Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Halle (Westfalen) 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Halle (Westfalen) 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Halle (Westfalen) liegt derzeit bei ca. 125 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 119 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Halle (Westfalen) entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 haben die Grundstückspreise in Halle (Westfalen) eine deutliche Aufwärtsentwicklung durchlaufen. Der Bodenrichtwert stieg von 54 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 151 €/m² im Jahr 2021, was einem Zuwachs von rund 180 % entspricht. Diese langfristige Wertsteigerung verlief nicht linear, sondern war von mehreren kürzeren Konsolidierungsphasen begleitet, insbesondere zwischen 2008 und 2012.

In den letzten Jahren zeigt sich eine markante Trendwende nach der Hochphase. Nach dem Höchststand von 151 €/m² im Jahr 2021 folgte eine deutliche Korrektur, die den Bodenrichtwert bis 2024 auf 120 €/m² zurückführte. Dieser Rückgang um ca. 20 % innerhalb von drei Jahren stellt die stärkste Preiskorrektur seit Beginn der Aufzeichnung dar. Seit 2024 haben sich die Werte bei durchschnittlich ca. 125 €/m² stabilisiert.

Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Grundstückspreise trotz der jüngsten Korrektur weiterhin mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende. Das aktuelle Preisniveau entspricht in etwa dem Stand von 2023 und liegt damit deutlich über den Werten der frühen 2010er Jahre.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Halle (Westfalen) nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Halle (Westfalen) wird klar von mittleren Grundstücksgrößen geprägt. Die Kategorie 500–1.000 m² dominiert mit 60,0 % der Grundstücke, während sowohl kleinere Parzellen unter 250 m² als auch große Flächen über 2.000 m² im Bestand nicht vertreten sind. Die verbleibenden Angebote verteilen sich gleichmäßig auf die Größenklassen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils 20,0 %.

Bei den Quadratmeterpreisen zeigt sich eine moderate Preisspanne zwischen den verfügbaren Kategorien. Die Grundstücke der Größe 250–500 m² sind mit durchschnittlich ca. 120 €/m² am günstigsten, während die Kategorie 1.000–2.000 m² mit ca. 135 €/m² die höchsten Preise erreicht. Die dominierende mittlere Größenkategorie liegt mit ca. 126 €/m² im unteren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Halle (Westfalen) zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Halle (Westfalen) beträgt ca. 9 Wochen. Dies kennzeichnet einen aktiven Markt mit vergleichsweise zügiger Verkaufsgeschwindigkeit, bei dem Grundstücke innerhalb eines überschaubaren Zeitraums einen Käufer finden.

Bei der Analyse nach Größenkategorien zeigt sich, dass Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen am schnellsten vermarktet werden. Kleinere Parzellen bis 500 m² sowie mittlere Grundstücke zwischen 1.000–2.000 m² bewegen sich nahe dem Durchschnitt mit 9–10 Wochen. Deutlich längere Vermarktungszeiten erfordern große Grundstücke ab 2.000 m² mit 11–12 Wochen, wobei die Verkaufsdauer mit zunehmender Fläche kontinuierlich ansteigt.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Halle (Westfalen)?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+12%
Voll vs. nicht erschlossen+23%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Halle (Westfalen) einen Preisaufschlag von ca. 12 % gegenüber teilerschlossenen und ca. 23 % gegenüber unerschlossenen Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert um weitere ca. 8 %, da sie Planungssicherheit bietet und die Bauzeit verkürzt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen Lage und Baurecht den Kaufpreis maßgeblich. Der Grundstückszuschnitt, die Bodenbeschaffenheit sowie die im Bebauungsplan festgelegten Nutzungsmöglichkeiten wirken sich unmittelbar auf die Bebaubarkeit und damit auf den Quadratmeterpreis aus. Käufer sollten diese Faktoren gemeinsam mit den örtlichen Bodenrichtwerten prüfen, um eine realistische Preiseinschätzung zu erhalten.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Halle (Westfalen)?

Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Halle (Westfalen) mit ca. 125 €/m² etwa 4,3 % über dem Bodenrichtwert von 119 €/m². Diese Differenz ist in der Praxis üblich, da der Bodenrichtwert lediglich einen durchschnittlichen Orientierungswert für ein definiertes Gebiet darstellt. Käufer zahlen somit in der Regel einen Aufschlag auf den statistisch ermittelten Richtwert.

Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Lagemerkmale wie die konkrete Straße, Erschließungsgrad oder Grundstückszuschnitt, die beim pauschalen Bodenrichtwert nicht erfasst werden. Zudem fließen in den tatsächlichen Kaufpreis Faktoren wie Nachfragesituation und besondere Ausstattungsmerkmale ein. Der Bodenrichtwert dient daher als Ausgangsbasis, während der Marktpreis die spezifischen Eigenschaften des einzelnen Grundstücks widerspiegelt.

Bodenrichtwert119 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis125 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+4.3%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Halle (Westfalen)

Halle (Westfalen) liegt mit ca. 119 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 133 €/m². Während nahegelegene Städte wie Steinhagen mit ca. 113 €/m² und Borgholzhausen mit ca. 89 €/m² ähnliche oder niedrigere Preisniveaus aufweisen, liegen Werther (Westfalen)) mit ca. 129 €/m² sowie die größeren Städte Gütersloh mit ca. 253 €/m² und Bielefeld mit ca. 313 €/m² deutlich darüber.

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle in Richtung der Oberzentren. Je näher die Kommunen an den größeren Städten Bielefeld und Gütersloh liegen, desto höher fallen die Grundstückspreise aus, während ländlichere Gemeinden wie Dissen am Teutoburger Wald mit ca. 49 €/m² und Bad Rothenfelde mit ca. 58 €/m² deutlich günstigere Werte verzeichnen.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Bielefeld3130.3 %14.8 km
Gütersloh2530.0 %14.5 km
Werther (Westfalen)1290.8 %7.5 km
Harsewinkel1140.0 %11.2 km
Spenge1141.9 %14.2 km
Steinhagen1130.0 %5.9 km
Versmold1040.0 %10.9 km
Borgholzhausen890.0 %6.6 km
Bad Rothenfelde580.0 %13.4 km
Dissen am Teutoburger Wald490.0 %12.2 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Halle (Westfalen)

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Halle (Westfalen) liegt aktuell bei ca. 125 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 119 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Der Bodenrichtwert (119 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 125 €/m²) liegt etwa 4,3% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Halle (Westfalen) liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4,3% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 125 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Halle (Westfalen) finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite). Der aktuelle Wert liegt bei 119 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.