Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Bocholt 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Bocholt 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Bocholt liegt derzeit bei ca. 152 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 145 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 1,7% gefallen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Bocholt entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Bocholt eine deutlich positive Langfristentwicklung mit einem Anstieg von ca. 67 €/m² auf aktuell ca. 152 €/m². Diese Entwicklung verlief nicht linear, sondern war durch mehrere Phasen geprägt: Nach einem ersten Wachstumsschub zwischen 2002 und 2007 folgte eine Konsolidierungsphase bis 2012, bevor ab 2013 ein kontinuierlicher Aufwärtstrend einsetzte.
Die jüngste Entwicklung ist durch eine markante Trendwende seit 2021 gekennzeichnet. Nach dem Höchststand von ca. 188 €/m² im Jahr 2021 sanken die Preise innerhalb von drei Jahren um rund 19 Prozent auf ca. 149 €/m² im Jahr 2024. Im aktuellen Jahr 2025 zeigt sich mit ca. 152 €/m² erstmals wieder eine leichte Erholung um etwa 2 Prozent.
Trotz der jüngsten Korrektur liegen die aktuellen Grundstückspreise noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt und haben sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Das derzeitige Preisniveau entspricht in etwa den Werten aus dem Jahr 2017 und liegt damit weiterhin im oberen Bereich der historischen Preisspanne.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Bocholt
Die höchsten Grundstückspreise verzeichnet der Stadtteil Bocholt mit ca. 236 €/m², während die niedrigsten Werte in Hemden mit ca. 130 €/m² zu finden sind. Zwischen diesen beiden Stadtteilen liegt eine Preisdifferenz von rund 106 €/m², was etwa 45 Prozent des günstigsten Wertes entspricht.
Die Preisspanne erstreckt sich über eine relativ moderate Bandbreite von ca. 130 bis 236 €/m². Auffällig ist die deutliche Abgrenzung des zentralen Stadtteils Bocholt von den übrigen Ortsteilen, während die Randbereiche Liedern, Spork und Barlo nahezu identische Preise um ca. 131 €/m² aufweisen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Bocholt | 236 | 7.8 % |
| Biemenhorst | 154 | 10.0 % |
| Stenern | 152 | 8.6 % |
| Lowick | 150 | 7.9 % |
| Mussum | 143 | 8.3 % |
| Holtwick | 142 | 8.4 % |
| Suderwick | 132 | 8.2 % |
| Liedern | 131 | 9.2 % |
| Spork | 131 | 9.2 % |
| Barlo | 131 | 9.2 % |
| Hemden | 130 | 8.3 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Bocholt nach Größe?
In Bocholt (Stadt) dominieren klar die mittleren Grundstücksgrößen das Angebot. Mit 47,1 % entfallen fast die Hälfte aller Grundstücke auf die Kategorie 500–1.000 m², gefolgt von der Größenklasse 1.000–2.000 m² mit 23,5 %. Sehr kleine Grundstücke unter 250 m² sowie große Flächen über 5.000 m² sind in der Auswertung nicht vertreten.
Bei den Preisen zeigt sich eine moderate Spreizung zwischen den verfügbaren Kategorien. Die günstigsten Grundstücke finden sich in der Größenklasse 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 146 €/m², während Flächen zwischen 2.000–5.000 m² mit ca. 175 €/m² den höchsten Preis erreichen. Die marktdominierende Kategorie 500–1.000 m² liegt mit ca. 153 €/m² im mittleren Preissegment.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Bocholt zu verkaufen?
Durchschnitt: 11 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Bocholt liegt bei ca. 11 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hinweist. Die Verkaufsgeschwindigkeit bewegt sich im mittleren Bereich, wobei Grundstücke weder besonders schnell noch auffällig langsam den Eigentümer wechseln.
Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Betrachtung nach Grundstücksgrößen: Am schnellsten verkaufen sich Parzellen der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 9 Wochen Vermarktungsdauer. Kleinere Grundstücke bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² benötigen hingegen mit 12 bis 14 Wochen merklich längere Verkaufszeiträume, wobei die Vermarktungsdauer mit zunehmender Größe ab 2.000 m² kontinuierlich ansteigt.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Bocholt?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad hat einen messbaren Einfluss auf den Grundstückspreis in Bocholt. Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Aufschlag von ca. 11,0 %, während nicht erschlossene Grundstücke sogar ca. 17,0 % günstiger gehandelt werden. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 9,0 %, da sie Planungssicherheit schafft und die Bauphase beschleunigt.
Neben dem Erschließungsgrad wirken sich weitere Faktoren auf den Kaufpreis aus. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baurechtlichen Vorgaben bestimmen maßgeblich die Wertbildung. Käufer sollten daher nicht nur den reinen Quadratmeterpreis vergleichen, sondern auch prüfen, welche Erschließungskosten und baulichen Auflagen noch auf sie zukommen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Bocholt?
Der tatsächliche Grundstückspreis liegt in Bocholt bei ca. 152 €/m² und damit etwa 4 % über dem Bodenrichtwert von 145 €/m². Das bedeutet konkret: Für ein 500 m² großes Grundstück zahlt ein Käufer rund 76.000 € statt der 72.500 €, die der Bodenrichtwert suggerieren würde.
Der Bodenrichtwert dient lediglich als Orientierungswert für unbebaute Grundstücke in durchschnittlicher Lage. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Gebiets, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und aktuelle Marktnachfrage. Diese Faktoren führen in der Praxis regelmäßig zu Abweichungen vom statistischen Bodenrichtwert.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Bocholt
Bocholt liegt mit ca. 145 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 101 €/m². Nur Borken mit ca. 126 €/m² und Raesfeld mit ca. 123 €/m² erreichen vergleichbare Preisniveaus, während Isselburg mit ca. 69 €/m² und Südlohn mit ca. 77 €/m² deutlich günstiger sind.
In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen den städtischen Zentren und den kleineren Gemeinden. Die höheren Grundstückspreise konzentrieren sich auf Bocholt als wirtschaftliches Zentrum sowie auf Hamminkeln mit ca. 117 €/m² und Xanten mit ca. 115 €/m², während die ländlicheren Kommunen durchweg unter 105 €/m² bleiben.
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Bocholt
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Bocholt liegt aktuell bei ca. 152 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 145 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (145 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 152 €/m²) liegt etwa 4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Bocholt liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 152 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Bocholt finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 145 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.