Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Krefeld 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Krefeld 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Krefeld liegt derzeit bei ca. 333 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 310 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 1,3% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Krefeld entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Bodenrichtwerte in Krefeld eine deutliche Aufwärtsbewegung von anfänglich 136 €/m² auf zwischenzeitliche Höchstwerte. Über den gesamten Zeitraum ist der Bodenrichtwert um mehr als 128 % gestiegen, wobei die Entwicklung insbesondere ab 2016 an Dynamik gewann. Die durchschnittlichen Grundstückspreise folgten dieser Entwicklung mit vergleichbarem Verlauf und lagen konstant etwa 7 bis 10 % über den jeweiligen Bodenrichtwerten.

In den letzten Jahren vollzog sich jedoch eine markante Trendwende. Nach dem Erreichen des Höchststands im Jahr 2021 mit 382 €/m² beim Bodenrichtwert setzte eine deutliche Korrektur ein, die bis 2024 zu einem Rückgang von ca. 19 % führte. Die aktuellen Werte von 2025 zeigen mit 311 €/m² eine leichte Stabilisierung auf dem Niveau von etwa 2023, liegen jedoch weiterhin spürbar unter den Spitzenwerten der Jahre 2020 bis 2021.

Die gegenwärtigen Preise bewegen sich trotz der jüngsten Korrektur noch immer deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im historischen Vergleich entspricht das aktuelle Preisniveau in etwa den Werten von 2017, nachdem die zwischenzeitlichen Zuwächse der Hochpreisphase weitgehend korrigiert wurden.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Krefeld

Die teuersten Grundstücke in Krefeld finden sich in Cracau mit ca. 558 €/m², gefolgt von Bockum mit ca. 517 €/m² und der Stadtmitte mit ca. 502 €/m². Am günstigsten sind Grundstücke in Gellep-Stratum mit ca. 247 €/m², Traar-Hülser Berg mit ca. 250 €/m² und Hüls mit ca. 273 €/m².

Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 311 €/m², was einem Unterschied von etwa 125 Prozent entspricht. Auffällig ist ein deutliches Preisgefälle von den zentralen Stadtteilen zu den peripheren Lagen, wobei die durchschnittlichen Grundstückspreise in den äußeren Stadtteilen mehrheitlich unter 320 €/m² liegen.

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Cracau5584.3 %
Bockum5173.8 %
Stadtmitte502-4.0 %
Dießem - Lehmheide4301.7 %
Verberg-Gartenstadt4166.1 %
Kempener Feld - Baackeshof4034.7 %
Uerdingen3314.7 %
Inrath - Kliedbruch3156.4 %
Oppum3115.4 %
Fischeln3106.5 %
Benrad-Forstwald2847.2 %
Linn2836.0 %
Hüls2736.6 %
Traar-Hülser Berg2508.2 %
Gellep-Stratum2478.3 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Krefeld nach Größe?

Die Angebotsstruktur in Krefeld wird von mittelgroßen Grundstücken dominiert. Die Kategorie 500–1.000 m² stellt mit 46,2 % nahezu die Hälfte aller verfügbaren Grundstücke, gefolgt von der Größenklasse 250–500 m² mit 23,8 %. Sehr kleine Grundstücke unter 250 m² sowie große Flächen über 2.000 m² sind mit zusammen nur 15,0 % deutlich seltener vertreten.

Die Preise variieren durchschnittlich zwischen ca. 260 €/m² und ca. 526 €/m² je nach Grundstücksgröße. Die kleinsten Grundstücke unter 250 m² erzielen mit ca. 526 €/m² die höchsten Quadratmeterpreise, während übergroße Flächen ab 5.000 m² mit ca. 260 €/m² am günstigsten sind. Grundstücke im mittleren Größensegment zwischen 250 m² und 1.000 m² bewegen sich mit ca. 313 €/m² bis ca. 330 €/m² in einem ähnlichen Preisniveau.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Krefeld zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Krefeld beträgt ca. 10 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Verkäufe in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden können. Die Vermarktungszeiten bewegen sich über alle Größenkategorien hinweg in einem relativ engen Korridor zwischen 9 und 12 Wochen.

Die schnellste Vermarktung erfolgt bei Grundstücken der Größenordnung 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen. Kleinere Parzellen bis 250 m² sowie mittlere Grundstücke zwischen 250 und 500 m² benötigen mit 10 bis 11 Wochen geringfügig länger. Größere Flächen ab 2.000 m² weisen mit 11 bis 12 Wochen die längsten Vermarktungszeiten auf, wobei besonders Grundstücke über 5.000 m² mit durchschnittlich 12 Wochen am längsten auf dem Markt verbleiben.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Krefeld?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+16%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+9%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad eines Grundstücks wirkt sich deutlich messbar auf den Kaufpreis aus. Voll erschlossene Grundstücke mit Anschlüssen an Strom, Wasser, Kanal und öffentliche Straße erzielen in Krefeld im Vergleich zu teilerschlossenen Flächen einen Aufschlag von ca. 10,0 %, während nicht erschlossene Grundstücke rund 16,0 % günstiger gehandelt werden. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Grundstückswert zusätzlich um ca. 9,0 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.

Neben Erschließung und Genehmigungsstatus bestimmen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die Mikrolage innerhalb des Stadtgebiets, die Grundstücksgeometrie sowie die bauplanungsrechtlichen Vorgaben wie Geschossflächenzahl und zulässige Nutzungsart können zu erheblichen Preisunterschieden führen. Käufer sollten daher nicht allein den Bodenrichtwert betrachten, sondern alle wertbildenden Merkmale des konkreten Grundstücks in ihre Kalkulation einbeziehen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Krefeld?

Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Krefeld mit ca. 333 €/m² deutlich über dem Bodenrichtwert von 310 €/m². Dieser Aufschlag von ca. 7,1 % bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück etwa 23 € mehr pro Quadratmeter zahlen als der offizielle Richtwert ausweist.

Der Unterschied entsteht, weil der Grundstückspreis zusätzliche individuelle Eigenschaften berücksichtigt, die der standardisierte Bodenrichtwert nicht abbildet. Faktoren wie die genaue Lage innerhalb des Gebiets, die Grundstücksgröße, der Zuschnitt, die Erschließung oder besondere Entwicklungspotenziale fließen in den tatsächlichen Marktpreis ein. Der Bodenrichtwert dient dagegen als durchschnittlicher Orientierungswert für eine größere Zone mit vergleichbaren Grundstücken.

Bodenrichtwert310 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis333 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+7.1%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Krefeld

Krefeld liegt mit ca. 310 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 196 €/m². Nur Meerbusch übertrifft Krefeld mit ca. 321 €/m², während Kaarst mit ca. 281 €/m² ebenfalls im oberen Preissegment liegt. Deutlich günstiger sind Kempen mit ca. 152 €/m², Neukirchen-Vluyn mit ca. 151 €/m² und Rheurdt mit ca. 106 €/m².

In der Region zeigt sich ein ausgeprägtes Preisgefälle zwischen städtisch geprägten Kommunen und ländlicheren Gemeinden. Die höchsten Werte erreichen die Rhein-nahen Städte Meerbusch, Krefeld und Kaarst, während kleinere Gemeinden wie Rheurdt, Grefrath oder Neukirchen-Vluyn weniger als die Hälfte kosten. Selbst die Großstadt Duisburg liegt mit ca. 213 €/m² merklich unter dem Krefelder Niveau.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Meerbusch3210.3 %9.4 km
Kaarst2818.9 %14.1 km
Moers2284.8 %12.3 km
Willich2155.1 %10.1 km
Duisburg2130.0 %15.1 km
Tönisvorst1607.2 %9.4 km
Kempen1520.0 %10.6 km
Neukirchen-Vluyn151-2.7 %11.1 km
Grefrath1330.0 %15.9 km
Rheurdt1063.1 %13.9 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Krefeld

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Krefeld liegt aktuell bei ca. 333 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 310 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (310 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 333 €/m²) liegt etwa 7,1% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Krefeld liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 7,1% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 333 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Krefeld finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 310 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.