Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Herford 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Herford 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Herford liegt derzeit bei ca. 145 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 138 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 0,8% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Herford entwickelt?
In der Stadt Herford zeigt sich seit dem Jahr 2000 eine deutliche Aufwärtsbewegung der Grundstückspreise. Von einem Ausgangsniveau von ca. 63 €/m² im Jahr 2000 stiegen die durchschnittlichen Preise bis zum Höhepunkt 2021 auf ca. 178 €/m², was einer Steigerung von mehr als 180 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise innerhalb von nur sechs Jahren um knapp 50 % zulegten.
Nach dem Erreichen des Spitzenwertes im Jahr 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein. Die Grundstückspreise gaben in den Folgejahren kontinuierlich nach und erreichten 2024 mit ca. 141 €/m² einen vorläufigen Tiefpunkt. Im Jahr 2025 zeigt sich mit ca. 145 €/m² erstmals wieder eine leichte Erholung, wobei das Preisniveau weiterhin deutlich unter den Höchstwerten liegt.
Die aktuellen Preise liegen trotz der jüngsten Rückgänge noch etwa 130 % über dem Niveau von Anfang 2000. Im historischen Vergleich entspricht das aktuelle Preisniveau in etwa den Werten aus dem Jahr 2017, was die Korrektur der vergangenen Jahre in eine längerfristige Perspektive einordnet.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Herford
Die höchsten Grundstückspreise in Herford verzeichnet Herringhausen mit ca. 179 €/m², dicht gefolgt von Herford-Stadt mit ca. 173 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in Falkendiek mit ca. 110 €/m², während Schwarzenmoor mit ca. 119 €/m² ebenfalls zu den preiswertesten Stadtteilen zählt.
Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 69 €/m², was einer Differenz von rund 62,7 % entspricht. Auffällig ist die relativ gleichmäßige Abstufung der Grundstückspreise über die Stadtteile hinweg, wobei die zentralen und zentrumsnah gelegenen Stadtteile durchschnittlich deutlich höhere Quadratmeterpreise aufweisen als die Randlagen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Herringhausen | 179 | 21.8 % |
| Herford-Stadt | 173 | 21.0 % |
| Stedefreund | 160 | 12.7 % |
| Elverdissen | 156 | 17.3 % |
| Diebrock | 137 | 13.2 % |
| Laar | 136 | 11.5 % |
| Eickum | 134 | 12.6 % |
| Schwarzenmoor | 119 | 13.3 % |
| Falkendiek | 110 | 10.0 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Herford nach Größe?
Die Grundstücksverteilung in Herford wird von mittleren Größenkategorien dominiert. Mit 6 Grundstücken (40,0 %) bilden Flächen von 500–1.000 m² die größte Gruppe, gefolgt von 4 Grundstücken in der Kategorie 1.000–2.000 m² (26,7 %). Kleinere Parzellen zwischen 250–500 m² sind mit 3 Grundstücken (20,0 %) vertreten, während sehr kleine und sehr große Flächen nicht angeboten werden.
Die Quadratmeterpreise zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Größenkategorien. Die günstigsten Grundstücke liegen in der Kategorie 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 139 €/m², während größere Flächen zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 166 €/m² die höchsten Preise erreichen. Die mittleren Kategorien bewegen sich mit ca. 146 €/m² bis ca. 156 €/m² in einem moderaten Preisniveau.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Herford zu verkaufen?
Durchschnitt: 11 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Herford beträgt ca. 11 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hinweist. Dieser Wert liegt im mittleren Bereich und zeigt eine ausgeglichene Nachfrage ohne ausgeprägte Verknappung oder Überangebot.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Parzellen zwischen 500–1.000 m² weisen mit ca. 9 Wochen die kürzeste Vermarktungsdauer auf und sind damit besonders gefragt. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen mit ca. 13 bis 15 Wochen deutlich länger, wobei sehr große Grundstücke über 5.000 m² mit ca. 15 Wochen am längsten am Markt verbleiben.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Herford?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück kostet in Herford (Stadt) ca. 9% mehr als ein teilerschlossenes und ca. 16% mehr als ein unerschlossenes Grundstück. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Preis zusätzlich um ca. 8%, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und sofortige Baufähigkeit gewährleistet.
Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den Grundstückswert erheblich. Die Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten insbesondere auf die zulässige Geschossflächenzahl, eventuelle Baulasten und die tatsächliche Bebaubarkeit des Grundstücks achten, da diese Parameter den realisierbaren Wert maßgeblich bestimmen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Herford?
Der Grundstückspreis liegt in Herford (Stadt) mit ca. 145 €/m² um etwa 4,5 % über dem Bodenrichtwert von 138 €/m². Dies bedeutet, dass Käufer für ein konkretes Grundstück in der Regel mehr zahlen als der durchschnittliche Bodenrichtwert ausweist. Bei einem 500 m² großen Grundstück entspricht dieser Aufschlag einer Mehrausgabe von ca. 3.500 €.
Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen statistischen Durchschnittswert für eine Zone dar, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Merkmale berücksichtigt. Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb der Zone, der Erschließungsgrad, die Grundstücksgröße und der Zuschnitt beeinflussen den finalen Kaufpreis. Auch die aktuelle Marktsituation und besondere Ausstattungsmerkmale wie vorhandene Bebauung oder Baulasten wirken sich auf den tatsächlich gezahlten Preis aus.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Herford
Herford liegt mit ca. 138 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 126 €/m². Während die unmittelbaren Nachbarstädte Hiddenhausen mit ca. 116 €/m², Enger mit ca. 117 €/m² und Bad Salzuflen mit ca. 110 €/m² günstiger bleiben, übertrifft lediglich Bielefeld als regionales Oberzentrum mit ca. 313 €/m² das Herforder Preisniveau deutlich.
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle in Richtung Bielefeld, wobei die Grundstückspreise mit zunehmender Entfernung zur Großstadt tendenziell sinken. Besonders günstig fallen Vlotho mit ca. 81 €/m² und Kirchlengern mit ca. 95 €/m² aus, die beide im ländlicheren Umfeld liegen.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Bielefeld | 313 | 0.3 % | 14.2 km |
| Enger | 117 | 0.9 % | 7.9 km |
| Hiddenhausen | 116 | 2.8 % | 5.0 km |
| Spenge | 114 | 1.9 % | 13.4 km |
| Bad Salzuflen | 110 | 9.7 % | 8.2 km |
| Bünde | 110 | 3.0 % | 12.3 km |
| Leopoldshöhe | 106 | 15.1 % | 11.8 km |
| Löhne | 103 | 2.1 % | 10.3 km |
| Kirchlengern | 95 | 2.2 % | 12.0 km |
| Vlotho | 81 | 1.3 % | 12.5 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Herford
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Herford liegt aktuell bei ca. 145 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 138 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (138 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 145 €/m²) liegt etwa 4,5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Herford liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4,5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 145 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Herford finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 138 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.