Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Gladbeck 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Gladbeck 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Gladbeck liegt derzeit bei ca. 217 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 199 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 2,1% gestiegen.

Der Markt befindet sich derzeit in einem Aufwärtstrend. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Gladbeck entwickelt?

In Gladbeck zeigt sich seit dem Jahr 2000 eine deutliche Aufwärtsentwicklung der Grundstückspreise. Der Bodenrichtwert stieg von 84 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 236 €/m² im Jahr 2021, was einer Steigerung von ca. 181 % entspricht. Diese langfristige Entwicklung wurde lediglich durch moderate Korrekturen in den Jahren 2008/2009 sowie 2011 unterbrochen.

Die jüngste Entwicklung ist hingegen von einer markanten Trendwende geprägt. Nach dem Höchststand 2021 sanken die Bodenrichtwerte zunächst auf 189 €/m² im Jahr 2024, bevor sie 2025 wieder auf 199 €/m² anstiegen. Diese Korrekturphase von 2021 bis 2024 führte zu einem Rückgang von ca. 19,9 %.

Der aktuelle Bodenrichtwert von 199 €/m² liegt trotz der jüngsten Erholung weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 2021. Im historischen Vergleich bewegen sich die Preise damit etwa auf dem Niveau der Jahre 2017/2018 und liegen noch immer ca. 137 % über den Werten aus dem Jahr 2000.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Gladbeck

Im Stadtgebiet Gladbeck zeigt sich eine deutliche Preisspanne bei den Grundstückspreisen: Am teuersten ist Mitte I (West) mit durchschnittlich ca. 305 €/m², während Ellinghorst mit ca. 178 €/m² das günstigste Preisniveau aufweist. Die Bodenrichtwerte folgen diesem Muster mit ca. 280 €/m² in Mitte I (West) und ca. 163 €/m² in Ellinghorst.

Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 127 €/m², was einer Differenz von etwa 71,3 % entspricht. Auffällig ist das klare Preisgefälle von den zentralen Lagen zu den Außenbereichen, wobei die drei günstigsten Stadtteile Brauck, Alt-Rentfort und Ellinghorst alle unter 205 €/m² liegen.

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Mitte I (West)3051.7 %
Butendorf2444.7 %
Mitte II (Ost)2425.2 %
Rosenhügel2405.3 %
Rentfort-Nord22417.9 %
Schultendorf2209.5 %
Zweckel2106.1 %
Brauck2025.8 %
Alt-Rentfort19415.5 %
Ellinghorst17812.7 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Gladbeck nach Größe?

Die Verteilung der Grundstücke in Gladbeck zeigt eine klare Konzentration auf mittlere Größenkategorien. Mit 47,1 % dominieren Grundstücke zwischen 500–1.000 m² das Angebot, gefolgt von der Kategorie 1.000–2.000 m² mit 23,5 %. Kleinere Grundstücke zwischen 250–500 m² machen 17,6 % aus, während größere Flächen ab 2.000 m² nur 11,8 % der verfügbaren Grundstücke ausmachen.

Bei den Preisen zeigt sich eine moderate Spreizung zwischen den Kategorien. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 209 €/m², während die teuerste Kategorie 2.000–5.000 m² durchschnittlich ca. 250 €/m² erreicht. Die dominierenden mittleren Größenkategorien bewegen sich mit ca. 219 bis 235 €/m² im moderaten Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Gladbeck zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Gladbeck beträgt ca. 9 Wochen. Dies kennzeichnet einen moderat aktiven Markt, auf dem Grundstücke weder außergewöhnlich schnell noch auffällig langsam einen Käufer finden.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich leichte Unterschiede im Vermarktungstempo. Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² werden mit ca. 8 Wochen am schnellsten verkauft, während größere Grundstücke ab 2.000 m² mit ca. 10 bis 11 Wochen eine etwas längere Vermarktungszeit aufweisen. Die kleineren und mittleren Größenkategorien bis 2.000 m² bewegen sich mit ca. 9 Wochen im Durchschnittsbereich.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Gladbeck?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+11%
Voll vs. nicht erschlossen+19%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Gladbeck einen Preisaufschlag von ca. 11 % gegenüber teilerschlossenen und ca. 19 % gegenüber nicht erschlossenen Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert um weitere ca. 8 %, da sie Planungssicherheit bietet und die Bauzeit verkürzt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis maßgeblich. Die Mikrolage innerhalb Gladbecks, die Grundstücksform sowie die bauplanungsrechtlichen Vorgaben wie Geschossflächenzahl oder Bauweise bestimmen die tatsächliche Verwertbarkeit. Käufer sollten daher stets die konkreten Bebauungsmöglichkeiten und eventuelle Einschränkungen durch Altlasten oder Bodenbeschaffenheit prüfen lassen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Gladbeck?

Der Grundstückspreis liegt in Gladbeck mit ca. 217 €/m² etwa 9 Prozent über dem Bodenrichtwert von 199 €/m². Das bedeutet, dass für ein 500 m² großes Grundstück statt ca. 99.500 € (Bodenrichtwert) tatsächlich rund 108.500 € gezahlt werden müssen.

Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen statistischen Durchschnittswert für eine Zone dar, der aus vergangenen Kaufpreisen abgeleitet wird. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie Lage, Zuschnitt, Erschließungsgrad und Bebaubarkeit des konkreten Grundstücks. Auch die aktuelle Marktsituation und besondere Eigenschaften wie Hanglage oder Eckgrundstücke beeinflussen den finalen Kaufpreis.

Bodenrichtwert199 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis217 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+8.9%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Gladbeck

Gladbeck liegt mit ca. 199 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 238 €/m². Während Essen mit ca. 369 €/m² die höchsten Preise aufweist, sind die Nachbarstädte Dinslaken mit ca. 186 €/m² und Dorsten mit ca. 184 €/m² noch günstiger positioniert. Die unmittelbare Nachbarstadt Bottrop erreicht mit ca. 240 €/m² bereits den regionalen Durchschnitt.

In der Region zeigt sich ein ausgeprägtes Preisgefälle mit Essen als wirtschaftlichem Zentrum an der Spitze. Die Städte des nördlichen Ruhrgebiets wie Gladbeck, Dinslaken und Dorsten weisen durchweg niedrigere Bodenrichtwerte auf als die südlicher gelegenen Kommunen Herne und Recklinghausen mit jeweils ca. 262 €/m². Die Preisspanne zwischen den günstigsten und teuersten Standorten beträgt dabei ca. 185 €/m².

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Essen3690.3 %15.6 km
Herne2620.0 %16.3 km
Recklinghausen2620.0 %16.6 km
Oberhausen2553.4 %11.3 km
Bottrop2408.5 %4.1 km
Herten2160.0 %10.8 km
Gelsenkirchen2090.0 %6.7 km
Marl2055.6 %13.9 km
Dinslaken186-0.5 %14.1 km
Dorsten1847.0 %15.7 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Gladbeck

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Gladbeck liegt aktuell bei ca. 217 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 199 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (199 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 217 €/m²) liegt etwa 8,9% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Gladbeck liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 8,9% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 217 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Gladbeck finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 199 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.