Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Solingen 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Solingen 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Solingen liegt derzeit bei ca. 307 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 297 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Solingen entwickelt?

Die Bodenrichtwerte in Solingen zeigen seit dem Jahr 2000 einen deutlichen Aufwärtstrend mit erheblichen Wertsteigerungen. Von ca. 133 €/m² im Jahr 2000 entwickelten sich die Werte kontinuierlich nach oben und erreichten im Jahr 2021 mit ca. 375 €/m² ihren historischen Höchststand. Über diesen Zeitraum von zwei Jahrzehnten entspricht dies einem Wertzuwachs von rund 182 %.

In den letzten Jahren vollzog sich jedoch eine bemerkenswerte Trendwende. Nach dem Höhepunkt 2021 setzte eine deutliche Korrektur ein, die die Preise bis 2024 auf ca. 298 €/m² zurückführte – ein Rückgang von etwa 20,5 % innerhalb von drei Jahren. Seit 2024 zeigen die Werte eine Stabilisierung auf diesem niedrigeren Niveau.

Trotz der jüngsten Korrektur liegen die aktuellen Bodenrichtwerte von ca. 297 €/m² weiterhin mehr als doppelt so hoch wie zu Beginn des Betrachtungszeitraums. Die Preise bewegen sich damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, bleiben aber spürbar unter den Spitzenwerten der Jahre 2020 und 2021.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Solingen

In Solingen zeigt sich eine moderate Preisspanne bei den Grundstückspreisen zwischen den Stadtteilen. Der Stadtteil Wald führt mit ca. 351 €/m² die Preisstatistik an, während Burg-Höhscheid mit ca. 286 €/m² die günstigsten Grundstücke bietet. Die Stadtteile Mitte und Ohligs-Aufderhöhe-Merscheid bewegen sich mit ca. 330 €/m² bzw. ca. 318 €/m² im oberen Mittelfeld.

Die Preisspanne von durchschnittlich 65 €/m² zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil entspricht einer Differenz von etwa 22,7 Prozent. Auffällig ist die relativ gleichmäßige Preisabstufung zwischen den Stadtteilen, wobei sich die Grundstückspreise in einer Bandbreite von ca. 286 bis 351 €/m² bewegen und keine extremen Preisausreißer erkennbar sind.

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Wald3512.3 %
Mitte3300.3 %
Ohligs-Aufderhöhe-Merscheid3181.0 %
Gräfrath3051.3 %
Burg-Höhscheid2860.7 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Solingen nach Größe?

Die Verteilung der Grundstücke in Solingen zeigt eine klare Konzentration im mittleren Größensegment. Mit 47,4 % dominieren Grundstücke der Kategorie 500–1.000 m² das Angebot deutlich, gefolgt von Flächen zwischen 250–500 m² mit 22,8 %. Kleinere Grundstücke unter 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² sind mit zusammen 14,1 % vergleichsweise selten verfügbar.

Die Preisgestaltung zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Größenkategorien. Während die günstigste Kategorie 5.000+ m² durchschnittlich ca. 239 €/m² erreicht, liegt der höchste Wert bei Kleinstgrundstücken unter 250 m² mit ca. 485 €/m². Die mittleren Größenkategorien zwischen 250 und 2.000 m² bewegen sich durchschnittlich in einer Preisspanne von ca. 289 bis 344 €/m², wobei mit zunehmender Grundstücksgröße bis 5.000 m² tendenziell höhere Preise zu beobachten sind.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Solingen zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Solingen beträgt ca. 9 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke in einem überschaubaren Zeitraum verkauft werden können.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich nur geringe Unterschiede im Vermarktungstempo. Die schnellste Vermarktung erfolgt bei Grundstücken zwischen 250 und 2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen, während kleinere Parzellen bis 250 m² sowie größere Flächen ab 2.000 m² mit ca. 10 bis 11 Wochen etwas länger auf dem Markt bleiben. Mittlere Grundstücksgrößen im klassischen Einfamilienhausbereich werden somit tendenziell am zügigsten verkauft.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Solingen?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+13%
Voll vs. nicht erschlossen+21%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich deutlich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Solingen ca. 21% höhere Preise als unerschlossene Flächen, während der Unterschied zu teilerschlossenen Grundstücken noch ca. 13% beträgt. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8%, da sie Planungssicherheit bietet und die Bauphase beschleunigt.

Neben dem Erschließungszustand beeinflussen weitere Faktoren den erzielbaren Preis erheblich. Lage, Grundstückszuschnitt und Baurecht spielen eine zentrale Rolle: Während die Mikrolage innerhalb Solingens erhebliche Preisunterschiede begründet, wirken sich auch die Bebaubarkeit und ein günstiger Zuschnitt auf die Wertbildung aus. Käufer sollten daher alle Faktoren gemeinsam bewerten, um den tatsächlichen Marktwert eines Grundstücks realistisch einzuschätzen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Solingen?

Der Grundstückspreis liegt in Solingen mit ca. 307 €/m² etwa 3,2 % über dem Bodenrichtwert von 297 €/m². Diese Differenz von rund 10 €/m² bedeutet bei einem typischen Grundstück von 500 m² einen Mehrpreis von etwa 5.000 €.

Der Bodenrichtwert dient als durchschnittlicher Orientierungswert für ein Gebiet, während der tatsächliche Grundstückspreis die individuellen Merkmale der Immobilie berücksichtigt. Faktoren wie die konkrete Lage innerhalb des Viertels, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit beeinflussen den finalen Kaufpreis. Auch die aktuelle Marktsituation und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wirken sich auf den tatsächlich gezahlten Preis aus.

Bodenrichtwert297 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis307 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+3.2%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Solingen

Solingen liegt mit ca. 297 €/m² leicht unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 304 €/m². Während Hilden mit ca. 444 €/m² und Langenfeld (Rheinland)) mit ca. 438 €/m² deutlich höhere Preise aufweisen, liegen Wermelskirchen mit ca. 196 €/m² und Remscheid mit ca. 208 €/m² merklich darunter.

In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle zwischen den düsseldorfnahen Gemeinden und den östlich gelegenen Bergischen Städten. Die Städte mit der geringsten Entfernung zu Düsseldorf wie Hilden und Langenfeld (Rheinland)) erreichen Preisniveaus bis zu 126% über den günstigsten Standorten Wermelskirchen und Remscheid im bergischen Umland.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Hilden4440.0 %9.0 km
Langenfeld (Rheinland)438-1.9 %9.5 km
Haan342-0.3 %6.4 km
Erkrath3220.0 %11.4 km
Mettmann3110.0 %12.2 km
Leichlingen3080.0 %5.6 km
Burscheid2490.0 %9.0 km
Wuppertal2241.0 %12.2 km
Remscheid2080.0 %11.2 km
Wermelskirchen1960.0 %12.0 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Solingen

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Solingen liegt aktuell bei ca. 307 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 297 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Der Bodenrichtwert (297 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 307 €/m²) liegt etwa 3,2% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Solingen liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3,2% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 307 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Solingen finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 297 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.