Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Rheine 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Rheine 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Rheine liegt derzeit bei ca. 134 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 125 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 2,4% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Rheine entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 verzeichneten die Grundstückspreise in Rheine einen deutlichen Aufwärtstrend von ca. 60 €/m² auf aktuell ca. 134 €/m², was einer Steigerung von mehr als 120 Prozent entspricht. Besonders dynamisch entwickelten sich die Preise zwischen 2015 und 2021, als die Werte von ca. 113 €/m² auf den Höchststand von ca. 167 €/m² anstiegen.

In den letzten Jahren vollzog sich eine markante Trendwende: Nach dem Höhepunkt in 2021 sanken die Preise kontinuierlich um rund 20 Prozent bis auf ca. 133 €/m² im Jahr 2024. Im Jahr 2025 stabilisierten sich die Werte mit einer leichten Erholung auf ca. 134 €/m², was das Niveau von 2023 leicht übertrifft.

Die aktuellen Grundstückspreise bewegen sich damit auf einem Niveau vergleichbar mit den Jahren 2017 und 2023. Trotz der jüngsten Korrektur liegen die Preise noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre von ca. 115 €/m².

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Rheine

Die Innenstadt verzeichnet mit ca. 426 €/m² die höchsten Grundstückspreise in Rheine, gefolgt von Schleupe mit ca. 364 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in den Randlagen wie Rodde (ca. 106 €/m²), Catenhorn (ca. 107 €/m²) und Elte (ca. 108 €/m²).

Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 320 €/m², was einem Faktor von etwa 4,0 entspricht. Auffällig ist ein deutliches Preisgefälle vom Zentrum zu den Außenbezirken, wobei zentrumsnahe Stadtteile wie Stadtberg und Dorenkamp im mittleren Preissegment um 270-290 €/m² liegen. Die peripheren Ortsteile bewegen sich durchgängig unter 130 €/m².

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Innenstadt4267.0 %
Schleupe3647.7 %
Stadtberg29310.6 %
Dorenkamp26817.5 %
Wietesch24628.1 %
Hörstkamp24114.2 %
Eschendorf20014.3 %
Dutum19416.2 %
Schotthock19022.6 %
Südesch17515.1 %
Mesum12912.2 %
Gellendorf1228.9 %
Wadelheim1187.3 %
Hauenhorst1156.5 %
Bentlage1124.7 %
Altenrheine1115.7 %
Elte1083.8 %
Catenhorn1073.9 %
Rodde1062.9 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Rheine nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Rheine wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Die Kategorie 500–1.000 m² macht mit 50,0 % die Hälfte aller Grundstücke aus, gefolgt von Flächen zwischen 1.000–2.000 m² mit 22,2 %. Kleinere Grundstücke unter 250 m² sind im Bestand nicht vertreten, während sehr große Flächen über 5.000 m² ebenfalls fehlen.

Die Preisunterschiede zwischen den Kategorien fallen moderat aus. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 129 €/m², während Grundstücke zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 154 €/m² die höchsten Preise erreichen. Die am stärksten vertretene Größenklasse 500–1.000 m² bewegt sich mit ca. 135 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Rheine zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Rheine beträgt ca. 10 Wochen, was auf einen aktiven Grundstücksmarkt hindeutet. Die relativ kurze Vermarktungszeit zeigt eine solide Nachfrage über alle Größenkategorien hinweg.

Die schnellste Vermarktung erfolgt bei Grundstücken zwischen 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen, gefolgt von den Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 10 Wochen. Deutlich längere Vermarktungszeiten zeigen sich bei sehr großen Grundstücken ab 5.000 m² mit ca. 14 Wochen sowie bei großen Flächen zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 12 Wochen. Kleinere Parzellen bis 250 m² benötigen mit ca. 11 Wochen ebenfalls etwas mehr Zeit bis zum Verkauf.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Rheine?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+19%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+7%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad hat einen messbaren Einfluss auf den Grundstückspreis in Rheine. Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Aufschlag von ca. 10 %, während der Preisunterschied zu unerschlossenen Grundstücken bei ca. 19 % liegt. Eine vorhandene Baugenehmigung führt zu einem zusätzlichen Preisaufschlag von ca. 7 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und die Bauphase beschleunigt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis erheblich. Die Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten können zu deutlichen Abweichungen vom durchschnittlichen Bodenrichtwert führen. Käufer sollten zudem prüfen, welche konkreten Baurechte gelten und ob Einschränkungen wie Denkmalschutz oder Altlasten bestehen, da diese den Wert maßgeblich beeinflussen können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Rheine?

Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Rheine (Stadt) mit ca. 134 €/m² um etwa 6,4 % über dem Bodenrichtwert von 125 €/m². Konkret zahlen Käufer damit durchschnittlich ca. 9 €/m² mehr als der Bodenrichtwert ausweist. Bei einem Grundstück von 500 m² entspricht dies einem Mehrpreis von ca. 4.500 €.

Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen Durchschnittswert für ein Gebiet mit bestimmten Standardeigenschaften dar. Der individuelle Grundstückspreis berücksichtigt zusätzlich konkrete Lagemerkmale wie Eckgrundstück oder Hanglage, die Grundstücksgröße und -form sowie den Erschließungsgrad mit vorhandenen Anschlüssen für Strom, Wasser und Abwasser. Auch die aktuelle Marktsituation und individuelle Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer beeinflussen den tatsächlichen Kaufpreis.

Bodenrichtwert125 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis134 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+6.4%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Rheine

Rheine liegt mit ca. 125 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 80 €/m². Während Emsdetten mit ca. 220 €/m² noch höhere Preise aufweist, bleiben die meisten Nachbarstädte wie Hörstel (ca. 87 €/m²) und Neuenkirchen) (ca. 107 €/m²) darunter. Besonders günstig zeigen sich die ländlicheren Gemeinden Salzbergen (ca. 29 €/m²), Ohne (ca. 25 €/m²) und Samern (ca. 25 €/m²).

In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle zwischen den städtischen Zentren und kleineren Gemeinden. Die größeren Städte Rheine, Emsdetten und Steinfurt (ca. 109 €/m²) liegen im oberen Preissegment, während die kleinen Ortschaften im Umland mit Werten zwischen 25 und 36 €/m² erheblich niedrigere Grundstückspreise aufweisen.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Emsdetten2200.5 %10.5 km
Steinfurt1096.1 %15.0 km
Neuenkirchen (Steinfurt)1076.5 %7.4 km
Saerbeck10525.6 %14.5 km
Hörstel876.7 %8.0 km
Wettringen660.0 %12.7 km
Spelle360.0 %11.8 km
Salzbergen290.0 %10.4 km
Ohne250.0 %13.3 km
Samern250.0 %15.2 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Rheine

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Rheine liegt aktuell bei ca. 134 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 125 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (125 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 134 €/m²) liegt etwa 6,4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Rheine liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 6,4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 134 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Rheine finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 125 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.