Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Stolberg 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Stolberg 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Stolberg liegt derzeit bei ca. 152 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 140 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 0,6% gestiegen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Stolberg entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigten die Grundstückspreise in Stolberg einen deutlichen Aufwärtstrend mit einer Steigerung von ca. 65 €/m² auf zwischenzeitlich 184 €/m² im Jahr 2021. Über diesen Zeitraum von zwei Jahrzehnten entwickelten sich die Werte nahezu kontinuierlich nach oben, wobei lediglich in den Jahren 2008 und 2009 eine kurzzeitige Delle zu verzeichnen war. Die Preise haben sich in dieser Langfristbetrachtung durchschnittlich um rund 183 % erhöht.

Die jüngste Entwicklung zeigt jedoch eine markante Trendwende: Nach dem Höchststand 2021 sanken die durchschnittlichen Grundstückspreise bis 2024 auf ca. 146 €/m², was einem Rückgang von etwa 20,7 % entspricht. Im Jahr 2025 stabilisierten sich die Preise bei ca. 151 €/m² und zeigen damit erstmals wieder eine leichte Erholung von durchschnittlich 3,4 %.

Die aktuellen Werte liegen trotz der jüngsten Korrektur noch deutlich über dem Ausgangsniveau von 2000 und bewegen sich ungefähr auf dem Preisniveau der Jahre 2017 und 2018. Der aktuelle Bodenrichtwert von 140 €/m² markiert einen Rückgang zum langjährigen Aufwärtstrend, bleibt aber mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Jahrtausends.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Stolberg nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Stolberg wird von mittelgroßen Grundstücken dominiert. Mit 6 von 13 Grundstücken bildet die Kategorie 500–1.000 m² den Schwerpunkt und repräsentiert 46,2 % des Angebots. Die Kategorien 1.000–2.000 m² (23,1 %) sowie 250–500 m² und 2.000–5.000 m² (jeweils 15,4 %) ergänzen das Portfolio, während sehr kleine und sehr große Flächen nicht vertreten sind.

Die Preisstruktur zeigt eine deutliche Spanne zwischen den Kategorien. Am günstigsten sind Grundstücke der Größe 250–500 m² mit ca. 146 €/m², während die Kategorie 2.000–5.000 m² mit ca. 174 €/m² den höchsten Preis erreicht. Die dominierende Größenkategorie 500–1.000 m² liegt mit durchschnittlich ca. 153 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Stolberg zu verkaufen?

Durchschnitt: 11 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Stolberg beträgt ca. 11 Wochen und liegt damit im moderaten Bereich. Der Markt zeigt insgesamt eine ausgeglichene Dynamik mit überschaubaren Vermarktungszeiten zwischen etwa zwei und dreieinhalb Monaten.

Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigt sich, dass Parzellen in der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen am schnellsten verkauft werden. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen dagegen deutlich längere Vermarktungszeiten, wobei Grundstücke über 5.000 m² mit ca. 14 Wochen am längsten auf dem Markt verbleiben. Die mittleren Größenkategorien zwischen 250 und 2.000 m² bewegen sich nahe am Durchschnitt und werden in ca. 11 Wochen veräußert.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Stolberg?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+17%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+9%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad eines Grundstücks wirkt sich erheblich auf den Kaufpreis aus. Voll erschlossene Grundstücke mit Anschlüssen für Wasser, Strom und Abwasser erzielen in Stolberg (Stadt) einen um ca. 10,0 % höheren Preis als teilerschlossene Flächen, während der Aufschlag gegenüber unerschlossenen Grundstücken sogar bei ca. 17,0 % liegt. Eine vorhandene Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 9,0 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und Zeit sowie Kosten im Genehmigungsverfahren einspart.

Neben Erschließung und Baugenehmigung beeinflussen weitere Merkmale den Grundstückspreis maßgeblich. Die Mikrolage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die Bodenbeschaffenheit spielen eine wesentliche Rolle bei der Preisbildung. Käufer sollten zudem die bauplanungsrechtlichen Vorgaben wie zulässige Geschossflächenzahl und Bauweise prüfen, da diese die Bebauungsmöglichkeiten und damit die wirtschaftliche Verwertbarkeit des Grundstücks bestimmen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Stolberg?

Der Bodenrichtwert in Stolberg beträgt 140 €/m², während der tatsächliche Grundstückspreis bei ca. 152 €/m² liegt. Dies entspricht einem Aufschlag von ca. 8,0 %, den Käufer beim Erwerb eines Grundstücks zusätzlich zum reinen Bodenrichtwert einkalkulieren müssen. Der Unterschied von ca. 12 €/m² summiert sich beispielsweise bei einem 500 m² großen Grundstück auf rund 6.000 €.

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert und berücksichtigt ausschließlich die Lage in einer definierten Zone. Der tatsächliche Grundstückspreis hingegen wird durch individuelle Faktoren wie Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad, Bodenbeschaffenheit und konkrete Bebauungsmöglichkeiten beeinflusst. Auch die aktuelle Marktsituation und spezifische Eigenschaften wie Hanglage oder Eckgrundstück fließen in den finalen Kaufpreis ein.

Bodenrichtwert140 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis152 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+8.0%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Stolberg

Stolberg liegt mit ca. 140 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 182 €/m². Während das nahe gelegene Aachen mit ca. 412 €/m² die höchsten Preise der Region aufweist, positioniert sich Stolberg im unteren Segment – nur Hürtgenwald mit ca. 109 €/m² und Simmerath mit ca. 52 €/m² sind günstiger. Die meisten Nachbarstädte wie Eschweiler, Langerwehe oder Alsdorf liegen zwischen 157 und 173 €/m².

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zur Großstadt Aachen, die als regionales Oberzentrum mit Abstand die höchsten Grundstückspreise verzeichnet. Die umliegenden Kommunen wie Würselen und Roetgen mit jeweils ca. 201-202 €/m² profitieren von der Nähe zur Großstadt, während ländlichere Gemeinden deutlich niedrigere Werte aufweisen.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Aachen4129.5 %10.9 km
Würselen2023.7 %11.9 km
Roetgen20113.6 %11.3 km
Düren1926.4 %15.3 km
Inden1730.0 %14.9 km
Langerwehe1640.0 %9.2 km
Alsdorf1614.8 %14.9 km
Eschweiler1575.0 %9.1 km
Hürtgenwald1090.0 %8.7 km
Simmerath52-7.3 %15.5 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Stolberg

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Stolberg liegt aktuell bei ca. 152 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 140 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (140 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 152 €/m²) liegt etwa 8% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Stolberg liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 8% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 152 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Stolberg finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 140 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.