Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Herten 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Herten 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Herten liegt derzeit bei ca. 216 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 210 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Herten entwickelt?
In Herten zeigt sich seit dem Jahr 2000 eine deutliche Aufwärtsbewegung der Grundstückspreise. Von durchschnittlich ca. 97 €/m² im Jahr 2000 stiegen die Preise kontinuierlich auf einen Höchststand von ca. 271 €/m² im Jahr 2021, was einem Zuwachs von rund 179,4 % über zwei Jahrzehnte entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2016 und 2021, in der sich die Preise von ca. 199 €/m² auf ca. 271 €/m² erhöhten.
Nach dem Erreichen des Höchststands im Jahr 2021 hat sich der Markt deutlich abgekühlt. Seit 2022 sind die Grundstückspreise merklich gesunken und liegen aktuell bei ca. 216 €/m², was einem Rückgang von etwa 20,3 % gegenüber dem Spitzenwert entspricht. Diese Korrektur hat die Preise auf das Niveau von 2017 zurückgeführt.
Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Preise dennoch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt und mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Betrachtungszeitraums. Der aktuelle Bodenrichtwert von 210 €/m² stabilisiert sich seit 2024 und zeigt keine weitere Abwärtstendenz.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Herten
Die teuersten Grundstücke in Herten befinden sich in Disteln mit ca. 263 €/m², gefolgt von Paschenberg mit ca. 242 €/m². Am günstigsten ist der Stadtteil Bertlich mit ca. 188 €/m² im Bodenrichtwert, knapp vor Südwest mit ca. 191 €/m².
Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 75 €/m², was einer Differenz von rund 35,7 % entspricht. Auffällig ist, dass die nördlichen und östlichen Stadtteile durchschnittlich höhere Werte aufweisen, während die südlichen und westlichen Lagen tendenziell im unteren Preissegment liegen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Disteln | 263 | 3.1 % |
| Paschenberg | 242 | 6.1 % |
| Langenbochum | 229 | 5.5 % |
| Mitte | 228 | 5.6 % |
| Westerholt | 224 | 4.2 % |
| Scherlebeck | 211 | 3.4 % |
| Südost | 210 | 3.4 % |
| Südwest | 198 | 4.8 % |
| Bertlich | 194 | 2.6 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Herten nach Größe?
Die Grundstücke in Herten konzentrieren sich deutlich auf die mittleren Größenkategorien. Mit 50,0 % dominiert die Kategorie 500–1.000 m² das Angebot, gefolgt von Grundstücken zwischen 1.000–2.000 m² mit 21,4 %. Die kleineren Parzellen von 250–500 m² sowie die größeren Flächen von 2.000–5.000 m² sind mit jeweils 14,3 % vertreten, während sehr kleine und sehr große Grundstücke nicht verfügbar sind.
Bei den Preisen zeigen sich moderate Unterschiede zwischen den verfügbaren Kategorien. Die günstigsten Grundstücke liegen in der Größenklasse 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 208 €/m², während die Kategorie 2.000–5.000 m² mit ca. 249 €/m² den höchsten Preis aufweist. Die am stärksten vertretene Kategorie 500–1.000 m² bewegt sich mit ca. 218 €/m² im mittleren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Herten zu verkaufen?
Durchschnitt: 10 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Herten beträgt ca. 10 Wochen. Der Grundstücksmarkt präsentiert sich damit moderat aktiv, wobei die Verkaufsgeschwindigkeit weder auf eine besonders hohe Nachfrage noch auf nennenswerte Vermarktungsschwierigkeiten hindeutet.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Die schnellste Vermarktung erfolgt bei Grundstücken der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen, während kleinere Parzellen bis 250 m² und mittelgroße Flächen zwischen 250 und 500 m² jeweils ca. 10–11 Wochen benötigen. Größere Grundstücke ab 2.000 m² weisen mit ca. 12–13 Wochen eine spürbar längere Vermarktungsdauer auf, wobei die Verkaufsdauer mit zunehmender Fläche kontinuierlich ansteigt.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Herten?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad eines Grundstücks wirkt sich erheblich auf den Kaufpreis aus. Voll erschlossene Grundstücke mit Anschlüssen für Wasser, Strom, Abwasser und Straßenanbindung erzielen in Herten ca. 12% höhere Preise als teilerschlossene und sogar ca. 22% mehr als unerschlossene Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 7%, da sie Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.
Neben dem Erschließungszustand bestimmen weitere Faktoren den Grundstückspreis maßgeblich. Die Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den Quadratmeterpreis vergleichen, sondern auch prüfen, welche Bebauungsmöglichkeiten das Baurecht zulässt und ob eventuelle Altlasten oder Einschränkungen bestehen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Herten?
Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Herten bei ca. 216 €/m² und damit etwa 3% über dem Bodenrichtwert von 210 €/m². Diese geringe Differenz bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück von 500 m² etwa 3.000 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.
Der Bodenrichtwert bildet lediglich den durchschnittlichen Wert unbebauter Grundstücke ab, während der tatsächliche Grundstückspreis zusätzliche Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, die Grundstücksgröße, der Zuschnitt sowie die Erschließung mit Strom, Wasser und Abwasser. Auch die aktuelle Marktsituation und individuelle Eigenschaften wie Bodenbeschaffenheit oder Hangneigung beeinflussen den finalen Kaufpreis.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Herten
Herten liegt mit ca. 210 €/m² leicht unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 226 €/m² der Nachbarstädte. Während Gelsenkirchen mit ca. 209 €/m² und Marl mit ca. 205 €/m² ähnliche Werte aufweisen, liegen Recklinghausen und Herne mit jeweils ca. 262 €/m² deutlich darüber. Günstiger zeigen sich Oer-Erkenschwick mit ca. 171 €/m² und Datteln mit ca. 161 €/m².
In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle, das sich an der Nähe zu größeren Zentren orientiert. Bochum erreicht als größte Stadt mit ca. 352 €/m² die höchsten Werte, während die kleineren und peripherer gelegenen Kommunen wie Datteln und Oer-Erkenschwick deutlich unter 200 €/m² bleiben. Bottrop mit ca. 240 €/m² ordnet sich im mittleren Preissegment ein.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Bochum | 352 | -0.3 % | 15.7 km |
| Recklinghausen | 262 | 0.0 % | 5.8 km |
| Herne | 262 | 0.0 % | 8.6 km |
| Bottrop | 240 | 8.5 % | 14.7 km |
| Gladbeck | 217 | 5.3 % | 10.8 km |
| Gelsenkirchen | 209 | 0.0 % | 6.3 km |
| Marl | 205 | 5.6 % | 7.9 km |
| Castrop-Rauxel | 189 | 0.5 % | 13.1 km |
| Oer-Erkenschwick | 171 | 0.0 % | 10.3 km |
| Datteln | 161 | 0.0 % | 15.3 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Herten
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Herten liegt aktuell bei ca. 216 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 210 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Der Bodenrichtwert (210 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 216 €/m²) liegt etwa 3% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Herten liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 216 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Herten finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 210 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.