Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Jülich 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Jülich 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Jülich liegt derzeit bei ca. 154 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 144 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,4% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Jülich entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigten Grundstücke in Jülich eine beachtliche Wertsteigerung. Der Bodenrichtwert entwickelte sich von 65 €/m² auf aktuell 144 €/m², was einem Gesamtanstieg von etwa 121 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Werte von 123 €/m² auf den historischen Höchststand von 182 €/m² kletterten.

Nach dem Erreichen des Spitzenwertes im Jahr 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein. Innerhalb von nur drei Jahren fiel der Bodenrichtwert um ca. 21 % auf das aktuelle Niveau von 144 €/m². Seit 2024 verharren die Werte stabil bei 144 €/m², was auf eine Beruhigung des Marktes nach der vorangegangenen Korrekturphase hindeutet.

Die aktuellen Preise liegen trotz des jüngsten Rückgangs noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der 2000er und 2010er Jahre. Im Vergleich zum Ausgangsniveau von 2000 haben Grundstücke in Jülich ihren Wert mehr als verdoppelt, während sie gegenüber dem Höchststand von 2021 etwa ein Fünftel an Wert verloren haben.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Jülich nach Größe?

In Jülich dominieren mittlere Grundstücksgrößen das Angebot deutlich. Die Kategorie 500–1.000 m² macht mit 57,1 % mehr als die Hälfte aller verfügbaren Grundstücke aus. Die übrigen Größenkategorien zwischen 250 m² und 5.000 m² sind jeweils mit 14,3 % gleichmäßig vertreten, während sehr kleine und sehr große Grundstücke nicht im Datensatz erscheinen.

Die Bodenrichtwerte zeigen durchschnittlich moderate Preisunterschiede zwischen den Kategorien. Die Grundstücke der Größe 250–500 m² weisen mit ca. 148 €/m² den niedrigsten Wert auf, während die Kategorie 2.000–5.000 m² mit ca. 177 €/m² am oberen Ende liegt. Die dominierenden mittelgroßen Grundstücke zwischen 500 und 1.000 m² liegen bei ca. 156 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Jülich zu verkaufen?

Durchschnitt: 11 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Jülich beträgt ca. 11 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke innerhalb eines überschaubaren Zeitraums einen Käufer finden.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Am schnellsten verkaufen sich Grundstücke in der Kategorie 500–1.000 m² mit nur ca. 9 Wochen Vermarktungsdauer. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie besonders große Flächen ab 2.000 m² benötigen mit 12 bis 14 Wochen spürbar länger bis zum Verkauf. Die mittleren Größenkategorien von 250–2.000 m² bewegen sich mit ca. 9 bis 11 Wochen im durchschnittlichen Bereich.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Jülich?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+9%
Voll vs. nicht erschlossen+17%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich merklich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Jülich Aufschläge von ca. 9% gegenüber teilerschlossenen und ca. 17% gegenüber unerschlossenen Grundstücken. Eine bestehende Baugenehmigung steigert den Wert um weitere ca. 8%, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und zeitaufwendige Genehmigungsverfahren entfallen.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Preis erheblich. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die zulässige bauliche Nutzung nach Bebauungsplan spielen eine wesentliche Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den Quadratmeterpreis vergleichen, sondern alle wertbestimmenden Merkmale in ihre Kalkulation einbeziehen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Jülich?

Der Bodenrichtwert in Jülich (Stadt) liegt bei 144 €/m², während der tatsächliche Grundstückspreis bei ca. 154 €/m² liegt. Dies entspricht einem Aufschlag von ca. 6,8 %, den Käufer im Durchschnitt über den reinen Bodenrichtwert hinaus zahlen. Die Differenz von ca. 10 €/m² kann bei einem typischen Baugrundstück bereits mehrere tausend Euro ausmachen.

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in Standardlage und berücksichtigt keine individuellen Eigenschaften. Der tatsächliche Grundstückspreis wird dagegen durch konkrete Lagemerkmale, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und aktuelle Marktverhältnisse beeinflusst. Faktoren wie Ecklagen, besondere Grundstücksformen oder die unmittelbare Nachbarschaft führen zu Abweichungen vom reinen Bodenrichtwert.

Bodenrichtwert144 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis154 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+6.8%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Jülich

Jülich liegt mit ca. 144 €/m² knapp unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 146 €/m². Deutlich günstiger zeigen sich Titz mit ca. 120 €/m² und Elsdorf mit ca. 121 €/m², während Inden mit ca. 173 €/m² und Langerwehe mit ca. 164 €/m² die höchsten Preise aufweisen.

In der Region zeigt sich ein erkennbares Preisgefälle, wobei die städtisch geprägteren Kommunen wie Eschweiler und Alsdorf mit ca. 157 €/m² bzw. 161 €/m² im oberen Segment liegen. Die ländlicher strukturierten Gemeinden bleiben überwiegend unter 130 €/m², was auf eine Konzentration höherer Grundstückspreise in Richtung der urbanen Zentren hindeutet.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Inden1730.0 %7.4 km
Langerwehe1640.0 %14.4 km
Alsdorf1614.8 %15.1 km
Eschweiler1575.0 %13.1 km
Baesweiler1560.7 %12.9 km
Aldenhoven1390.0 %8.2 km
Niederzier1380.0 %8.4 km
Linnich1320.0 %8.1 km
Elsdorf1210.0 %13.6 km
Titz1200.0 %8.3 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Jülich

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Jülich liegt aktuell bei ca. 154 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 144 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (144 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 154 €/m²) liegt etwa 6,8% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Jülich liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 6,8% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 154 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Jülich finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 144 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.