Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Raesfeld 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Raesfeld 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Raesfeld liegt derzeit bei ca. 123 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 114 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,4% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Raesfeld entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Raesfeld einen langfristigen Aufwärtstrend mit erheblicher Dynamik. Der Bodenrichtwert stieg von 52 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 145 €/m² im Jahr 2021, was einer Steigerung von knapp 180 % entspricht. Besonders deutlich beschleunigte sich die Preisentwicklung ab 2016, als die Werte innerhalb von fünf Jahren um über 35 % zulegten.

In den letzten Jahren vollzog sich jedoch eine markante Trendwende. Nach dem Höchststand 2021 sanken die Bodenrichtwerte kontinuierlich und liegen aktuell bei 114 €/m², was einem Rückgang von ca. 21 % gegenüber dem Spitzenwert entspricht. Die Korrektur setzte 2022 ein und stabilisierte sich 2024 auf dem aktuellen Niveau.

Trotz der jüngsten Preisanpassung liegen die aktuellen Werte noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im historischen Vergleich befinden sich die Grundstückspreise weiterhin auf einem mehr als doppelt so hohen Niveau wie zur Jahrtausendwende, auch wenn die außergewöhnliche Preissteigerungsphase der Jahre 2016 bis 2021 nicht fortgesetzt wurde.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Raesfeld nach Größe?

In Raesfeld konzentriert sich das Grundstücksangebot ausschließlich auf die Größenkategorie 500–1.000 m², die 100,0 % der verfügbaren Grundstücke umfasst. Die beiden erfassten Grundstücke liegen damit im mittleren Größensegment, während sowohl kleinere als auch größere Kategorien aktuell nicht am Markt vertreten sind.

Der Bodenrichtwert für die Kategorie 500–1.000 m² liegt bei durchschnittlich ca. 125 €/m². Im Vergleich der theoretischen Werte über alle Größenkategorien bewegen sich die Preise zwischen ca. 99 €/m² für Flächen über 5.000 m² und ca. 188 €/m² für Kleinstgrundstücke unter 250 m², wobei diese Kategorien in Raesfeld derzeit keine tatsächlichen Angebote aufweisen.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Raesfeld zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Raesfeld beträgt ca. 9 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen aktiven Grundstücksmarkt hin, bei dem Verkaufsprozesse zügig abgeschlossen werden.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Parzellen in der Kategorie 500–1.000 m² vermarkten sich mit ca. 8 Wochen am schnellsten, gefolgt von den Größen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen. Deutlich längere Vermarktungszeiten benötigen große Grundstücke ab 2.000 m², wobei Flächen über 5.000 m² mit ca. 12 Wochen die längste Marktpräsenz aufweisen.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Raesfeld?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+19%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich deutlich auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück kostet in Raesfeld ca. 10% mehr als ein nur teilerschlossenes und ca. 19% mehr als ein unerschlossenes Grundstück. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Preis zusätzlich um ca. 8%, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und Zeit sowie Kosten spart.

Neben dem Erschließungsgrad bestimmen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis erheblich. Die konkrete Lage innerhalb des Ortes, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan können zu deutlichen Abweichungen vom Bodenrichtwert führen. Käufer sollten diese Aspekte sorgfältig prüfen, da beispielsweise ein ungünstiger Zuschnitt oder eingeschränktes Baurecht den Wert spürbar mindern können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Raesfeld?

Der Grundstückspreis in Raesfeld liegt mit ca. 123 €/m² rund 7,4 % über dem Bodenrichtwert von 114 €/m². Bei einem durchschnittlichen Grundstück von 800 m² entspricht dies einem Preisunterschied von ca. 7.200 €. Diese Differenz zeigt, dass der Bodenrichtwert als Orientierungswert dient, während der tatsächliche Kaufpreis in der Regel darüber liegt.

Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale des konkreten Grundstücks, die im pauschalen Bodenrichtwert nicht enthalten sind. Dazu zählen Faktoren wie die genaue Lage innerhalb der Zone, die Grundstücksgröße und -form, der Erschließungsgrad sowie besondere Eigenschaften wie Hanglage oder Grenzbebauung. Der Bodenrichtwert basiert hingegen auf durchschnittlichen Lagewerten und stellt einen statistischen Mittelwert für ein definiertes Gebiet dar.

Bodenrichtwert114 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis123 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+7.4%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

Bodenrichtwerte für Raesfeld ansehen

Grundstückspreise der Region Raesfeld

Raesfeld liegt mit ca. 114 €/m² leicht unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 119 €/m². Während Schermbeck mit ca. 111 €/m² und Rhede mit ca. 103 €/m² noch günstigere Werte aufweisen, liegen Borken mit ca. 126 €/m² und Heiden mit ca. 128 €/m² im mittleren Preissegment. Deutlich teurer zeigen sich Dorsten und Bocholt mit ca. 152 €/m².

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen städtischen und ländlichen Standorten. Die größeren Städte wie Dorsten und Bocholt weisen deutlich höhere Bodenrichtwerte auf, während kleinere Gemeinden wie Velen mit ca. 76 €/m² und Reken mit ca. 87 €/m² die günstigsten Preise der Region verzeichnen. Raesfeld positioniert sich damit im unteren Mittelfeld der westmünsterländischen Gemeinden.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Dorsten1847.0 %12.3 km
Bocholt1522.1 %18.7 km
Heiden1284.4 %10.7 km
Borken1268.4 %9.6 km
Hamminkeln1178.7 %15.0 km
Schermbeck1113.9 %7.4 km
Hünxe1090.0 %14.6 km
Rhede1035.6 %11.2 km
Reken876.3 %17.2 km
Velen767.4 %16.7 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Raesfeld

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Raesfeld liegt aktuell bei ca. 123 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 114 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (114 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 123 €/m²) liegt etwa 7,4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Raesfeld liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 7,4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 123 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Raesfeld finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 114 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.