Grundstückspreis in Selfkant liegt mit ca. 92 €/m² rund 3,4 % über dem Bodenrichtwert von 89 €/m². In konkreten Zahlen bedeutet dies einen Aufschlag von ca. 3 €/m², sodass ein 500 m² großes Grundstück etwa 1.500 € mehr kostet als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.

Der Unterschied erklärt sich durch grundstücksspezifische Merkmale, die der Bodenrichtwert nicht abbildet. Während der Bodenrichtwert einen durchschnittlichen Wert für ein Gebiet darstellt, berücksichtigt der tatsächliche Grundstückspreis zusätzlich Faktoren wie die konkrete Lage, Zuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit des einzelnen Grundstücks.

Bodenrichtwert89 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis92 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+3.4%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Selfkant

Selfkant liegt mit ca. 89 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 125 €/m². Ähnlich günstige Preise finden sich in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden Waldfeucht mit ca. 81 €/m² und Gangelt mit ca. 91 €/m², während Heinsberg bereits ca. 120 €/m² erreicht. Deutlich teurer sind die städtisch geprägteren Standorte Herzogenrath mit ca. 183 €/m² und Alsdorf mit ca. 161 €/m².

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen den ländlich strukturierten Gemeinden an der niederländischen Grenze und den urbaner geprägten Städten. Die Bodenrichtwerte steigen mit zunehmender Entfernung von Selfkant und größerer Nähe zu den Zentren des Kreises Heinsberg sowie zur Städteregion Aachen kontinuierlich an. Die westliche Grenzlage zu den Niederlanden prägt dabei das niedrigere Preisniveau in Selfkant und den unmittelbaren Nachbargemeinden.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Herzogenrath1830.6 %21.4 km
Alsdorf1614.8 %24.6 km
Baesweiler1560.7 %21.7 km
Übach-Palenberg1374.0 %16.5 km
Wassenberg1230.0 %18.7 km
Heinsberg1200.9 %13.7 km
Hückelhoven1100.0 %21.8 km
Geilenkirchen960.0 %15.6 km
Gangelt910.0 %6.8 km
Waldfeucht811.4 %8.3 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Selfkant

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Selfkant liegt aktuell bei ca. 92 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 89 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,3% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (89 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 92 €/m²) liegt etwa 3,4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Selfkant liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3,4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 92 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Selfkant finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 89 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.