Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Oberhausen 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Oberhausen 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Oberhausen liegt derzeit bei ca. 255 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 244 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 0,1% gestiegen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Oberhausen entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Oberhausen eine deutlich positive Entwicklung mit einem Anstieg von ca. 110 €/m² auf aktuell ca. 255 €/m². Die Preisentwicklung verlief dabei nicht linear: Zwischen 2000 und 2008 stiegen die Werte von ca. 110 €/m² auf ca. 184 €/m², bevor eine kurze Korrekturphase bis 2009 folgte. Ab 2010 setzte sich der Aufwärtstrend fort und beschleunigte sich insbesondere zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 209 €/m² auf ca. 309 €/m² kletterten.
Die jüngste Entwicklung ist durch eine markante Trendwende gekennzeichnet: Nach dem Höchststand im Jahr 2021 gaben die Grundstückspreise innerhalb von drei Jahren um ca. 20 % nach und erreichten 2024 mit ca. 247 €/m² ihren Tiefpunkt. Im Jahr 2025 zeigt sich mit ca. 255 €/m² eine leichte Erholung, wobei das Preisniveau weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von 2021 liegt.
Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Preise dennoch erheblich über dem Ausgangsniveau von 2000 und bewegen sich auf einem Niveau, das zuletzt im Jahr 2017 erreicht wurde. Die Korrektur der vergangenen Jahre hat damit die starken Preissteigerungen der Jahre 2016 bis 2021 weitgehend zurückgenommen.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Oberhausen
Die teuersten Grundstücke in Oberhausen befinden sich in Sterkrade mit durchschnittlich ca. 261 €/m², dicht gefolgt von Alt-Oberhausen mit ca. 259 €/m². Am günstigsten ist der Stadtteil Osterfeld mit ca. 231 €/m².
Die Preisspanne zwischen den Stadtteilen beträgt lediglich ca. 30 €/m², was auf ein relativ homogenes Preisniveau im gesamten Stadtgebiet hindeutet. Auffällig ist, dass die Grundstückspreise in allen drei Stadtteilen geringfügig über den jeweiligen Bodenrichtwerten liegen, wobei die Differenz zwischen ca. 10 und 11 €/m² beträgt.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Sterkrade | 261 | 7.4 % |
| Alt-Oberhausen | 259 | 4.9 % |
| Osterfeld | 231 | 6.9 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Oberhausen nach Größe?
Die Verteilung der Grundstücke in Oberhausen wird klar von mittleren Größenkategorien dominiert. Mit 36 Grundstücken stellt die Kategorie 500–1.000 m² knapp die Hälfte aller verfügbaren Flächen, gefolgt von der Größenklasse 250–500 m² mit 17 Grundstücken. Sehr kleine Parzellen unter 250 m² sowie große Flächen über 2.000 m² spielen mit insgesamt nur 10 Grundstücken eine untergeordnete Rolle im Angebot.
Die Preisstruktur zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Größenkategorien. Die kleinsten Grundstücke unter 250 m² sind mit durchschnittlich ca. 403 €/m² am teuersten, während die größten Flächen über 5.000 m² mit ca. 199 €/m² den günstigsten Quadratmeterpreis aufweisen. Bei den mittleren Kategorien zwischen 250 und 2.000 m² bewegen sich die Preise relativ einheitlich zwischen ca. 240 und 286 €/m².
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Oberhausen zu verkaufen?
Durchschnitt: 11 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Oberhausen beträgt ca. 11 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Verkäufe in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden können.
Bei der Betrachtung nach Größenkategorien zeigen sich erkennbare Unterschiede: Grundstücke zwischen 500–1.000 m² verkaufen sich mit ca. 10 Wochen am schnellsten. Kleinere Parzellen bis 250 m² sowie größere Flächen ab 5.000 m² benötigen mit ca. 12 bis 13 Wochen deutlich längere Vermarktungszeiten. Die mittleren Größenklassen zwischen 250 m² und 2.000 m² bewegen sich mit ca. 10 bis 11 Wochen im schnelleren Segment des Marktes.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Oberhausen?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich deutlich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen in Oberhausen ca. 9% höhere Preise als teilerschlossene und sogar ca. 19% mehr als unerschlossene Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8%, da sie Planungssicherheit bietet und Bauvorhaben schneller realisiert werden können.
Neben Erschließung und Baugenehmigung beeinflussen weitere Faktoren den Kaufpreis erheblich. Die Mikrolage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten gemäß Bebauungsplan spielen eine zentrale Rolle. Käufer sollten daher nicht nur den Quadratmeterpreis vergleichen, sondern auch prüfen, welche Bebauungsdichte und Geschossflächenzahl für das Grundstück gelten.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Oberhausen?
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Oberhausen liegt bei ca. 255 €/m² und damit rund 4,5 % über dem Bodenrichtwert von 244 €/m². In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Aufschlag von ca. 11 €/m², was bei einem typischen Grundstück von 500 m² einer Differenz von etwa 5.500 € entspricht.
Der Bodenrichtwert dient als statistische Orientierungsgröße und bildet den durchschnittlichen Wert unbebauter Grundstücke in einer Zone ab. Der tatsächliche Grundstückspreis berücksichtigt dagegen individuelle Faktoren wie die konkrete Lage, Grundstückszuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit. Auch die aktuelle Marktsituation und besondere Eigenschaften wie eine Hanglage oder die Nähe zu Infrastruktur beeinflussen den Verkaufspreis.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Oberhausen
Oberhausen liegt mit ca. 244 €/m² über dem regionalen Durchschnitt von ca. 229 €/m² der Nachbarstädte. Deutlich günstiger sind Dinslaken mit ca. 186 €/m² und Gladbeck mit ca. 217 €/m², während Mülheim an der Ruhr mit ca. 399 €/m² und Essen mit ca. 369 €/m² erheblich höhere Werte aufweisen.
In der Region zeigt sich ein deutliches Preisgefälle zwischen den größeren Ruhrgebietsstädten und den ländlicheren Gemeinden. Während die zentralen Städte wie Mülheim an der Ruhr und Essen Spitzenwerte erreichen, liegen die Preise in den peripher gelegenen Gemeinden Hünxe mit ca. 109 €/m² und Voerde (Niederrhein)) mit ca. 124 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Mülheim an der Ruhr | 399 | 0.0 % | 11.3 km |
| Essen | 369 | 0.3 % | 14.7 km |
| Bottrop | 240 | 8.5 % | 8.3 km |
| Moers | 228 | 4.8 % | 17.1 km |
| Gladbeck | 217 | 5.3 % | 11.3 km |
| Duisburg | 213 | 0.0 % | 11.3 km |
| Gelsenkirchen | 209 | 0.0 % | 16.1 km |
| Dinslaken | 186 | -0.5 % | 8.2 km |
| Voerde (Niederrhein) | 124 | -3.3 % | 16.7 km |
| Hünxe | 109 | 0.0 % | 15.4 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Oberhausen
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Oberhausen liegt aktuell bei ca. 255 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 244 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (244 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 255 €/m²) liegt etwa 4,5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Oberhausen liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 4,5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 255 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Oberhausen finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 244 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.