Grundstückspreise in Eberswalde 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Eberswalde 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Eberswalde liegt derzeit bei ca. 101 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 94 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% gefallen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 4,3% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Eberswalde entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 verzeichneten die Grundstückspreise in Eberswalde einen deutlichen Aufwärtstrend. Der Bodenrichtwert stieg von 42 €/m² im Jahr 2000 auf einen Höchststand von 120 €/m² im Jahr 2021, was einem Zuwachs von rund 186 % über zwei Jahrzehnte entspricht. Lediglich in den Jahren 2008 bis 2009 sowie 2011 bis 2012 zeigten sich kurze Stagnations- und Rückgangsphasen, bevor die Preise ihren kontinuierlichen Anstieg fortsetzten.

In den letzten Jahren vollzog sich eine markante Trendwende. Nach dem Höchststand 2021 sanken die Bodenrichtwerte innerhalb von vier Jahren um ca. 22 % auf aktuell 94 €/m². Diese Korrektur setzte im Jahr 2022 ein und führte die Preise auf ein Niveau zurück, das vergleichbar mit den Werten von 2016 ist.

Trotz des jüngsten Rückgangs liegen die aktuellen Grundstückspreise noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Im Vergleich zum Ausgangsniveau von 2000 beträgt der Wertzuwachs weiterhin ca. 124 %, was die generell positive Entwicklung der vergangenen 25 Jahre unterstreicht.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Eberswalde nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Eberswalde wird klar von mittleren Grundstücksgrößen geprägt. Mit 55,6 % aller Grundstücke dominiert die Kategorie 500–1.000 m² deutlich das Angebot. Die größeren Segmente 1.000–2.000 m² und 2.000–5.000 m² sind mit jeweils 22,2 % bzw. 11,1 % vertreten, während nur ein Grundstück in der Kategorie 250–500 m² vorhanden ist.

Die Bodenrichtwerte zeigen moderate Preisunterschiede zwischen den einzelnen Größenkategorien. Die Spanne reicht von ca. 97 €/m² in der kleinsten besetzten Kategorie 250–500 m² bis zu durchschnittlich ca. 116 €/m² bei Grundstücken zwischen 2.000–5.000 m². Die dominierende Größenkategorie 500–1.000 m² liegt mit ca. 102 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Eberswalde zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Eberswalde beträgt ca. 10 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke weder besonders schnell noch auffällig langsam einen Käufer finden.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Die kürzeste Vermarktungszeit weisen Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen auf, während kleinere Parzellen bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² längere Vermarktungszeiten benötigen. Besonders große Grundstücke über 5.000 m² verzeichnen mit ca. 13 Wochen die längste Vermarktungsdauer, was auf eine eingeschränktere Käufergruppe für diese Größenordnung hinweist.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Eberswalde?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+14%
Voll vs. nicht erschlossen+20%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück liegt in Eberswalde um ca. 14 % über dem Preis eines teilerschlossenen Grundstücks, während der Aufschlag gegenüber unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 20 % beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie Planungssicherheit bietet und Zeit spart.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den Grundstückspreis maßgeblich. Die Mikrolage, der Grundstückszuschnitt und die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur auf den Quadratmeterpreis achten, sondern auch Faktoren wie Hangneigung, Bodenbeschaffenheit und die tatsächlich bebaubare Fläche prüfen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Eberswalde?

Der Grundstückspreis liegt in Eberswalde mit ca. 101 €/m² etwa 7,1 % über dem Bodenrichtwert von 94 €/m². In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Aufschlag von ca. 7 € pro Quadratmeter, der bei einem typischen Baugrundstück von 500 m² rund 3.500 € Mehrkosten ausmacht.

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für eine Zone mit vergleichbaren Grundstücken, während der tatsächliche Grundstückspreis die individuellen Eigenschaften der Immobilie berücksichtigt. Faktoren wie Lage, Zuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit des konkreten Grundstücks führen zu Abweichungen vom Bodenrichtwert nach oben oder unten.

Bodenrichtwert94 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis101 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+7.1%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

Bodenrichtwerte für Eberswalde ansehen

Grundstückspreise der Region Eberswalde

Eberswalde liegt mit ca. 94 €/m² deutlich über dem Durchschnitt der Nachbarstädte von ca. 67 €/m². Während Melchow mit ca. 186 €/m² und Biesenthal mit ca. 132 €/m² als wirtschaftlich stärkere Umlandgemeinden noch höhere Preise aufweisen, liegen kleinere Orte wie Hohenfinow mit ca. 21 €/m² oder Heckelberg-Brunow mit ca. 17 €/m² erheblich darunter. Sydower Fließ erreicht mit ca. 99 €/m² ein vergleichbares Niveau wie Eberswalde.

Die Region zeigt ein ausgeprägtes Preisgefälle zwischen zentralen und peripheren Lagen. Als Kreisstadt und Mittelzentrum erzielt Eberswalde höhere Werte als die überwiegend ländlich geprägten Umlandgemeinden, während nur gut angebundene Wohnorte wie Melchow und Biesenthal deutlich darüber liegen. Die Preisspanne reicht von ca. 17 €/m² bis 186 €/m², was das unterschiedliche Entwicklungsniveau der Gemeinden widerspiegelt.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Melchow186-12.7 %6.9 km
Biesenthal132-0.8 %11.4 km
Sydower Fließ990.0 %11.5 km
Britz760.0 %6.5 km
Chorin610.0 %12.0 km
Breydin370.0 %6.3 km
Niederfinow270.0 %10.2 km
Hohenfinow210.0 %7.9 km
Falkenberg (Mark)186.2 %11.8 km
Heckelberg-Brunow170.0 %11.0 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Eberswalde

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Eberswalde liegt aktuell bei ca. 101 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 94 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% gefallen.

Der Bodenrichtwert (94 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 101 €/m²) liegt etwa 7,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Brandenburg jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Brandenburg werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Eberswalde liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 7,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Brandenburg fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 101 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Eberswalde finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 94 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Brandenburg) oder den Gutachterausschuss einsehen.

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Quellen