Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Bielefeld 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Bielefeld 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Bielefeld liegt derzeit bei ca. 314 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 290 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,1% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Bielefeld entwickelt?
Die Grundstückspreise in Bielefeld zeigten seit dem Jahr 2000 eine bemerkenswerte Aufwärtsentwicklung. Von einem Ausgangsniveau von ca. 139 €/m² im Jahr 2000 stiegen die durchschnittlichen Preise über zwei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich an und erreichten im Jahr 2021 mit ca. 392 €/m² ihren historischen Höchststand. Dies entspricht einer Gesamtsteigerung von 182 % über den gesamten Betrachtungszeitraum.
Nach dem Erreichen des Preisgipfels im Jahr 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein. Innerhalb von drei Jahren fielen die Grundstückspreise um ca. 20 % auf aktuell ca. 314 €/m² im Jahr 2025. Zwischen 2024 und 2025 zeigt sich mit einem marginalen Anstieg von ca. 1 €/m² eine erste Stabilisierung auf niedrigerem Niveau.
Trotz der jüngsten Preisrückgänge liegen die aktuellen Werte noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Die heutigen Grundstückspreise entsprechen in etwa dem Niveau von 2017 und liegen mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Jahrtausends.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Bielefeld
Die höchsten Grundstückspreise in Bielefeld verzeichnet der Stadtteil Mitte mit ca. 624 €/m², gefolgt von Schildesche mit ca. 489 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in Sennestadt mit ca. 238 €/m² sowie in Senne mit ca. 250 €/m² zu erwerben.
Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 386 €/m², was einem Unterschied von rund 162 Prozent entspricht. Auffällig ist ein deutliches Preisgefälle vom Zentrum zu den Außenbezirken, wobei die zentralen und zentrumsnahen Stadtteile durchschnittlich mehr als doppelt so hohe Quadratmeterpreise aufweisen wie die peripheren Gebiete.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Mitte | 624 | 6.3 % |
| Schildesche | 489 | 7.7 % |
| Gadderbaum | 425 | 10.1 % |
| Dornberg | 346 | 7.5 % |
| Jöllenbeck | 303 | 4.8 % |
| Stieghorst | 290 | 7.8 % |
| Heepen | 277 | 7.8 % |
| Brackwede | 271 | 6.7 % |
| Senne | 250 | 7.3 % |
| Sennestadt | 238 | 7.2 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Bielefeld nach Größe?
Die Grundstücksverteilung in Bielefeld wird klar von mittleren Größen dominiert. Mit 54 Grundstücken stellt die Kategorie 500–1.000 m² fast die Hälfte aller Angebote, gefolgt von der Größenklasse 250–500 m² mit 28 Grundstücken. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie Großgrundstücke über 5.000 m² spielen mit zusammen nur 11 Objekten eine untergeordnete Rolle.
Die Preisspanne reicht von ca. 245 €/m² für Großgrundstücke über 5.000 m² bis zu ca. 496 €/m² für Kleinstgrundstücke unter 250 m². Die mittleren Größenkategorien zwischen 250 m² und 2.000 m² bewegen sich durchschnittlich im Bereich von ca. 295 bis 383 €/m², wobei mit zunehmender Grundstücksgröße innerhalb dieser Spanne tendenziell auch die Quadratmeterpreise steigen.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Bielefeld zu verkaufen?
Durchschnitt: 9 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Bielefeld liegt bei ca. 9 Wochen. Dies deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke weder besonders schnell noch auffällig langsam verkauft werden.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigt sich, dass mittlere Größen zwischen 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen am schnellsten vermarktet werden. Kleinere Parzellen bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen mit 10 bis 11 Wochen deutlich längere Vermarktungszeiten. Die Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² bewegen sich mit ca. 9 Wochen im durchschnittlichen Bereich.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Bielefeld?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückswert aus. Ein voll erschlossenes Grundstück erzielt in Bielefeld gegenüber teilerschlossenen Grundstücken einen Preisaufschlag von ca. 10 %, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 16 % beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.
Neben dem Erschließungsgrad bestimmen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis eines Grundstücks. Die mikrolage innerhalb Bielefelds, der Grundstückszuschnitt sowie die konkreten Vorgaben aus dem Bebauungsplan spielen eine entscheidende Rolle bei der Wertermittlung. Käufer sollten insbesondere die zulässige Geschossflächenzahl und Nutzungsart prüfen, da diese die Bebaubarkeit und damit die wirtschaftliche Verwertbarkeit maßgeblich beeinflussen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Bielefeld?
Der Grundstückspreis liegt in Bielefeld bei ca. 314 €/m² und damit ca. 8,1 % über dem Bodenrichtwert von 290 €/m². Konkret bedeutet dies: Für ein 500 m² großes Grundstück fallen etwa 12.000 € mehr an als der reine Bodenrichtwert erwarten lässt.
Der Bodenrichtwert dient als statistische Orientierungsgröße und bildet einen Durchschnittswert für eine Zone ab. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bebaubarkeit. Besonders gut erschlossene oder bevorzugte Lagen innerhalb einer Bodenrichtwertzone erzielen entsprechend höhere Preise.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Bielefeld
Bielefeld liegt mit ca. 290 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 134 €/m². Lediglich Gütersloh erreicht mit ca. 253 €/m² ein vergleichbares Niveau, während die übrigen Nachbarstädte wie Oerlinghausen (ca. 152 €/m²), Herford (ca. 145 €/m²) und Steinhagen (ca. 113 €/m²) merklich günstiger sind. Am unteren Ende rangiert Lage mit ca. 92 €/m².
Die Region zeigt ein ausgeprägtes Preisgefälle zwischen den beiden Oberzentren Bielefeld und Gütersloh einerseits und den kleineren Umlandgemeinden andererseits. Die Differenz zwischen dem teuersten und günstigsten Standort beträgt dabei mehr als 200 €/m², wobei die Entfernung zur jeweiligen Stadt kaum Einfluss auf die Rangfolge zu haben scheint.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Gütersloh | 253 | 0.0 % | 14.5 km |
| Oerlinghausen | 152 | -2.8 % | 11.6 km |
| Herford | 145 | 3.0 % | 14.2 km |
| Werther (Westfalen) | 129 | 0.8 % | 11.7 km |
| Halle (Westfalen) | 125 | 0.0 % | 14.8 km |
| Enger | 117 | 0.9 % | 14.2 km |
| Spenge | 114 | 1.9 % | 14.8 km |
| Steinhagen | 113 | 0.0 % | 11.0 km |
| Leopoldshöhe | 106 | 15.1 % | 10.0 km |
| Lage | 92 | 14.5 % | 12.8 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Bielefeld
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Bielefeld liegt aktuell bei ca. 314 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 290 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (290 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 314 €/m²) liegt etwa 8,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Bielefeld liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 8,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 314 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Bielefeld finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 290 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.