Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Spenge 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Spenge 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Spenge liegt derzeit bei ca. 113 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 105 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 2,1% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Spenge entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Spenge eine insgesamt deutlich positive Entwicklung. Der Bodenrichtwert stieg von 46 €/m² im Jahr 2000 auf aktuell 105 €/m², was einem Zuwachs von rund 128 % über den gesamten Zeitraum entspricht. Besonders dynamisch verlief die Preisentwicklung zwischen 2015 und 2021, als der Bodenrichtwert von 88 €/m² auf 131 €/m² kletterte.

In den letzten Jahren hat sich der Aufwärtstrend jedoch deutlich abgeschwächt und umgekehrt. Nach dem Höchststand von 131 €/m² im Jahr 2021 folgte eine merkliche Korrektur auf zwischenzeitlich 104 €/m² im Jahr 2024. Die jüngsten Daten für 2025 zeigen mit ca. 106 €/m² eine leichte Stabilisierung auf niedrigerem Niveau, wobei die Preise weiterhin rund 19 % unter dem Spitzenwert von 2021 liegen.

Trotz der Korrektur der vergangenen Jahre bewegen sich die aktuellen Grundstückspreise immer noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Im Vergleich zum Jahr 2010 haben sich die Werte um etwa 34 % erhöht, was die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte unterstreicht.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Spenge nach Größe?

In Spenge konzentriert sich das Grundstücksangebot ausschließlich auf die Größenkategorie 500–1.000 m², auf die alle 3 erfassten Grundstücke entfallen. Andere Größensegmente sind in der aktuellen Datenlage nicht vertreten, sodass eine klassische Angebotsstreuung über verschiedene Kategorien hinweg nicht vorliegt.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der vorhandenen Kategorie liegt bei ca. 114 €/m². Ein Vergleich zwischen den Größensegmenten ist aufgrund der singulären Verteilung nicht aussagekräftig, wobei theoretische Richtwerte für kleinere Parzellen unter 250 m² mit ca. 172 €/m² am höchsten und für Großgrundstücke über 5.000 m² mit ca. 91 €/m² am niedrigsten ausfallen würden.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Spenge zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Spenge beträgt ca. 10 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hinweist. Grundstücke wechseln in dieser Stadt damit im mittleren Zeitfenster den Eigentümer, ohne dass deutliche Vermarktungsschwierigkeiten erkennbar sind.

Die schnellste Vermarktung zeigt sich bei Grundstücken zwischen 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen, gefolgt von den Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 10 Wochen. Kleinere Grundstücke bis 250 m² benötigen mit ca. 12 Wochen bereits spürbar länger, während größere Flächen ab 2.000 m² mit 13 bis 14 Wochen die längsten Vermarktungszeiten aufweisen. Die mittleren Größenkategorien dominieren somit die Nachfrage und erzielen die zügigsten Verkaufsabschlüsse.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Spenge?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+20%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+7%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück liegt in Spenge um ca. 10 % über dem Preis eines teilerschlossenen und um ca. 20 % über einem nicht erschlossenen Grundstück. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 7 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und Zeit spart.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die Mikrolage innerhalb von Spenge, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den reinen Bodenrichtwert betrachten, sondern auch diese objektspezifischen Merkmale in ihre Kalkulation einbeziehen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Spenge?

Der tatsächliche Grundstückspreis in Spenge liegt mit ca. 113 €/m² etwa 7,3 % über dem Bodenrichtwert von 105 €/m². Das bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück real einen Aufschlag von ca. 8 €/m² zahlen. Bei einem 800 m² großen Grundstück entspricht dies einem Mehrpreis von rund 6.400 €.

Der Bodenrichtwert dient lediglich als statistischer Orientierungswert und bildet den durchschnittlichen Wert unbebauter Grundstücke ab. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad, Bodenbeschaffenheit und die aktuelle Marktlage. Besonders attraktive Lagen oder voll erschlossene Grundstücke können daher deutlich höhere Preise erzielen als der reine Bodenrichtwert erwarten lässt.

Bodenrichtwert105 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis113 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+7.3%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

Bodenrichtwerte für Spenge ansehen

Grundstückspreise der Region Spenge

Spenge liegt mit ca. 105 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 127 €/m². Günstiger sind lediglich Melle mit ca. 45 €/m², Rödinghausen mit ca. 87 €/m² und Borgholzhausen mit ca. 89 €/m². Teurer sind hingegen die Nachbarstädte Enger mit ca. 117 €/m², Werther (Westfalen)) mit ca. 129 €/m² und Herford mit ca. 145 €/m².

Die Region zeigt ein ausgeprägtes Preisgefälle in Richtung Bielefeld, wo Grundstücke mit ca. 313 €/m² knapp dreimal so teuer sind wie in Spenge. Während die näher an Bielefeld gelegenen Städte wie Herford und Halle (Westfalen) mit ca. 125 €/m² deutlich höhere Preise aufweisen, bleiben ländlichere Gemeinden wie Melle und Rödinghausen unter 90 €/m².

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Bielefeld3130.3 %14.8 km
Herford1453.0 %13.4 km
Werther (Westfalen)1290.8 %6.9 km
Halle (Westfalen)1250.0 %14.2 km
Enger1170.9 %5.7 km
Hiddenhausen1162.8 %11.5 km
Bünde1103.0 %10.1 km
Borgholzhausen890.0 %13.4 km
Rödinghausen871.2 %11.2 km
Melle450.0 %10.4 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Spenge

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Spenge liegt aktuell bei ca. 113 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 105 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (105 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 113 €/m²) liegt etwa 7,3% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Spenge liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 7,3% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 113 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Spenge finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 105 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.