Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Minden 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Minden 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Minden liegt derzeit bei ca. 71 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 67 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,4% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Minden entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigt die Entwicklung der Grundstückspreise in Minden einen deutlichen Aufwärtstrend. Der Bodenrichtwert stieg von 30 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 86 €/m² im Jahr 2021, was einer Steigerung von knapp 187 % über zwei Jahrzehnte entspricht. Besonders dynamisch verlief die Preisentwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Werte von 58 €/m² auf 86 €/m² kletterten.
In den letzten Jahren zeichnet sich jedoch eine deutliche Trendwende ab. Nach dem Höchststand von 86 €/m² im Jahr 2021 sanken die Bodenrichtwerte kontinuierlich auf aktuell 67 €/m², was einem Rückgang von etwa 22,1 % innerhalb von vier Jahren entspricht. Die durchschnittlichen Grundstückspreise folgten dieser Korrektur und liegen derzeit bei ca. 71 €/m².
Trotz der jüngsten Preisrückgänge bewegen sich die aktuellen Werte weiterhin deutlich über dem Ausgangsniveau der 2000er Jahre. Die Grundstückspreise in Minden liegen heute mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende, haben aber das Preisniveau von etwa 2016 bis 2017 erreicht.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Minden
Die Innenstadt weist mit ca. 155 €/m² die höchsten Grundstückspreise in Minden auf, gefolgt von Bölhorst mit ca. 131 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in Aminghausen mit ca. 47 €/m² und Päpinghausen mit ca. 48 €/m².
Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 108 €/m², was einem Unterschied von etwa 230 % entspricht. Auffällig ist ein deutliches Preisgefälle von den zentralen zu den peripheren Stadtteilen, wobei die fünf teuersten Stadtteile durchschnittlich ca. 114 €/m² erreichen, während die fünf günstigsten bei durchschnittlich ca. 51 €/m² liegen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Innenstadt | 155 | 0.6 % |
| Bölhorst | 131 | 0.0 % |
| Nordstadt | 111 | 0.0 % |
| Bärenkämpen | 98 | 0.0 % |
| Rodenbeck | 95 | 0.0 % |
| Häverstädt | 79 | 0.0 % |
| Königstor | 75 | 1.4 % |
| Dützen | 75 | 1.4 % |
| Dankersen | 74 | 1.4 % |
| Minderheide | 73 | 0.0 % |
| Hahlen | 68 | 0.0 % |
| Todtenhausen | 63 | 0.0 % |
| Rechtes Weserufer | 62 | 0.0 % |
| Leteln | 61 | 0.0 % |
| Meißen | 59 | 0.0 % |
| Kutenhausen | 55 | 0.0 % |
| Haddenhausen | 52 | 0.0 % |
| Stemmer | 51 | 0.0 % |
| Päpinghausen | 48 | 0.0 % |
| Aminghausen | 47 | 0.0 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Minden nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Minden (Stadt) wird von mittelgroßen Grundstücken dominiert. Die Größenkategorie 500–1.000 m² stellt mit 8 Objekten den größten Anteil dar und macht 42,1 % des Gesamtangebots aus. Grundstücke zwischen 1.000–2.000 m² folgen mit 5 Objekten (26,3 %), während kleinere (250–500 m²) und größere Flächen (2.000–5.000 m²) jeweils nur 3 Grundstücke umfassen.
Die Bodenrichtwerte zeigen eine Preisspanne von ca. 57 €/m² bis 107 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke ab 5.000 m² mit durchschnittlich ca. 57 €/m², während sehr kleine Flächen unter 250 m² mit ca. 107 €/m² die höchsten Quadratmeterpreise aufweisen. Die mittleren Größenkategorien zwischen 250 m² und 5.000 m² bewegen sich relativ einheitlich im Bereich von ca. 68 €/m² bis 81 €/m².
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Minden zu verkaufen?
Durchschnitt: 9 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Minden (Stadt) liegt bei ca. 9 Wochen. Dies deutet auf einen aktiven Grundstücksmarkt hin, bei dem Verkaufsprozesse in einem überschaubaren Zeitraum abgeschlossen werden.
Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Besonders zügig verkaufen sich Parzellen im mittleren Segment von 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen Vermarktungsdauer. Kleinere Grundstücke bis 250 m² benötigen mit ca. 10 Wochen etwas länger, während großflächige Grundstücke ab 2.000 m² mit ca. 11–12 Wochen die längsten Vermarktungszeiten aufweisen.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Minden?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück kostet in Minden ca. 11 % mehr als ein nur teilerschlossenes und ca. 18 % mehr als ein unerschlossenes Grundstück. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie Planungssicherheit schafft und Kosten sowie Wartezeiten für Käufer entfallen.
Neben dem Erschließungszustand bestimmen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis eines Grundstücks. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Zuschnitt der Parzelle sowie die baurechtlichen Vorgaben des Bebauungsplans beeinflussen die Wertbildung erheblich. Käufer sollten daher neben dem Bodenrichtwert auch Grundstücksgröße, Topografie und mögliche Altlasten prüfen, da diese Parameter den finalen Quadratmeterpreis deutlich verändern können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Minden?
Der Grundstückspreis liegt in Minden bei ca. 71 €/m² und damit rund 4 % über dem Bodenrichtwert von 67 €/m². Das bedeutet konkret: Für ein 500 m² großes Grundstück zahlt ein Käufer etwa 2.000 € mehr als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.
Der Bodenrichtwert dient als durchschnittlicher Orientierungswert für ein Gebiet, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Merkmale berücksichtigt. Faktoren wie die genaue Lage innerhalb des Viertels, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit beeinflussen den finalen Kaufpreis. Auch die aktuelle Marktsituation und besondere Ausstattungsmerkmale fließen in die Preisbildung ein.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Minden
Minden liegt mit ca. 67 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 39 €/m² der umliegenden Gemeinden. Während nur Bad Oeynhausen mit ca. 82 €/m² noch höhere Preise aufweist, bleiben die meisten Nachbarstädte wie Porta Westfalica mit ca. 48 €/m² oder Hille mit ca. 43 €/m² spürbar darunter. Besonders günstig zeigen sich die ländlicheren Orte Seggebruch mit ca. 22 €/m² und Petershagen mit ca. 25 €/m².
In der Region zeichnet sich ein klares Preisgefälle zwischen den städtischen Zentren und ländlichen Gemeinden ab. Die beiden Kurstädte Minden und Bad Oeynhausen sowie das nahegelegene Bad Eilsen mit ca. 61 €/m² bilden die hochpreisigen Standorte, während kleinere Ortschaften wie Luhden, Hespe und Ahnsen mit Preisen um 27 bis 28 €/m² das untere Segment markieren.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Bad Oeynhausen | 82 | 2.7 % | 10.9 km |
| Bad Eilsen | 61 | 0.0 % | 15.0 km |
| Porta Westfalica | 48 | 2.3 % | 9.3 km |
| Hille | 43 | 0.0 % | 9.4 km |
| Bückeburg | 30 | 3.6 % | 9.7 km |
| Luhden | 28 | 0.0 % | 15.2 km |
| Hespe | 27 | 0.0 % | 14.3 km |
| Ahnsen | 27 | 0.0 % | 14.4 km |
| Petershagen | 25 | 0.0 % | 12.9 km |
| Seggebruch | 22 | 0.0 % | 13.3 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Minden
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Minden liegt aktuell bei ca. 71 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 67 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (67 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 71 €/m²) liegt etwa 4,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Minden liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 71 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Minden finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 67 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.