Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Harsewinkel 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Harsewinkel 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Harsewinkel liegt derzeit bei ca. 114 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 110 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,4% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Harsewinkel entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigten die Grundstückspreise in Harsewinkel (Stadt) einen deutlichen Aufwärtstrend mit einer Steigerung von ca. 51 €/m² auf zwischenzeitlich ca. 143 €/m² im Jahr 2021. Diese Entwicklung entspricht nahezu einer Verdreifachung innerhalb von zwei Jahrzehnten. Lediglich in den Jahren 2008 und 2009 war eine kurze Korrekturphase zu beobachten, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzte.
Die jüngste Entwicklung seit 2021 zeigt jedoch eine deutliche Trendwende. Nach dem Höchststand von durchschnittlich ca. 143 €/m² im Jahr 2021 sanken die Preise kontinuierlich auf aktuell ca. 114 €/m², was einem Rückgang von rund 20,3 % entspricht. Seit 2024 haben sich die Werte bei ca. 114 €/m² stabilisiert und verharren auf diesem Niveau.
Trotz der jüngsten Korrektur liegen die aktuellen Grundstückspreise noch deutlich über dem Ausgangsniveau von 2000. Im Vergleich zum Langzeittrend bewegen sich die Preise auf einem Niveau, das etwa dem Stand von 2017 entspricht und damit weiterhin mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Jahrtausends ausfällt.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Harsewinkel nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Harsewinkel wird klar von mittelgroßen Grundstücken dominiert. Mit 66,7 % aller Grundstücke bildet die Kategorie 500–1.000 m² das deutliche Hauptsegment, während die Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² jeweils nur 16,7 % der verfügbaren Grundstücke ausmachen. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie große Grundstücke ab 2.000 m² sind aktuell nicht am Markt vertreten.
Die Preisunterschiede zwischen den vertretenen Größenkategorien fallen moderat aus. Die günstigsten Grundstücke finden sich in der Kategorie 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 110 €/m², während größere Parzellen zwischen 500–1.000 m² mit ca. 116 €/m² und 1.000–2.000 m² mit ca. 124 €/m² etwas höhere Quadratmeterpreise aufweisen. Der Preisunterschied zwischen der günstigsten und teuersten verfügbaren Kategorie beträgt somit ca. 14 €/m².
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Harsewinkel zu verkaufen?
Durchschnitt: 11 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Harsewinkel beträgt ca. 11 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderaten bis aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke innerhalb eines überschaubaren Zeitraums verkauft werden. Die Vermarktungsgeschwindigkeit liegt im soliden Mittelfeld und ermöglicht eine planbare Transaktionsabwicklung.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Parzellen zwischen 500–1.000 m² verkaufen sich mit ca. 9 Wochen am schnellsten, während sehr große Grundstücke ab 5.000 m² mit ca. 15 Wochen die längste Vermarktungsdauer aufweisen. Kleine Grundstücke bis 250 m² benötigen mit ca. 12 Wochen ebenfalls etwas mehr Zeit, während mittlere Größen zwischen 250–2.000 m² durchweg zügig am Markt platziert werden können.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Harsewinkel?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Harsewinkel ca. 9% höhere Preise als teilerschlossene und sogar ca. 18% mehr als unerschlossene Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 7%, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und die Bebauung beschleunigt.
Neben Erschließung und Baugenehmigung bestimmen weitere Faktoren den Grundstückswert maßgeblich. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan sollten Käufer sorgfältig prüfen. Auch Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Hanglage oder Altlasten können den tatsächlichen Kaufpreis vom Bodenrichtwert abweichen lassen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Harsewinkel?
Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Harsewinkel bei ca. 114 €/m² und damit rund 3,1 % über dem Bodenrichtwert von 110 €/m². Dies bedeutet, dass Käufer für ein 500 m² großes Grundstück etwa 2.000 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.
Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in Standardlage. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt zusätzlich individuelle Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und aktuelle Marktbedingungen. Besonders attraktive Lagen oder gut geschnittene Parzellen erzielen daher regelmäßig höhere Preise als der Bodenrichtwert angibt.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Harsewinkel
Harsewinkel liegt mit ca. 110 €/m² leicht unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 119 €/m². Deutlich günstiger sind Beelen mit ca. 70 €/m² und Bad Rothenfelde mit ca. 58 €/m², während Gütersloh mit ca. 253 €/m² und Rheda-Wiedenbrück mit ca. 188 €/m² deutlich höhere Preise aufweisen. Auf ähnlichem Niveau bewegen sich Herzebrock-Clarholz mit ca. 106 €/m² und Versmold mit ca. 104 €/m².
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen den größeren Städten und den kleineren Gemeinden. Die Kreisstädte Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück erreichen mit Abstand die höchsten Grundstückspreise, während kleinere Gemeinden wie Sassenberg und Borgholzhausen mit jeweils ca. 89 €/m² im unteren Preissegment liegen. Die Entfernung zur nächsten Großstadt spiegelt sich deutlich in der Preisstaffelung zwischen städtischen und ländlichen Lagen wider.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Gütersloh | 253 | 0.0 % | 13.6 km |
| Rheda-Wiedenbrück | 188 | 0.0 % | 16.0 km |
| Halle (Westfalen) | 125 | 0.0 % | 11.2 km |
| Steinhagen | 113 | 0.0 % | 11.8 km |
| Herzebrock-Clarholz | 106 | 0.0 % | 8.0 km |
| Versmold | 104 | 0.0 % | 8.2 km |
| Sassenberg | 89 | 2.5 % | 12.4 km |
| Borgholzhausen | 89 | 0.0 % | 14.6 km |
| Beelen | 70 | 0.0 % | 8.3 km |
| Bad Rothenfelde | 58 | 0.0 % | 14.7 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Harsewinkel
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Harsewinkel liegt aktuell bei ca. 114 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 110 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (110 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 114 €/m²) liegt etwa 3,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Harsewinkel liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 114 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Harsewinkel finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 110 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.