Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Erwitte 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Erwitte 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erwitte liegt derzeit bei ca. 50 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 46 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Erwitte entwickelt?

In Erwitte zeigt sich seit dem Jahr 2000 eine deutliche Aufwärtsentwicklung der Grundstückspreise. Der durchschnittliche Grundstückspreis stieg von ca. 22 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 62 €/m² im Jahr 2021, was einer Steigerung von rund 182 % über den gesamten Zeitraum entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 42 €/m² auf den Höchststand kletterten.

Die jüngste Entwicklung seit 2022 zeigt jedoch eine deutliche Trendwende mit rückläufigen Preisen. Innerhalb von drei Jahren gaben die durchschnittlichen Grundstückspreise von ca. 62 €/m² auf aktuell ca. 50 €/m² nach, was einem Rückgang von etwa 19,4 % entspricht. Diese Korrektur führte das Preisniveau annähernd auf den Stand von 2017 zurück, wobei sich die Werte seit 2024 stabilisiert haben.

Im historischen Vergleich bewegen sich die aktuellen Preise trotz der jüngsten Korrektur noch deutlich über dem Ausgangsniveau der 2000er Jahre. Das derzeitige Preisniveau von ca. 50 €/m² liegt weiterhin um etwa 127 % über den Werten vom Beginn des Beobachtungszeitraums und markiert damit ein mittleres Niveau der vergangenen zehn Jahre.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Erwitte nach Größe?

Die verfügbaren Bodenrichtwerte für Erwitte konzentrieren sich ausschließlich auf die Kategorie 500–1.000 m², die 100,0 % der erfassten Grundstücke umfasst. Kleinere und größere Grundstücksgrößen sind in der aktuellen Datenbasis nicht vertreten, sodass die Angebotsstruktur eine klare Fokussierung auf mittelgroße Parzellen zeigt.

Der durchschnittliche Bodenrichtwert für die Größenkategorie 500–1.000 m² liegt bei ca. 50 €/m². Im Vergleich zu den theoretischen Richtwerten anderer Kategorien würden kleinere Grundstücke unter 250 m² mit ca. 75 €/m² den höchsten Preis aufweisen, während Großgrundstücke über 5.000 m² mit ca. 40 €/m² am günstigsten bewertet wären.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Erwitte zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Erwitte beträgt ca. 10 Wochen, was auf einen moderaten bis aktiven Markt hindeutet. Dieser Wert liegt im mittleren Bereich und zeigt eine stabile Nachfrage bei überschaubaren Verkaufszeiten.

Bei der Betrachtung nach Größenkategorien zeigt sich, dass Grundstücke zwischen 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen am schnellsten vermarktet werden. Kleinere Parzellen unter 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen mit ca. 11 bis 13 Wochen deutlich längere Vermarktungszeiten, wobei besonders große Grundstücke über 5.000 m² mit ca. 13 Wochen die längste Verkaufsdauer aufweisen.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Erwitte?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+13%
Voll vs. nicht erschlossen+24%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+9%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück erzielt in Erwitte im Vergleich zu einem teilerschlossenen Grundstück einen Aufschlag von ca. 13 %, während der Preisunterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 24 % beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 9 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit gibt und den Baustart beschleunigt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den Grundstückspreis maßgeblich. Die Lage innerhalb der Stadt, der Grundstückszuschnitt sowie die im Bebauungsplan festgelegten baulichen Nutzungsmöglichkeiten spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den Quadratmeterpreis vergleichen, sondern auch prüfen, welche konkreten Bebauungsmöglichkeiten das jeweilige Baurecht zulässt und ob das Grundstück für das geplante Bauvorhaben geeignet ist.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Erwitte?

Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Erwitte mit ca. 50 €/m² etwa 5,7 % über dem Bodenrichtwert von 46 €/m². Das bedeutet konkret: Für ein 800 m² großes Grundstück ergibt sich ein Preisunterschied von rund 3.200 € zwischen dem rechnerischen Bodenrichtwert (36.800 €) und dem zu erwartenden Kaufpreis (ca. 40.000 €).

Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für eine Zone mit vergleichbaren Grundstücken. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, den Erschließungsgrad, die Grundstücksgröße und -form sowie eventuelle Besonderheiten des jeweiligen Objekts.

Bodenrichtwert46 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis50 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+5.7%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

Bodenrichtwerte für Erwitte ansehen

Grundstückspreise der Region Erwitte

Erwitte liegt mit ca. 46 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 57 €/m². Während die nahegelegenen Städte Lippstadt mit ca. 81 €/m² und Soest mit ca. 80 €/m² deutlich höhere Bodenrichtwerte aufweisen, liegen Anröchte mit ca. 44 €/m² und Rüthen mit ca. 28 €/m² unter dem Niveau von Erwitte.

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen urbanen Zentren und ländlich geprägten Gemeinden. Die größeren Städte wie Lippstadt, Soest und Langenberg mit ca. 90 €/m² erreichen deutlich höhere Werte, während kleinere und peripher gelegene Orte wie Rüthen und Warstein mit ca. 36 €/m² merklich günstiger sind.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Langenberg900.0 %17.4 km
Lippstadt81-1.3 %7.9 km
Soest800.0 %16.4 km
Wadersloh640.0 %13.7 km
Geseke550.0 %12.8 km
Bad Sassendorf540.0 %9.2 km
Anröchte4411.1 %6.9 km
Lippetal435.1 %16.9 km
Warstein360.0 %17.5 km
Rüthen280.0 %14.8 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Erwitte

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erwitte liegt aktuell bei ca. 50 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 46 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Der Bodenrichtwert (46 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 50 €/m²) liegt etwa 5,7% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Erwitte liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5,7% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 50 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Erwitte finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 46 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.