Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Viersen 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Viersen 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Viersen liegt derzeit bei ca. 152 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 143 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gefallen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,8% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Viersen entwickelt?

Zwischen 2000 und 2025 zeigen die Bodenrichtwerte in Viersen (Stadt) eine deutliche Aufwärtsbewegung von 65 €/m² auf 143 €/m², was einer Gesamtsteigerung von ca. 120 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Werte von 123 €/m² auf 182 €/m² kletterten und damit innerhalb von sechs Jahren um knapp 48 % zulegten.

Seit dem Höchststand im Jahr 2021 ist eine deutliche Trendwende erkennbar. Die Bodenrichtwerte gaben bis 2025 um ca. 21 % nach und stabilisieren sich aktuell bei 143 €/m². Diese Korrektur erfolgte nach der Phase starker Preissteigerungen zwischen 2016 und 2021.

Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Werte trotz der jüngsten Rückgänge noch deutlich über dem Niveau von 2017 (149 €/m²). Der langfristige Aufwärtstrend seit der Jahrtausendwende bleibt damit grundsätzlich intakt, auch wenn sich die Preise nach der Überhitzungsphase auf ein moderateres Niveau zurückbewegt haben.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Viersen

Die Grundstückspreise in Viersen zeigen deutliche stadtteilbezogene Unterschiede. In Alt-Viersen werden mit ca. 173 €/m² die höchsten Preise erreicht, während Boisheim mit ca. 115 €/m² das günstigste Preisniveau aufweist. Süchteln liegt mit ca. 161 €/m² im oberen Segment, Dülken positioniert sich bei ca. 130 €/m² im mittleren Bereich.

Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 58 €/m², was einer Differenz von etwa 50,4 % entspricht. Auffällig ist der durchgängige Preisabfall von den zentrumsnahen Stadtteilen zu den periphereren Lagen, wobei die Bodenrichtwerte konsistent etwa 6 bis 7 % unter den durchschnittlichen Grundstückspreisen liegen.

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Alt-Viersen1733.0 %
Süchteln1613.2 %
Dülken1302.4 %
Boisheim1151.8 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Viersen nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Viersen wird klar von mittleren Grundstücksgrößen dominiert. Die Kategorie 500–1.000 m² macht mit 50,0 % die Hälfte aller verfügbaren Grundstücke aus, gefolgt von Flächen zwischen 1.000–2.000 m² mit 22,2 %. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie sehr große Flächen über 5.000 m² sind im Bestand nicht vertreten.

Die Preisunterschiede zwischen den Größenkategorien fallen moderat aus und bewegen sich durchschnittlich zwischen ca. 146 €/m² und ca. 175 €/m². Die günstigsten Grundstücke finden sich in der Kategorie 250–500 m² mit ca. 146 €/m², während Flächen zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 175 €/m² die höchsten Preise erreichen. Auffällig ist, dass sehr große Grundstücke über 5.000 m² rechnerisch den niedrigsten Wert von ca. 122 €/m² aufweisen, im aktuellen Bestand jedoch nicht verfügbar sind.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Viersen zu verkaufen?

Durchschnitt: 11 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Viersen beträgt ca. 11 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hinweist. Diese Zeitspanne liegt im mittleren Bereich und deutet auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hin.

Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Am schnellsten verkaufen sich Flächen in der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen Vermarktungsdauer, gefolgt von den Größen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 11 Wochen. Kleinere Grundstücke bis 250 m² benötigen mit ca. 13 Wochen bereits spürbar länger, während große Flächen ab 2.000 m² mit 14 bis 15 Wochen die längsten Vermarktungszeiten aufweisen.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Viersen?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+13%
Voll vs. nicht erschlossen+23%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad beeinflusst den Grundstückspreis in Viersen maßgeblich: Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Preisaufschlag von ca. 13,0 %, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 23,0 % beträgt. Eine vorhandene Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8,0 %, da sie Planungssicherheit bietet und Genehmigungsrisiken ausschließt.

Neben dem Erschließungszustand spielen weitere Faktoren eine entscheidende Rolle: Die Mikrolage innerhalb Viersens, die Grundstücksgröße und der Zuschnitt beeinflussen die Verwertbarkeit erheblich. Käufer sollten zudem das geltende Baurecht prüfen, da Geschossflächenzahl und Bauweise die mögliche Bebauungsdichte und damit den wirtschaftlichen Wert des Grundstücks bestimmen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Viersen?

Der Grundstückspreis liegt in Viersen bei ca. 152 €/m² und damit rund 6,5 % über dem Bodenrichtwert von 143 €/m². Konkret bedeutet dies einen Aufschlag von etwa 9 €/m², was bei einem durchschnittlichen Grundstück von 500 m² eine Differenz von rund 4.500 € ausmacht.

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in Standardlage, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Faktoren wie Lage, Zuschnitt und Erschließung berücksichtigt. Zusätzlich fließen in den Marktpreis auch Besonderheiten wie Ecklagen, Bebauungsmöglichkeiten oder die unmittelbare Nachbarschaft ein, die im pauschalen Bodenrichtwert nicht abgebildet werden.

Bodenrichtwert143 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis152 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+6.5%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Viersen

Viersen liegt mit ca. 143 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 166 €/m². Während Schwalmtal mit ca. 117 €/m² und Wachtendonk mit ca. 108 €/m² günstiger sind, liegen Willich mit ca. 215 €/m² und besonders Mönchengladbach mit ca. 371 €/m² deutlich über dem Viersener Niveau.

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle in Richtung Mönchengladbach, das als größtes urbanes Zentrum die höchsten Grundstückspreise aufweist. Die kleineren, ländlicher geprägten Gemeinden wie Wachtendonk, Wegberg und Schwalmtal bewegen sich durchweg unter 125 €/m² und markieren damit das untere Preissegment der Region.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Mönchengladbach3710.0 %11.2 km
Willich2155.1 %10.9 km
Tönisvorst1607.2 %8.7 km
Nettetal1525.1 %9.8 km
Kempen1520.0 %13.9 km
Brüggen1360.0 %13.7 km
Grefrath1330.0 %8.7 km
Wegberg1230.9 %15.5 km
Schwalmtal1170.0 %8.0 km
Wachtendonk1080.0 %15.4 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Viersen

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Viersen liegt aktuell bei ca. 152 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 143 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gefallen.

Der Bodenrichtwert (143 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 152 €/m²) liegt etwa 6,5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Viersen liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 6,5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 152 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Viersen finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 143 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.