Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Lübbecke 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Lübbecke 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Lübbecke liegt derzeit bei ca. 60 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 56 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 1,6% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Lübbecke entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Lübbecke eine deutliche Aufwärtsentwicklung. Von anfänglich ca. 27 €/m² stiegen die Preise über zwei Jahrzehnte hinweg auf einen Höchststand von ca. 75 €/m² im Jahr 2021, was einem Gesamtanstieg von etwa 178 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2016 und 2021, als die Preise innerhalb von nur fünf Jahren um rund 39 % zulegten.

Nach dem Höhepunkt 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein, die die Preise bis 2024 auf ca. 60 €/m² zurückführte. Dieser Rückgang von etwa 20 % innerhalb von drei Jahren markiert eine signifikante Trendwende nach der vorangegangenen Wachstumsphase. Im Jahr 2025 zeigt sich mit ca. 61 €/m² erstmals wieder eine leichte Stabilisierung auf diesem niedrigeren Niveau.

Die aktuellen Preise liegen damit deutlich über den Werten der 2000er Jahre, aber merklich unter dem Spitzenniveau von 2021. Im langfristigen Vergleich bewegen sich die Grundstückspreise gegenwärtig etwa auf dem Niveau von 2017 und repräsentieren eine Konsolidierung nach der ausgeprägten Preisspitze der frühen 2020er Jahre.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Lübbecke nach Größe?

In Lübbecke dominieren klar die Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m², die mit 66,7 % den überwiegenden Teil des Angebots ausmachen. Die Kategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² sind mit jeweils 16,7 % deutlich schwächer vertreten, während die kleinen sowie die sehr großen Grundstücke in der Statistik nicht erfasst sind.

Bei den Preisen zeigen sich moderate Unterschiede zwischen den verfügbaren Kategorien. Die Spanne reicht von ca. 58 €/m² in der Kategorie 250–500 m² bis zu ca. 65 €/m² bei Grundstücken zwischen 1.000–2.000 m². Die dominierende Größenklasse 500–1.000 m² liegt mit durchschnittlich ca. 61 €/m² im mittleren Preissegment.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Lübbecke zu verkaufen?

Durchschnitt: 11 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Lübbecke liegt bei ca. 11 Wochen und kennzeichnet damit einen moderat aktiven Markt. Die Verkaufsgeschwindigkeit bewegt sich im mittleren Bereich, weder besonders dynamisch noch träge.

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Grundstücksgröße: Parzellen zwischen 500–1.000 m² werden mit ca. 9 Wochen am schnellsten vermarktet, während sehr große Grundstücke ab 5.000 m² mit ca. 15 Wochen die längste Verkaufsdauer aufweisen. Kleinere Grundstücke bis 250 m² benötigen ca. 12 Wochen, mittlere Größen zwischen 250–2.000 m² liegen bei ca. 11 Wochen, und auch größere Flächen zwischen 2.000–5.000 m² verzeichnen mit ca. 13 Wochen eine verlängerte Vermarktungszeit.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Lübbecke?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+17%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich messbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück erzielt gegenüber einem teilerschlossenen Grundstück einen Aufschlag von ca. 10 %, während der Preisunterschied zu unerschlossenen Grundstücken bei ca. 17 % liegt. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8 %, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und Wartezeiten verkürzt.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Quadratmeterpreis erheblich. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, die Grundstücksgröße und der Zuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten zudem auf Altlasten, Bodenbeschaffenheit und mögliche Erschließungsbeiträge achten, die den effektiven Grundstückspreis nachträglich verändern können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Lübbecke?

Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Lübbecke (Stadt) mit ca. 60 €/m² um etwa 6,8 % über dem Bodenrichtwert von 56 €/m². Dies bedeutet, dass Käufer für ein Grundstück durchschnittlich rund 4 €/m² mehr zahlen als der offizielle Richtwert angibt.

Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen statistischen Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke dar, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, die Grundstücksgröße, der Zuschnitt, die Erschließung sowie die aktuelle Marktsituation. Diese objektspezifischen Merkmale führen dazu, dass der Kaufpreis vom Bodenrichtwert abweicht.

Bodenrichtwert56 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis60 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+6.8%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Lübbecke

Lübbecke liegt mit ca. 56 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 70 €/m². Während Nachbarstädte wie Bünde mit ca. 110 €/m², Löhne mit ca. 103 €/m² und Kirchlengern mit ca. 95 €/m² erheblich teurer sind, bewegen sich Preußisch Oldendorf mit ca. 40 €/m² und Hille mit ca. 43 €/m² auf einem günstigeren Niveau.

In der Region zeigt sich ein ausgeprägtes Preisgefälle mit höheren Werten in den südöstlich gelegenen Gemeinden nahe Bielefeld. Die westlichen und nördlichen Nachbarorte wie Espelkamp mit ca. 49 €/m² und Hüllhorst mit ca. 48 €/m² bleiben deutlich unter den Preisen der urbaner geprägten Gemeinden Bünde und Löhne.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Bünde1103.0 %12.1 km
Löhne1032.1 %14.1 km
Kirchlengern952.2 %9.9 km
Rödinghausen871.2 %11.8 km
Bad Oeynhausen822.7 %15.4 km
Espelkamp492.2 %6.9 km
Hüllhorst480.0 %5.5 km
Hille430.0 %10.4 km
Bad Essen430.0 %16.3 km
Preußisch Oldendorf400.0 %7.9 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Lübbecke

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Lübbecke liegt aktuell bei ca. 60 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 56 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (56 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 60 €/m²) liegt etwa 6,8% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Lübbecke liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 6,8% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 60 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Lübbecke finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 56 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.