Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Erkrath 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Erkrath 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erkrath liegt derzeit bei ca. 322 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 304 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Erkrath entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Grundstückspreise in Erkrath mehr als verdoppelt. Der Bodenrichtwert stieg von 136 €/m² im Jahr 2000 auf aktuell 304 €/m², was einer Gesamtsteigerung von rund 124 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 259 €/m² auf den Höchststand von 382 €/m² kletterten.

In den letzten Jahren hat sich der langjährige Aufwärtstrend deutlich abgeschwächt. Nach dem Spitzenwert im Jahr 2021 gaben die Bodenrichtwerte kontinuierlich nach und erreichten 2024 mit 304 €/m² wieder das Niveau von 2017. Die durchschnittlichen Grundstückspreise folgten dieser Korrektur von ca. 404 €/m² auf aktuell ca. 322 €/m², was einem Rückgang von rund 20 % gegenüber dem Höchststand entspricht.

Die aktuellen Preise bewegen sich trotz der jüngsten Korrektur deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im historischen Vergleich liegen die Werte weiterhin mehr als doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende, ordnen sich jedoch im mittleren Bereich der Preisentwicklung der letzten zehn Jahre ein.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Erkrath nach Größe?

Die Verteilung der Grundstücke in Erkrath zeigt eine klare Konzentration im mittleren Größensegment. Mit 50,0 % dominiert die Kategorie 500–1.000 m² deutlich das Angebot, während jeweils 20,0 % der Grundstücke in den Größenklassen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² liegen. Die Kategorie 2.000–5.000 m² ist mit nur einem Grundstück vertreten, sehr kleine und sehr große Flächen werden aktuell nicht angeboten.

Die Preisunterschiede zwischen den Kategorien fallen moderat aus und bewegen sich in einer Spanne von ca. 150 €/m². Die günstigsten Grundstückspreise finden sich mit durchschnittlich ca. 309 €/m² in der Größenklasse 250–500 m², während die Kategorie 2.000–5.000 m² mit ca. 370 €/m² am teuersten ist. Die dominierende Größenkategorie 500–1.000 m² liegt mit ca. 325 €/m² im unteren Mittelfeld der Preisskala.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Erkrath zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Erkrath liegt bei ca. 10 Wochen, was auf einen moderat aktiven Markt hindeutet. Die Verkaufszeiten bewegen sich insgesamt in einem relativ engen Zeitfenster zwischen 9 und 13 Wochen, was auf eine stabile Nachfrage über alle Segmente hinweg schließen lässt.

Grundstücke in der Größenklasse 500–1.000 m² weisen mit ca. 9 Wochen die kürzeste Vermarktungsdauer auf und sind damit am gefragtesten. Mit zunehmender Grundstücksgröße verlängert sich die Verkaufszeit kontinuierlich: Während Parzellen bis 2.000 m² noch bei ca. 10 Wochen liegen, benötigen große Flächen ab 2.000 m² bereits ca. 12 bis 13 Wochen bis zur Veräußerung.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Erkrath?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+14%
Voll vs. nicht erschlossen+23%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Erkrath ca. 14 % höhere Preise als teilerschlossene Flächen, während der Aufschlag gegenüber unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 23 % beträgt. Eine bereits vorliegende Baugenehmigung kann den Wert zusätzlich um ca. 8 % steigern, da sie Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.

Neben dem Erschließungsgrad beeinflussen weitere Faktoren den Quadratmeterpreis maßgeblich. Die Mikrolage innerhalb Erkraths, die Grundstücksgröße sowie der Zuschnitt der Parzelle spielen eine wesentliche Rolle bei der Preisbildung. Käufer sollten zudem die zulässige Nutzungsart laut Bebauungsplan prüfen, da diese über die baulichen Möglichkeiten und damit über die Wertentwicklung entscheidet.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Erkrath?

Der Grundstückspreis in Erkrath liegt mit ca. 322 €/m² um 5,8% über dem Bodenrichtwert von 304 €/m². Das bedeutet, dass Käufer für ein konkretes Grundstück durchschnittlich etwa 18 € mehr pro Quadratmeter zahlen als der amtliche Richtwert angibt. Bei einem 500 m² großen Grundstück entspricht dies einem Mehrpreis von ca. 9.000 €.

Der Bodenrichtwert dient als Orientierungsgröße und bildet den Wert eines Grundstücks in durchschnittlicher Lage und Beschaffenheit ab. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt hingegen individuelle Merkmale wie die genaue Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad, Bodenbeschaffenheit oder besondere Entwicklungspotenziale. Auch die aktuelle Marktsituation und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage beeinflussen den konkreten Kaufpreis.

Bodenrichtwert304 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis322 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+5.8%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Erkrath

Erkrath liegt mit ca. 304 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 412 €/m². Während die nahegelegenen Städte Hilden mit ca. 444 €/m² und Haan mit ca. 342 €/m² merklich teurer sind, liegen Wülfrath mit ca. 207 €/m² und Heiligenhaus mit ca. 204 €/m² im günstigeren Segment. Mettmann bewegt sich mit ca. 311 €/m² auf vergleichbarem Niveau wie Erkrath.

In der Region zeigt sich ein ausgeprägtes Preisgefälle in Richtung der Landeshauptstadt Düsseldorf, die mit ca. 1.219 €/m² ein Vielfaches der umliegenden Kommunen erreicht. Die städtisch geprägten Standorte wie Langenfeld) mit ca. 438 €/m² und Monheim am Rhein mit ca. 394 €/m² verzeichnen höhere Werte als die stärker peripher gelegenen Gemeinden im Bergischen Land.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Düsseldorf1.219-0.9 %8.4 km
Hilden4440.0 %5.2 km
Langenfeld (Rheinland)438-1.9 %12.0 km
Monheim am Rhein3943.1 %13.7 km
Haan342-0.3 %5.8 km
Mettmann3110.0 %5.6 km
Solingen3080.0 %11.4 km
Ratingen2610.0 %11.4 km
Wülfrath2070.0 %11.2 km
Heiligenhaus2040.0 %12.7 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Erkrath

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Erkrath liegt aktuell bei ca. 322 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 304 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Der Bodenrichtwert (304 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 322 €/m²) liegt etwa 5,8% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Erkrath liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5,8% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 322 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Erkrath finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 304 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.