Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Jüchen 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Jüchen 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Jüchen liegt derzeit bei ca. 131 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 128 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Jüchen entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Jüchen eine deutliche Aufwärtsentwicklung von ursprünglich ca. 58 €/m² auf aktuell ca. 131 €/m². Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 111 €/m² auf den Höchststand von ca. 164 €/m² stiegen. Zwischenzeitliche Rückgänge gab es lediglich in den Jahren 2008 bis 2009 sowie 2011 bis 2012, die jedoch vergleichsweise moderat ausfielen.
Die jüngste Entwicklung ist durch eine deutliche Trendwende gekennzeichnet. Nach dem Höchststand im Jahr 2021 setzte eine Korrektur um ca. 20,1 % ein, die die Preise bis 2024 auf ca. 131 €/m² zurückführte. Seit 2024 stagnieren die Werte und verharren auf diesem Niveau.
Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Preise trotz der jüngsten Rückgänge noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Gegenüber dem Ausgangsjahr 2000 ergibt sich weiterhin ein Wertzuwachs von ca. 125,9 %, wobei das Preisniveau des Jahres 2020 wieder erreicht wurde.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Jüchen nach Größe?
Die Angebotsstruktur in Jüchen wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Mit 60,0 % aller Grundstücke bildet die Kategorie 500–1.000 m² das Kernsegment, während die kleineren (250–500 m²) und größeren Flächen (1.000–2.000 m²) jeweils 20,0 % ausmachen. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie Grundstücke über 2.000 m² sind im Datensatz nicht vertreten.
Die Preisspanne zwischen den verfügbaren Kategorien fällt vergleichsweise moderat aus. Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 126 €/m², während die Kategorie 1.000–2.000 m² mit ca. 141 €/m² den höchsten Wert erreicht. Die dominierende Größenklasse 500–1.000 m² positioniert sich mit ca. 132 €/m² im mittleren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Jüchen zu verkaufen?
Durchschnitt: 9 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Jüchen beträgt ca. 9 Wochen. Diese relativ kurze Vermarktungszeit deutet auf einen aktiven Grundstücksmarkt mit konstanter Nachfrage hin, bei dem Angebote zügig platziert werden können.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede im Vermarktungstempo. Am schnellsten verkaufen sich Grundstücke der Größenklasse 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen, gefolgt von den Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen mit ca. 10–11 Wochen spürbar länger bis zur erfolgreichen Vermarktung.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Jüchen?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke mit Anschlüssen für Wasser, Strom und Abwasser erzielen in Jüchen ca. 12% höhere Preise als teilerschlossene Flächen. Gegenüber unerschlossenen Grundstücken beträgt der Aufschlag sogar ca. 21%, da Käufer die Kosten und den zeitlichen Aufwand für die Erschließung einsparen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8%, da sie Planungssicherheit schafft und eine zügige Bebauung ermöglicht.
Neben dem Erschließungszustand spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Preisbildung. Die Lage innerhalb der Stadt, die Anbindung an Infrastruktur sowie die Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten beeinflussen den Wert maßgeblich. Käufer sollten zudem den Grundstückszuschnitt, mögliche Altlasten und die Vorgaben des Bebauungsplans prüfen, da diese Parameter die tatsächliche Bebaubarkeit und damit die Wirtschaftlichkeit der Investition bestimmen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Jüchen?
Der Grundstückspreis in Jüchen liegt mit ca. 131 €/m² etwa 2,1 % über dem Bodenrichtwert von 128 €/m². Dieser geringe Aufschlag bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück nur geringfügig mehr zahlen als der amtliche Richtwert angibt. Bei einem 500 m² großen Grundstück entspricht dies einer Mehrausgabe von ca. 1.500 €.
Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen statistischen Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in vergleichbarer Lage dar. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit. Auch die aktuelle Marktsituation und spezifische Ausstattungsmerkmale fließen in den Verkaufspreis ein.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Jüchen
Jüchen liegt mit ca. 128 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 210 €/m². Während die Kreisstadt Grevenbroich mit ca. 128 €/m² ein identisches Preisniveau aufweist, sind die umliegenden Gemeinden Bedburg mit ca. 118 €/m², Erkelenz mit ca. 114 €/m² und Rommerskirchen mit ca. 118 €/m² noch günstiger. Deutlich teurer präsentieren sich Mönchengladbach mit ca. 371 €/m² und Neuss mit ca. 443 €/m².
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle in Richtung der größeren Städte: Je näher an den urbanen Zentren Neuss, Mönchengladbach und Kaarst (ca. 281 €/m²), desto höher die Bodenrichtwerte. Die ländlich geprägten Kommunen im südlichen und südöstlichen Umfeld bleiben mit Werten zwischen ca. 114 €/m² und 128 €/m² vergleichsweise moderat. Korschenbroich mit ca. 198 €/m² und Willich mit ca. 215 €/m² bilden eine preisliche Mittelposition zwischen den ländlichen und städtischen Lagen.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Neuss | 443 | 0.2 % | 15.7 km |
| Mönchengladbach | 371 | 0.0 % | 9.8 km |
| Kaarst | 281 | 8.9 % | 14.9 km |
| Willich | 215 | 5.1 % | 17.8 km |
| Korschenbroich | 198 | 0.0 % | 9.7 km |
| Grevenbroich | 128 | 0.0 % | 7.3 km |
| Titz | 120 | 0.0 % | 13.3 km |
| Bedburg | 118 | 0.0 % | 10.6 km |
| Rommerskirchen | 118 | 0.0 % | 13.8 km |
| Erkelenz | 114 | 0.0 % | 12.3 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Jüchen
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Jüchen liegt aktuell bei ca. 131 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 128 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Der Bodenrichtwert (128 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 131 €/m²) liegt etwa 2,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Jüchen liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 2,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 131 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Jüchen finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 128 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.