Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Gelsenkirchen 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Gelsenkirchen 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Gelsenkirchen liegt derzeit bei ca. 209 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 198 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Gelsenkirchen entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Gelsenkirchen einen deutlichen Aufwärtstrend mit erheblichen Schwankungen. Der Bodenrichtwert stieg von 88 €/m² im Jahr 2000 auf zwischenzeitlich 249 €/m² im Jahr 2021, was einer Steigerung von rund 183 % entspricht. Diese Entwicklung verlief nicht linear, sondern war geprägt von Wachstumsphasen und Konsolidierungen.
In den letzten Jahren hat sich eine markante Trendwende vollzogen. Nach dem Höchststand von 2021 sanken die Bodenrichtwerte kontinuierlich und liegen aktuell bei 198 €/m², was einem Rückgang von rund 20,5 % innerhalb von nur vier Jahren entspricht. Die durchschnittlichen Grundstückspreise folgten diesem Abwärtstrend parallel und verzeichneten einen Rückgang von ca. 263 €/m² auf ca. 209 €/m².
Die aktuellen Preise bewegen sich damit auf dem Niveau von 2017 und liegen etwa 125 % über den Werten aus dem Jahr 2000. Trotz der jüngsten Korrekturen bleiben die Grundstückspreise somit deutlich über dem langfristigen Ausgangsniveau, haben jedoch die Höchststände der Jahre 2020 bis 2021 nicht halten können.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Gelsenkirchen
Die teuersten Grundstücke in Gelsenkirchen finden sich in der Altstadt mit durchschnittlich ca. 373 €/m² beim Grundstückspreis und ca. 353 €/m² beim Bodenrichtwert. Am günstigsten präsentiert sich die Resser Mark mit ca. 150 €/m² beim Grundstückspreis, gefolgt von Scholven mit ca. 157 €/m². Die Stadtteile Buer und Feldmark bewegen sich mit ca. 254 €/m² bzw. ca. 238 €/m² im oberen Mittelfeld.
Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 223 €/m² beim Grundstückspreis, was einer Differenz von etwa 148,7 % entspricht. Auffällig ist eine deutliche Zweiteilung: Während die zentralen Stadtteile Altstadt, Buer und Feldmark über 230 €/m² liegen, sinken die Werte in den äußeren Bereichen wie Scholven und Resser Mark unter 160 €/m². Die mittleren Stadtteile zwischen Schalke und Bismarck zeigen mit Werten zwischen 200 und 220 €/m² eine relativ homogene Preisstruktur.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Altstadt | 373 | 0.0 % |
| Buer | 254 | 0.0 % |
| Feldmark | 238 | 0.0 % |
| Erle | 231 | -0.4 % |
| Ückendorf | 226 | -1.3 % |
| Schalke | 222 | 0.0 % |
| Rotthausen | 220 | 0.0 % |
| Bulmke-Hüllen | 220 | 0.0 % |
| Horst | 217 | 0.0 % |
| Neustadt | 217 | 0.0 % |
| Resse | 210 | -0.5 % |
| Bismarck | 202 | 0.0 % |
| Hassel | 194 | 1.6 % |
| Schalke-Nord | 183 | -1.1 % |
| Beckhausen | 180 | 0.0 % |
| Heßler | 175 | 0.0 % |
| Scholven | 157 | 0.0 % |
| Resser Mark | 150 | -1.3 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Gelsenkirchen nach Größe?
Die Analyse der 93 Grundstücke in Gelsenkirchen zeigt eine klare Konzentration auf mittlere Grundstücksgrößen. Die Kategorie 500–1.000 m² dominiert mit 46,2 % aller Grundstücke, gefolgt von der Größenklasse 250–500 m² mit 23,7 %. Kleinere Grundstücke unter 250 m² und sehr große Flächen über 2.000 m² sind mit zusammen nur 14,0 % deutlich seltener vertreten.
Die Quadratmeterpreise variieren zwischen den Größenkategorien durchschnittlich zwischen ca. 163 €/m² und ca. 331 €/m². Den höchsten Preis erreichen die kleinsten Grundstücke unter 250 m² mit ca. 331 €/m², während die größten Flächen über 5.000 m² mit ca. 163 €/m² am günstigsten sind. Die nachgefragte mittlere Größenkategorie 500–1.000 m² liegt preislich mit ca. 207 €/m² im unteren Bereich.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Gelsenkirchen zu verkaufen?
Durchschnitt: 9 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Gelsenkirchen beträgt ca. 9 Wochen. Dies deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, auf dem Grundstücke innerhalb eines überschaubaren Zeitraums einen Käufer finden.
Bei der Analyse nach Grundstücksgröße zeigt sich, dass Parzellen in der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen am schnellsten veräußert werden. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen mit 10 bis 11 Wochen eine längere Vermarktungszeit. Grundstücke zwischen 250 und 2.000 m² bewegen sich mit 8 bis 9 Wochen im schnelleren Segment des Marktes.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Gelsenkirchen?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad eines Grundstücks hat einen messbaren Einfluss auf den Kaufpreis in Gelsenkirchen. Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Preisaufschlag von ca. 14 %, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken bei ca. 22 % liegt. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Grundstückswert zusätzlich um ca. 7 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit gibt und Genehmigungsrisiken minimiert.
Neben dem Erschließungszustand bestimmen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis. Die Mikrolage innerhalb Gelsenkirchens, der Grundstückszuschnitt sowie die bauplanungsrechtlichen Vorgaben wie Geschossflächenzahl und Bauweise wirken sich unmittelbar auf die Verwertbarkeit aus. Käufer sollten daher nicht nur den Bodenrichtwert als Orientierung heranziehen, sondern diese grundstücksspezifischen Merkmale in ihre Kaufpreiskalkulation einbeziehen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Gelsenkirchen?
Der Grundstückspreis liegt in Gelsenkirchen mit ca. 209 €/m² etwa 5,6 % über dem Bodenrichtwert von 198 €/m². Das bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück rund 11 € mehr pro Quadratmeter zahlen als der Bodenrichtwert ausweist.
Der Bodenrichtwert dient als statistischer Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke in vergleichbarer Lage. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt hingegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, den Erschließungsgrad, den Zuschnitt der Fläche sowie die aktuelle Marktsituation. Diese grundstücksspezifischen Eigenschaften führen zu Abweichungen vom reinen Bodenrichtwert.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Gelsenkirchen
Gelsenkirchen liegt mit ca. 198 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 254 €/m². Während die Nachbarstädte Essen mit ca. 369 €/m² und Bochum mit ca. 352 €/m² erheblich teurer sind, bewegen sich Herten mit ca. 216 €/m² und Gladbeck mit ca. 217 €/m² näher am Gelsenkirchener Niveau. Lediglich Oer-Erkenschwick weist mit ca. 171 €/m² noch günstigere Werte auf.
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen den größeren Ruhrgebietsstädten und den kleineren Gemeinden. Die Grundstückspreise steigen in Richtung der wirtschaftlich stärkeren Zentren wie Essen und Bochum deutlich an, während kleinere Städte wie Gelsenkirchen, Herten oder Oer-Erkenschwick merklich niedrigere Werte aufweisen. Mittelgroße Städte wie Bottrop und Recklinghausen ordnen sich mit ca. 240 €/m² bzw. 262 €/m² im mittleren Preissegment ein.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Essen | 369 | 0.3 % | 13.9 km |
| Bochum | 352 | -0.3 % | 14.2 km |
| Herne | 262 | 0.0 % | 9.7 km |
| Recklinghausen | 262 | 0.0 % | 11.3 km |
| Oberhausen | 255 | 3.4 % | 16.1 km |
| Bottrop | 240 | 8.5 % | 10.6 km |
| Gladbeck | 217 | 5.3 % | 6.7 km |
| Herten | 216 | 0.0 % | 6.3 km |
| Marl | 205 | 5.6 % | 12.9 km |
| Oer-Erkenschwick | 171 | 0.0 % | 16.6 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Gelsenkirchen
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Gelsenkirchen liegt aktuell bei ca. 209 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 198 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Der Bodenrichtwert (198 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 209 €/m²) liegt etwa 5,6% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Gelsenkirchen liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5,6% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 209 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Gelsenkirchen finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 198 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.