Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Soest 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Soest 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Soest liegt derzeit bei ca. 80 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 75 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Soest entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 haben sich die Grundstückspreise in Soest mehr als verdoppelt. Der Bodenrichtwert stieg von 34 €/m² im Jahr 2000 auf aktuell 75 €/m², was einem Zuwachs von rund 120 Prozent über den gesamten Zeitraum entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 64 €/m² auf den Höchststand von 95 €/m² kletterten.
Nach dem Erreichen des Spitzenwertes im Jahr 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein. Innerhalb von drei Jahren sank der Bodenrichtwert um 20 Prozent auf ca. 75 €/m². Diese Abwärtsbewegung verlangsamte sich jedoch zuletzt, die Werte stabilisierten sich zwischen 2024 und 2025 auf dem aktuellen Niveau.
Im historischen Vergleich liegen die gegenwärtigen Grundstückspreise trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Das aktuelle Preisniveau entspricht in etwa den Werten aus dem Jahr 2017 und markiert damit eine Rückkehr zu den Verhältnissen der mittleren 2010er-Jahre.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Soest nach Größe?
Die Verteilung der Grundstücke in Soest konzentriert sich deutlich auf mittlere Größen: 54,5 % der Grundstücke liegen in der Kategorie 500–1.000 m², die damit das Angebot klar dominiert. Die Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² sind mit jeweils 18,2 % vertreten, während nur ein Grundstück in der Größenklasse 2.000–5.000 m² erfasst wurde.
Die Preisstruktur zeigt moderate Unterschiede zwischen den Kategorien: Die günstigste Kategorie 250–500 m² liegt bei durchschnittlich ca. 77 €/m², während die teuerste Kategorie 0–250 m² ca. 121 €/m² erreicht. Die dominierenden Grundstücke zwischen 500–1.000 m² bewegen sich mit ca. 81 €/m² im mittleren Preissegment, größere Grundstücke ab 1.000 m² liegen zwischen ca. 86 und 92 €/m².
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Soest zu verkaufen?
Durchschnitt: 10 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Soest beträgt ca. 10 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Verkaufsprozesse zügig, aber nicht überhitzt ablaufen.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Am schnellsten verkaufen sich Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen Vermarktungsdauer. Kleinere Parzellen bis 250 m² sowie große Flächen ab 5.000 m² benötigen mit ca. 11–12 Wochen spürbar länger, während mittlere Größen zwischen 250 und 2.000 m² eine durchschnittliche bis leicht unterdurchschnittliche Vermarktungszeit aufweisen.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Soest?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück liegt in Soest um ca. 13 % über dem Preis eines teilerschlossenen und um ca. 22 % über einem unerschlossenen Grundstück. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 9 %, da sie Planungssicherheit bietet und direkte Bebaubarkeit ermöglicht.
Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie das jeweilige Baurecht spielen eine wesentliche Rolle bei der Preisbildung. Käufer sollten zudem Altlasten, Bodenbeschaffenheit und eventuelle Sanierungsauflagen prüfen, da diese den tatsächlichen Investitionsbedarf deutlich verändern können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Soest?
Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Soest bei ca. 80 €/m² und damit etwa 5 % über dem Bodenrichtwert von 75 €/m². Diese Differenz bedeutet, dass Käufer für ein 500 m² großes Grundstück rund 2.500 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.
Der Bodenrichtwert dient als durchschnittlicher Orientierungswert für ein unbebautes Grundstück in Standardlage. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und aktuelle Marktnachfrage. Auch besondere Merkmale wie Hanglage, Bodenbeschaffenheit oder die Nähe zu Infrastruktur beeinflussen den finalen Kaufpreis.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Soest
Soest liegt mit ca. 75 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 54 €/m². Lediglich Werl mit ca. 68 €/m² und Möhnesee mit ca. 67 €/m² erreichen ähnlich hohe Preisniveaus, während Lippetal mit ca. 43 €/m², Anröchte mit ca. 44 €/m² und Welver mit ca. 45 €/m² deutlich günstiger sind.
In der Region zeigt sich ein Preisgefälle von zentral zu peripher, wobei die Kreisstadt Soest als urbanes Zentrum die höchsten Werte aufweist. Die umliegenden kleineren Gemeinden bleiben mit Preisen zwischen ca. 43 €/m² und ca. 60 €/m² merklich darunter, was die zentrale Bedeutung Soests für die Region widerspiegelt.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Werl | 68 | 0.0 % | 12.3 km |
| Möhnesee | 67 | 0.0 % | 9.3 km |
| Wickede (Ruhr) | 60 | 0.0 % | 16.9 km |
| Arnsberg | 60 | 0.0 % | 17.0 km |
| Bad Sassendorf | 54 | 0.0 % | 7.2 km |
| Ense | 53 | 0.0 % | 10.7 km |
| Erwitte | 50 | 0.0 % | 16.4 km |
| Welver | 45 | 0.0 % | 8.5 km |
| Anröchte | 44 | 11.1 % | 15.5 km |
| Lippetal | 43 | 5.1 % | 12.1 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Soest
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Soest liegt aktuell bei ca. 80 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 75 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Der Bodenrichtwert (75 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 80 €/m²) liegt etwa 5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Soest liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 80 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Soest finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 75 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.