Grundstückspreise in Strausberg 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Strausberg 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Strausberg liegt derzeit bei ca. 102 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 97 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 2,1% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Strausberg entwickelt?

Die Grundstückspreise in Strausberg (Stadt) zeigten seit dem Jahr 2000 eine deutliche Aufwärtsbewegung von ca. 45 €/m² auf aktuell ca. 102 €/m². Dabei verlief die Entwicklung in mehreren Phasen: Nach moderaten Anstiegen bis 2007 folgte eine kurze Korrekturphase während der Finanzkrise, bevor ab 2010 ein erneuter kontinuierlicher Aufwärtstrend einsetzte.

Die Jahre 2016 bis 2021 waren durch eine besonders dynamische Preisentwicklung geprägt, in der die durchschnittlichen Grundstückspreise von ca. 93 €/m² auf einen Höchststand von ca. 127 €/m² im Jahr 2021 kletterten. Seit diesem Wendepunkt ist jedoch eine deutliche Trendumkehr erkennbar: Die Preise korrigierten bis 2024 auf ca. 101 €/m² und stabilisieren sich auf diesem Niveau.

Trotz des Rückgangs seit 2021 liegen die aktuellen Preise von ca. 102 €/m² noch mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Betrachtungszeitraums im Jahr 2000. Die jüngste Marktkorrektur um rund 20 Prozent relativiert damit die außergewöhnlich starke Preisentwicklung der Jahre 2016 bis 2021.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Strausberg nach Größe?

In Strausberg dominieren mittlere Grundstücksgrößen deutlich das Angebot. Mit 4 von 6 Grundstücken entfallen 66,7 % auf die Kategorie 500–1.000 m², während sowohl die Kategorie 250–500 m² als auch 1.000–2.000 m² jeweils nur mit einem Grundstück vertreten sind. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie große Flächen ab 2.000 m² sind im aktuellen Angebot nicht vorhanden.

Die Preisunterschiede zwischen den verfügbaren Größenkategorien fallen moderat aus. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 98 €/m², während die Kategorie 1.000–2.000 m² mit ca. 110 €/m² den höchsten Wert erreicht. Die dominierende Größenklasse 500–1.000 m² bewegt sich mit ca. 103 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Strausberg zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer von ca. 9 Wochen deutet auf einen moderaten bis aktiven Grundstücksmarkt in Strausberg hin. Die relativ kurze Verkaufszeit zeigt eine ausgewogene Nachfrage über verschiedene Grundstückskategorien hinweg.

Bei der Betrachtung nach Größe zeigen sich deutliche Unterschiede: Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² weisen mit ca. 8 Wochen die kürzeste Vermarktungsdauer auf, gefolgt von den Größen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen. Deutlich länger dauert die Vermarktung bei sehr großen Parzellen, wobei Grundstücke ab 5.000 m² mit ca. 12 Wochen die längste Verkaufszeit benötigen. Auch kleinere Grundstücke bis 250 m² und die Kategorie 2.000–5.000 m² zeigen mit 10 bzw. 11 Wochen überdurchschnittliche Vermarktungszeiten.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Strausberg?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+19%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Strausberg einen Aufschlag von ca. 10,0 % gegenüber teilerschlossenen Flächen, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 19,0 % beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8,0 %, da sie Planungssicherheit bietet und die Bauzeit verkürzt.

Neben diesen Faktoren bestimmen Lage, Grundstückszuschnitt und Baurecht den erzielbaren Preis wesentlich mit. Käufer sollten prüfen, ob das Grundstück optimal nutzbar ist und welche baulichen Vorgaben gelten. Auch die Anbindung an Infrastruktur sowie mögliche Altlasten oder Nutzungsbeschränkungen können den tatsächlichen Wert deutlich vom Bodenrichtwert abweichen lassen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Strausberg?

Der Grundstückspreis liegt in Strausberg mit ca. 102 €/m² um etwa 5 % über dem Bodenrichtwert von 97 €/m². Das bedeutet konkret einen Aufschlag von ca. 5 €/m², wodurch bei einem 800 m² großen Grundstück ein Mehrpreis von rund 4.000 € entsteht.

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in Standardlage, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Merkmale des jeweiligen Objekts berücksichtigt. Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad oder Bodenbeschaffenheit beeinflussen den realen Kaufpreis und führen zu Abweichungen vom statistischen Richtwert.

Bodenrichtwert97 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis102 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+5.0%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Strausberg

Strausberg liegt mit ca. 97 €/m² leicht unter dem durchschnittlichen Preisniveau der Nachbarstädte von ca. 100 €/m². Deutlich teurer sind die näher an Berlin gelegenen Gemeinden Fredersdorf-Vogelsdorf mit ca. 241 €/m², Petershagen (Eggersdorf)) mit ca. 186 €/m² und Rüdersdorf bei Berlin mit ca. 151 €/m², während ländlichere Gemeinden wie Prötzel mit ca. 23 €/m² oder Oberbarnim mit ca. 33 €/m² deutlich günstiger sind.

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle in Abhängigkeit zur Nähe zur Bundeshauptstadt. Gemeinden im direkten Berliner Umland erreichen Werte, die mehr als doppelt so hoch liegen wie der regionale Durchschnitt, während weiter entfernte ländliche Gebiete teilweise nur ein Viertel des Strausberger Niveaus aufweisen. Die Preisspanne zwischen der teuersten und günstigsten Nachbarstadt beträgt über 200 €/m².

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Fredersdorf-Vogelsdorf241-0.4 %11.9 km
Petershagen (Eggersdorf)186-13.4 %7.9 km
Rüdersdorf bei Berlin151-2.6 %10.8 km
Altlandsberg930.0 %7.5 km
Rehfelde85-5.8 %6.8 km
Buckow840.0 %11.5 km
Waldsieversdorf680.0 %11.6 km
Garzau-Garzin43-6.7 %6.8 km
Oberbarnim330.0 %9.3 km
Prötzel235.0 %10.8 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Strausberg

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Strausberg liegt aktuell bei ca. 102 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 97 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (97 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 102 €/m²) liegt etwa 5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Brandenburg jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Brandenburg werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Strausberg liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Brandenburg fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 102 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Strausberg finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 97 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Brandenburg) oder den Gutachterausschuss einsehen.

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Quellen