Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Erftstadt 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Erftstadt 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erftstadt liegt derzeit bei ca. 153 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 148 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 0,1% gestiegen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Erftstadt entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigt sich in Erftstadt eine deutliche Aufwärtsbewegung der Grundstückspreise von damals ca. 66 €/m² auf aktuell ca. 153 €/m². Dies entspricht einem langfristigen Anstieg um 131,8 % über einen Zeitraum von 25 Jahren. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 126 €/m² auf ca. 186 €/m² kletterten.
Die jüngste Entwicklung ist durch eine merkliche Korrektur geprägt. Nach dem Höchststand von ca. 186 €/m² im Jahr 2021 sanken die Grundstückspreise bis 2024 auf ca. 147 €/m², was einem Rückgang von 21,0 % innerhalb von drei Jahren entspricht. Im Jahr 2025 stabilisierten sich die Preise bei ca. 152 €/m² und zeigen damit eine leichte Erholung.
Die aktuellen Grundstückspreise liegen trotz der jüngsten Korrektur deutlich über dem langfristigen Durchschnitt und entsprechen in etwa dem Niveau von 2017. Der Bodenrichtwert von 148 €/m² markiert damit eine Position im oberen Drittel der historischen Preisentwicklung, jedoch mit einem Abstand von ca. 18 % zum bisherigen Spitzenwert.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Erftstadt nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Erftstadt wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Mit 6 von 11 Grundstücken entfällt über die Hälfte des Angebots auf die Kategorie 500–1.000 m², während die Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² jeweils 2 Grundstücke umfassen. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie großflächige Grundstücke über 5.000 m² sind im aktuellen Bestand nicht vertreten.
Die Bodenrichtwerte zeigen eine moderate Preisspanne zwischen den verschiedenen Größenkategorien. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 147 €/m², während größere Grundstücke zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 176 €/m² die höchsten Preise aufweisen. Die dominierende Kategorie 500–1.000 m² bewegt sich mit ca. 154 €/m² im mittleren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Erftstadt zu verkaufen?
Durchschnitt: 11 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Erftstadt liegt bei ca. 11 Wochen und kennzeichnet einen moderat aktiven Markt. Diese Zeitspanne deutet auf eine ausgewogene Angebots- und Nachfragesituation hin, bei der Grundstücke weder unmittelbar noch langwierig verkauft werden.
Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigt sich, dass Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen am schnellsten einen Käufer finden. Kleinere Parzellen bis 250 m² sowie mittlere Grundstücke zwischen 1.000–2.000 m² werden in ca. 11 bis 12 Wochen vermarktet. Deutlich längere Vermarktungszeiten von ca. 13 bis 14 Wochen benötigen größere Grundstücke ab 2.000 m², wobei die Dauer mit zunehmender Flächengröße weiter ansteigt.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Erftstadt?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich deutlich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Erftstadt ca. 10% höhere Preise als teilerschlossene Flächen, während der Aufschlag gegenüber unerschlossenen Grundstücken bei ca. 19% liegt. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 7%, da sie Planungssicherheit schafft und die Bauzeit verkürzt.
Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die Mikrolage innerhalb Erftstadts, der Grundstückszuschnitt sowie die Ausnutzbarkeit gemäß Bebauungsplan sollten Käufer besonders prüfen. Auch Bodenbeschaffenheit, Hangneigung und eventuelle Altlasten können den tatsächlichen Wert vom angegebenen Bodenrichtwert abweichen lassen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Erftstadt?
Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Erftstadt mit ca. 153 €/m² um etwa 2,9 % über dem Bodenrichtwert von 148 €/m². Diese Differenz bedeutet, dass Käufer für ein 500 m² großes Grundstück rund 2.500 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert erwarten lässt. Der Aufschlag bewegt sich damit in einem moderaten Bereich.
Der Grundstückspreis berücksichtigt zusätzlich zum Bodenrichtwert individuelle Merkmale des konkreten Grundstücks, wie etwa die exakte Lage innerhalb des Gebiets, den Erschließungsgrad oder die Grundstückszuschnittform. Auch die aktuelle Marktlage zum Zeitpunkt des Verkaufs fließt in den tatsächlichen Kaufpreis ein, während der Bodenrichtwert nur einen durchschnittlichen Orientierungswert für ein Gebiet darstellt.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Erftstadt
Erftstadt liegt mit ca. 148 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 248 €/m² der Nachbarstädte. Während Bornheim mit ca. 545 €/m² und die Kölner Randgemeinden Brühl sowie Hürth mit ca. 331 €/m² bzw. 325 €/m² erheblich teurer sind, liegen Weilerswist mit ca. 133 €/m² und Zülpich mit ca. 89 €/m² noch unter dem Erftstädter Niveau.
Es zeigt sich ein klares Preisgefälle in Richtung Köln, wobei die unmittelbar an die Großstadt angrenzenden Gemeinden die höchsten Bodenrichtwerte aufweisen. Die weiter westlich und südwestlich in ländlicheren Gebieten liegenden Kommunen wie Zülpich oder Weilerswist bleiben dagegen deutlich günstiger.
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Erftstadt
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erftstadt liegt aktuell bei ca. 153 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 148 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (148 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 153 €/m²) liegt etwa 2,9% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Erftstadt liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 2,9% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 153 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Erftstadt finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 148 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.