Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Rheda-Wiedenbrück 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Rheda-Wiedenbrück 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Rheda-Wiedenbrück liegt derzeit bei ca. 188 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 184 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,3% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Rheda-Wiedenbrück entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Bodenrichtwerte in Rheda-Wiedenbrück eine deutlich positive Entwicklung. Der Ausgangswert von 82 €/m² im Jahr 2000 stieg bis zum Höhepunkt im Jahr 2021 auf 230 €/m², was einem Zuwachs von 180,5 % über zwei Jahrzehnte entspricht. Besonders dynamisch verlief die Preisentwicklung zwischen 2016 und 2021, als die Werte von ca. 169 €/m² auf ca. 230 €/m² anstiegen.
Die jüngste Entwicklung seit 2021 zeigt jedoch eine markante Trendumkehr. Nach dem Erreichen des Höchststands erfolgten deutliche Korrekturen in den Jahren 2022 bis 2024, sodass der aktuelle Bodenrichtwert mit 184 €/m² wieder das Niveau von 2016 erreicht hat. Der Rückgang vom Höchststand beträgt ca. 20,0 % innerhalb von drei Jahren.
Im historischen Kontext liegen die aktuellen Preise dennoch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre. Trotz der jüngsten Korrektur ist der Bodenrichtwert heute mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende, was die nachhaltige Wertsteigerung des Standorts unterstreicht.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Rheda-Wiedenbrück nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Rheda-Wiedenbrück wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Mehr als die Hälfte aller Grundstücke (54,5 %) liegt in der Kategorie 500–1.000 m², während jeweils 18,2 % auf die Größenklassen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² entfallen. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie Großgrundstücke über 5.000 m² sind im erfassten Bestand nicht vertreten.
Die Bodenrichtwerte zeigen eine moderate Preisspanne zwischen den verfügbaren Größenkategorien. Die günstigsten Grundstücke finden sich mit durchschnittlich ca. 180 €/m² in der Kategorie 250–500 m², während größere Parzellen von 2.000–5.000 m² mit ca. 216 €/m² die höchsten Quadratmeterpreise aufweisen. Die stark nachgefragte mittlere Größenkategorie liegt bei durchschnittlich ca. 190 €/m².
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Rheda-Wiedenbrück zu verkaufen?
Durchschnitt: 10 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Rheda-Wiedenbrück liegt bei ca. 10 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke in angemessener Zeit einen Käufer finden, ohne dass es zu ausgeprägten Verkaufsverzögerungen kommt.
Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigt sich, dass mittelgroße Flächen von 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen am schnellsten vermarktet werden. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen deutlich längere Vermarktungszeiten von 11 bis 13 Wochen, wobei die Nachfrage nach sehr großen Grundstücken über 5.000 m² mit ca. 13 Wochen merklich schwächer ausfällt.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Rheda-Wiedenbrück?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich messbar auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Rheda-Wiedenbrück durchschnittlich ca. 11% höhere Preise als teilerschlossene Flächen. Gegenüber nicht erschlossenen Grundstücken beträgt der Preisaufschlag sogar ca. 18%, da Käufer sich die Kosten für Wasser-, Strom- und Abwasseranschlüsse sparen. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8%, weil sie Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.
Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis erheblich. Die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, die Grundstücksform und der Zuschnitt sowie die im Bebauungsplan festgelegten baulichen Nutzungsmöglichkeiten können deutliche Preisabweichungen vom Bodenrichtwert bewirken. Käufer sollten insbesondere Einschränkungen durch Baulasten, Altlasten oder ungünstige Bodenbeschaffenheit prüfen, da diese den Wert mindern können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Rheda-Wiedenbrück?
Der Grundstückspreis liegt in Rheda-Wiedenbrück mit ca. 188 €/m² etwa 2% über dem Bodenrichtwert von 184 €/m². Diese geringe Differenz bedeutet, dass Käufer für konkrete Grundstücke im Durchschnitt nur minimal mehr zahlen als der amtliche Richtwert angibt. Der Aufschlag von ca. 4 €/m² fällt bei einem durchschnittlichen Grundstück von 500 m² mit rund 2.000 € ins Gewicht.
Der Bodenrichtwert dient als Orientierungsgröße für durchschnittliche Lagen und wird von Gutachterausschüssen ermittelt. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die exakte Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit. Besonders attraktive Eckgrundstücke oder Grundstücke in bevorzugten Wohngebieten erzielen daher höhere Preise, während weniger begehrte Lagen auch unterhalb des Bodenrichtwerts gehandelt werden können.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Rheda-Wiedenbrück
Rheda-Wiedenbrück liegt mit ca. 184 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 126 €/m². Nur die nahegelegenen Städte Gütersloh mit ca. 253 €/m² und Verl mit ca. 220 €/m² weisen höhere Werte auf, während Wadersloh mit ca. 64 €/m² und Beelen mit ca. 70 €/m² deutlich günstiger sind. Die mittleren Preislagen finden sich in Rietberg mit ca. 130 €/m² und Delbrück mit ca. 123 €/m².
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen städtischen Zentren und ländlichen Gemeinden. Die höchsten Grundstückspreise konzentrieren sich auf Gütersloh als größtes urbanes Zentrum sowie die angrenzenden Städte Rheda-Wiedenbrück und Verl, während kleinere Gemeinden wie Wadersloh und Beelen weniger als die Hälfte dieser Werte erreichen.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Gütersloh | 253 | 0.0 % | 10.6 km |
| Verl | 220 | 5.2 % | 15.6 km |
| Rietberg | 130 | 0.0 % | 9.0 km |
| Delbrück | 123 | 7.5 % | 18.1 km |
| Harsewinkel | 114 | 0.0 % | 16.0 km |
| Herzebrock-Clarholz | 106 | 0.0 % | 8.5 km |
| Oelde | 98 | 2.2 % | 9.8 km |
| Langenberg | 90 | 0.0 % | 8.0 km |
| Beelen | 70 | 0.0 % | 15.9 km |
| Wadersloh | 64 | 0.0 % | 14.0 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Rheda-Wiedenbrück
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Rheda-Wiedenbrück liegt aktuell bei ca. 188 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 184 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (184 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 188 €/m²) liegt etwa 2% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Rheda-Wiedenbrück liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 2% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 188 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Rheda-Wiedenbrück finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 184 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.