Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Arnsberg 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Arnsberg 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Arnsberg liegt derzeit bei ca. 60 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 57 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,4% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Arnsberg entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Arnsberg einen deutlichen Aufwärtstrend mit einer Steigerung von ca. 27 €/m² auf aktuell ca. 60 €/m². Dies entspricht einer Wertsteigerung von mehr als 120 % über den gesamten Zeitraum. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2016 und 2021, als die Preise von ca. 55 €/m² auf den Höchststand von ca. 74 €/m² kletterten.

In den vergangenen Jahren ist jedoch eine deutliche Trendwende eingetreten. Nach dem Erreichen des Spitzenwertes im Jahr 2021 sind die Grundstückspreise kontinuierlich zurückgegangen und liegen aktuell bei ca. 60 €/m². Dieser Rückgang von rund 19 % innerhalb von nur drei Jahren stellt die stärkste Korrektur seit der Finanzkrise 2008/2009 dar.

Im historischen Vergleich bewegen sich die aktuellen Preise auf dem Niveau von 2017 und liegen damit noch deutlich über den Werten der frühen 2000er Jahre. Die jüngste Preisentwicklung zeigt eine Stabilisierung, nachdem die Preise 2024 und 2025 unverändert bei ca. 60 €/m² verharren.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Arnsberg

Die höchsten Grundstückspreise in Arnsberg verzeichnet Neheim mit ca. 174 €/m², während Alt-Arnsberg und Hüsten mit jeweils ca. 87 €/m² auf den nachfolgenden Positionen liegen. Am günstigsten sind Grundstücke in Holzen mit ca. 35 €/m² zu erwerben.

Die Preisspanne zwischen dem teuersten und günstigsten Stadtteil beträgt ca. 139 €/m², was einem Faktor von nahezu 5,0 entspricht. Auffällig ist die deutliche Preisdifferenz zwischen Neheim und den übrigen Stadtteilen, während die mittleren und unteren Preissegmente zwischen ca. 35 €/m² und 73 €/m² vergleichsweise gleichmäßig verteilt sind.

Stadtteil ⌀ (€/m²) △ (%)
Neheim1744.8 %
Alt-Arnsberg874.8 %
Hüsten874.8 %
Bachum735.8 %
Uentrop694.5 %
Herdringen595.4 %
Bruchhausen575.6 %
Müschede543.8 %
Rumbeck545.9 %
Voßwinkel524.0 %
Niedereimer486.7 %
Wennigloh484.3 %
Oeventrop484.3 %
Breitenbruch464.5 %
Holzen352.9 %

Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Arnsberg nach Größe?

Die Grundstücke in Arnsberg verteilen sich hauptsächlich auf mittlere Größenkategorien. Mit 8 Grundstücken dominiert die Kategorie 500–1.000 m² deutlich und macht 47,1 % des Angebots aus. Die Kategorien 1.000–2.000 m² mit 4 Grundstücken und 250–500 m² mit 3 Grundstücken bilden weitere Schwerpunkte, während sehr kleine und sehr große Flächen nicht vertreten sind.

Die Quadratmeterpreise bewegen sich in einer moderaten Spanne zwischen den verschiedenen Größenkategorien. Die kleinste verfügbare Kategorie 250–500 m² weist mit ca. 58 €/m² den niedrigsten Preis auf, während die Kategorie 2.000–5.000 m² mit ca. 69 €/m² den höchsten Wert erreicht. Die dominierende Kategorie 500–1.000 m² liegt mit durchschnittlich ca. 61 €/m² im unteren Mittelfeld.

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Arnsberg zu verkaufen?

Durchschnitt: 10 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Arnsberg beträgt ca. 10 Wochen. Dies deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Flächen weder außergewöhnlich schnell noch auffällig langsam einen Käufer finden.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Flächen zwischen 500–1.000 m² werden mit ca. 8 Wochen am schnellsten veräußert, während kleinere Grundstücke bis 250 m² etwa 11 Wochen benötigen. Besonders große Flächen ab 2.000 m² weisen mit ca. 12 bis 13 Wochen die längsten Vermarktungszeiten auf, was die größere Herausforderung bei der Käufersuche für umfangreiche Areale widerspiegelt.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Arnsberg?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+10%
Voll vs. nicht erschlossen+17%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+8%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich unmittelbar auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück erzielt in Arnsberg einen Preisaufschlag von ca. 10,0 % gegenüber teilerschlossenen und von ca. 17,0 % gegenüber nicht erschlossenen Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung erhöht den Wert zusätzlich um ca. 8,0 %, da sie Planungssicherheit schafft und die Bebauung unmittelbar ermöglicht.

Neben dem Erschließungsgrad bestimmen weitere Faktoren den tatsächlichen Grundstückspreis. Die Lage innerhalb der Stadt, der Zuschnitt des Grundstücks sowie die baulichen Nutzungsmöglichkeiten beeinflussen die Wertbildung erheblich. Käufer sollten zudem auf Bodenbeschaffenheit, Hangneigung und eventuelle Altlasten achten, da diese zusätzliche Kosten verursachen können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Arnsberg?

Der Grundstückspreis liegt in Arnsberg bei ca. 60 €/m² und damit etwa 3,4 % über dem Bodenrichtwert von 57 €/m². Diese Differenz bedeutet, dass Käufer für ein 500 m² großes Grundstück rund 1.700 € mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert vermuten lässt.

Der Bodenrichtwert stellt lediglich einen statistischen Durchschnittswert für unbebaute Grundstücke dar, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, die Erschließung, der Zuschnitt sowie die Bodenbeschaffenheit des jeweiligen Grundstücks. Auch die aktuelle Marktsituation und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage beeinflussen den finalen Kaufpreis.

Bodenrichtwert57 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis60 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+3.4%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Arnsberg

Arnsberg liegt mit ca. 57 €/m² leicht unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 60 €/m². Deutlich teurer sind die nahen Städte Menden (Sauerland)) mit ca. 100 €/m², Soest und Hemer mit jeweils ca. 80 €/m², während Sundern und Meschede mit ca. 24 €/m² deutlich günstiger ausfallen.

In der Region zeigt sich ein ausgeprägtes Preisgefälle zwischen städtischen und ländlichen Lagen. Die höheren Werte in Menden (Sauerland)) und Soest spiegeln die Nähe zu urbanen Zentren wider, während die Sauerland-Gemeinden wie Sundern und Meschede trotz vergleichbarer Entfernung deutlich niedrigere Grundstückspreise aufweisen. Arnsberg positioniert sich preislich im mittleren Segment zwischen den urbanen Zentren und den ländlicheren Sauerland-Kommunen.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Menden (Sauerland)100-1.0 %15.3 km
Soest800.0 %17.0 km
Hemer80-1.3 %17.9 km
Werl680.0 %17.2 km
Möhnesee670.0 %10.2 km
Wickede (Ruhr)600.0 %13.7 km
Ense530.0 %10.0 km
Balve530.0 %14.5 km
Sundern244.5 %12.0 km
Meschede244.5 %18.0 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Arnsberg

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Arnsberg liegt aktuell bei ca. 60 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 57 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% gestiegen.

Der Bodenrichtwert (57 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 60 €/m²) liegt etwa 3,4% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Arnsberg liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3,4% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 60 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Arnsberg finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 57 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.