Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Dorsten 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Dorsten 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Dorsten liegt derzeit bei ca. 183 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 167 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,6% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,1% gestiegen.
Der Markt befindet sich derzeit in einem Aufwärtstrend. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Dorsten entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 verzeichneten die Grundstückspreise in Dorsten eine deutliche Aufwärtsbewegung von ca. 77 €/m² auf aktuell ca. 183 €/m², was einer Steigerung von rund 138 % entspricht. Besonders dynamisch entwickelten sich die Preise zwischen 2015 und 2021, als die Quadratmeterpreise von ca. 147 €/m² auf einen Höchststand von ca. 217 €/m² kletterten. Zwischenzeitliche Rückgänge wie in den Jahren 2008 bis 2009 sowie 2022 bis 2024 unterbrachen diese Entwicklung nur kurzzeitig.
In den vergangenen Jahren zeigt sich ein volatilerer Verlauf mit einer markanten Korrektur nach dem Spitzenwert von 2021. Die Preise gaben zwischen 2021 und 2024 um rund 20,7 % nach und erreichten mit ca. 172 €/m² ihren niedrigsten Wert seit 2017. Im Jahr 2025 zeichnet sich mit ca. 184 €/m² eine erste Erholung ab, die jedoch noch deutlich unter dem Höchststand von 2021 liegt.
Die aktuellen Preise bewegen sich auf einem Niveau, das etwa dem Stand von 2020 entspricht und damit weiterhin erheblich über den Werten der frühen 2000er Jahre liegt. Trotz der jüngsten Korrektur liegt der langfristige Wertzuwachs seit 2000 bei durchschnittlich 4,4 % pro Jahr.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Dorsten
Die höchsten Grundstückspreise in Dorsten verzeichnet die Altstadt mit ca. 300 €/m², gefolgt von Hardt mit ca. 260 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in Lembeck mit ca. 166 €/m², Deuten mit ca. 167 €/m² und Altendorf-Ulfkotte mit ca. 168 €/m².
Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 134 €/m², was einer Differenz von etwa 44,7 % entspricht. Auffällig ist ein durchgängiges Preisgefälle von den zentralen Stadtteilen zu den Randlagen, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Stadtteilen relativ gleichmäßig ausfallen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Altstadt | 300 | 4.9 % |
| Hardt | 260 | 7.0 % |
| Feldmark | 211 | 8.2 % |
| Holsterhausen | 198 | 10.6 % |
| Hervest | 192 | 6.7 % |
| Wulfen | 189 | 8.6 % |
| Rhade | 179 | 7.8 % |
| Östrich | 173 | 6.8 % |
| Altendorf-Ulfkotte | 168 | 7.0 % |
| Deuten | 167 | 7.7 % |
| Lembeck | 166 | 7.1 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Dorsten nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Dorsten wird klar von mittelgroßen Grundstücken dominiert. Die Kategorie 500–1.000 m² macht mit 50,0 % die Hälfte aller Grundstücke aus, gefolgt von der Größenklasse 1.000–2.000 m² mit 22,2 %. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie sehr große Flächen über 5.000 m² sind in der Auswahl nicht vertreten.
Die Bodenrichtwerte zeigen deutliche Unterschied zwischen den Größenkategorien. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 176 €/m², während die teuerste Kategorie 2.000–5.000 m² ca. 211 €/m² erreicht. Die dominierenden mittelgroßen Grundstücke zwischen 500 und 1.000 m² bewegen sich mit ca. 185 €/m² im mittleren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Dorsten zu verkaufen?
Durchschnitt: 8 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Dorsten beträgt ca. 8 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke weder außergewöhnlich schnell noch auffällig langsam verkauft werden.
Die Analyse nach Grundstücksgröße zeigt nur geringe Unterschiede im Vermarktungstempo. Grundstücke in der Kategorie 500–1.000 m² werden mit ca. 7 Wochen am schnellsten abgesetzt, während größere Flächen ab 2.000 m² mit ca. 9 bis 10 Wochen eine etwas längere Vermarktungszeit aufweisen. Kleinere und mittlere Grundstücke bis 2.000 m² bewegen sich durchweg im Bereich von ca. 7 bis 8 Wochen.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Dorsten?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad beeinflusst den Grundstückspreis in Dorsten messbar: Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Aufschlag von ca. 10 %, gegenüber unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 19 %. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 7 %, da sie Planungssicherheit bietet und Käufern Zeit sowie Genehmigungsrisiken erspart.
Neben dem Erschließungszustand bestimmen weitere Faktoren den erzielbaren Kaufpreis wesentlich. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den Quadratmeterpreis vergleichen, sondern auch prüfen, welche Bebauung tatsächlich realisierbar ist und ob Altlasten oder Einschränkungen im Grundbuch vermerkt sind.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Dorsten?
Der Grundstückspreis in Dorsten liegt mit ca. 183 €/m² durchschnittlich etwa 9,4 % über dem Bodenrichtwert von 167 €/m². Dies bedeutet, dass Käufer für ein Grundstück in der Regel mehr zahlen müssen als der reine Bodenrichtwert ausweist. Bei einem 500 m² großen Grundstück entspricht dieser Aufschlag einem Mehrbetrag von ca. 8.000 €.
Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in Standardlage, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, die Grundstücksgröße und -zuschnitt, die Erschließung sowie die Bodenbeschaffenheit. Besonders attraktive Lagen, gut geschnittene Grundstücke oder eine vollständige Erschließung führen zu höheren Verkaufspreisen gegenüber dem Bodenrichtwert.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Dorsten
Dorsten liegt mit ca. 167 €/m² leicht über dem regionalen Durchschnitt von ca. 160 €/m². Deutlich teurer sind die nahegelegenen Ruhrgebietsstädte Bottrop mit ca. 240 €/m², Gladbeck mit ca. 217 €/m² und Herten mit ca. 216 €/m². Günstiger präsentieren sich die ländlicheren Gemeinden wie Reken mit ca. 87 €/m², Hünxe mit ca. 109 €/m² und Schermbeck mit ca. 111 €/m².
In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle zwischen urbanen und ländlichen Lagen. Die Städte im direkten Ruhrgebietsverbund erreichen Werte zwischen ca. 205 €/m² und 240 €/m², während die ländlich geprägten Gemeinden im Umland durchweg unter 130 €/m² bleiben. Haltern am See bildet mit ca. 168 €/m² eine Ausnahme und bewegt sich trotz Randlage auf ähnlichem Niveau wie Dorsten.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Bottrop | 240 | 8.5 % | 16.5 km |
| Gladbeck | 217 | 5.3 % | 15.7 km |
| Herten | 216 | 0.0 % | 16.1 km |
| Marl | 205 | 5.6 % | 9.8 km |
| Haltern am See | 168 | 0.0 % | 14.2 km |
| Heiden | 128 | 4.4 % | 12.7 km |
| Raesfeld | 123 | 0.0 % | 12.3 km |
| Schermbeck | 111 | 3.9 % | 10.8 km |
| Hünxe | 109 | 0.0 % | 17.4 km |
| Reken | 87 | 6.3 % | 13.3 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Dorsten
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Dorsten liegt aktuell bei ca. 183 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 167 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,6% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (167 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 183 €/m²) liegt etwa 9,4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Dorsten liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 9,4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 183 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Dorsten finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 167 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.