Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Kleve 2026
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Aktuelle Grundstückspreise in Kleve 2026
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Kleve liegt derzeit bei ca. 141 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 136 €/m².
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% gestiegen.
Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 1% gestiegen.
Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Kleve entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Kleve eine deutliche Aufwärtsentwicklung von ca. 60 €/m² auf aktuell ca. 141 €/m², was einem Gesamtanstieg von rund 135 % entspricht. Die Entwicklung verlief dabei nicht linear: Nach einer ersten Wachstumsphase bis 2007 folgte eine kurze Korrektur während der Finanzkrise, bevor ab 2010 ein erneuter, zunächst moderater Anstieg einsetzte. Besonders dynamisch entwickelten sich die Preise zwischen 2016 und 2021, als die Werte von ca. 124 €/m² auf ca. 170 €/m² kletterten.
Die jüngste Entwicklung ist durch eine markante Trendwende gekennzeichnet: Nach dem Höchststand von ca. 170 €/m² im Jahr 2021 gaben die Preise innerhalb von drei Jahren um rund 17 % nach. Diese Korrektur führte 2024 zu einem Tiefpunkt von ca. 135 €/m², wobei sich die Werte im Jahr 2025 leicht auf ca. 141 €/m² stabilisierten.
Trotz des jüngsten Rückgangs liegen die aktuellen Preise noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt und entsprechen etwa dem Preisniveau von 2023. Im historischen Vergleich bewegen sich die Grundstückspreise damit weiterhin auf einem erhöhten Niveau, nachdem die Phase der überdurchschnittlichen Preissteigerungen der Vorjahre beendet wurde.

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Grundstückspreise nach Stadtteilen in Kleve
Die höchsten Grundstückspreise in Kleve verzeichnet die Kernstadt mit ca. 227 €/m², während sich die günstigsten Lagen in Schenkenschanz mit ca. 124 €/m² befinden. Materborn und Kellen liegen mit jeweils ca. 147 €/m² im oberen Mittelfeld der Preisskala.
Die Preisspanne zwischen teuerstem und günstigstem Stadtteil beträgt ca. 103 €/m², was einem Unterschied von etwa 45 Prozent entspricht. Auffällig ist ein deutliches Preisgefälle zwischen der Kernstadt und allen übrigen Stadtteilen, während die Preise in den peripheren Lagen zwischen ca. 120 und 142 €/m² relativ homogen verteilt sind.
| Stadtteil | ⌀ (€/m²) | △ (%) |
|---|---|---|
| Kernstadt | 227 | 12.4 % |
| Materborn | 147 | 14.8 % |
| Kellen | 147 | 15.7 % |
| Reichswalde | 142 | 14.5 % |
| Rindern | 133 | 12.7 % |
| Donsbrüggen | 133 | 12.7 % |
| Griethausen | 130 | 12.1 % |
| Düffelward | 127 | 11.4 % |
| Brienen | 127 | 11.4 % |
| Wardhausen | 126 | 11.5 % |
| Warbeyen | 125 | 10.6 % |
| Bimmen | 125 | 10.6 % |
| Keeken | 125 | 10.6 % |
| Salmorth | 124 | 10.7 % |
| Schenkenschanz | 124 | 10.7 % |
Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Kleve nach Größe?
Die Verteilung der Grundstücke in Kleve zeigt eine klare Konzentration auf mittelgroße Parzellen: 50,0 % aller Grundstücke fallen in die Kategorie 500–1.000 m². Die zweitgrößte Gruppe bilden Grundstücke von 1.000–2.000 m² mit 25,0 %, gefolgt von kleineren Flächen zwischen 250–500 m² mit 16,7 %. Sehr kleine Grundstücke unter 250 m² sowie sehr große Flächen über 5.000 m² sind im Bestand nicht vertreten.
Bei den Preisen zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Die günstigsten Grundstücke finden sich in der Kategorie 250–500 m² mit durchschnittlich ca. 136 €/m², während die höchsten Preise mit ca. 215 €/m² theoretisch für sehr kleine Flächen unter 250 m² gelten würden. Innerhalb der tatsächlich vorhandenen Kategorien liegen die Quadratmeterpreise zwischen ca. 136 €/m² und ca. 163 €/m², wobei mit zunehmender Grundstücksgröße tendenziell auch die Preise steigen.
Wie lange dauert es, ein Grundstück in Kleve zu verkaufen?
Durchschnitt: 9 Wochen
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Grundstücken in Kleve (Stadt) beträgt ca. 9 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderat aktiven Markt hin, bei dem Verkaufsprozesse weder besonders schnell noch verzögert ablaufen.
Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Parzellen zwischen 500–1.000 m² werden mit ca. 8 Wochen am schnellsten vermarktet, gefolgt von den Größenkategorien 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen. Deutlich längere Vermarktungszeiten weisen hingegen größere Grundstücke auf, wobei Flächen von 2.000–5.000 m² ca. 11 Wochen und solche über 5.000 m² ca. 12 Wochen benötigen.
Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Kleve?
Erschließungsgrad
Baugenehmigung
Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.
Weitere Faktoren
- Lage & Infrastruktur
- Zuschnitt & Ausrichtung
- Baurecht (GFZ, GRZ)
Der Erschließungsgrad wirkt sich deutlich auf den Grundstückspreis aus: Voll erschlossene Grundstücke erzielen gegenüber teilerschlossenen Flächen einen Preisaufschlag von ca. 9 Prozent, während der Unterschied zu unerschlossenen Grundstücken sogar ca. 19 Prozent beträgt. Eine bereits vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 8 Prozent, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.
Neben Erschließung und Genehmigung bestimmen weitere Faktoren den tatsächlichen Kaufpreis erheblich. Die Mikrolage innerhalb von Kleve, der Grundstückszuschnitt und die Ausnutzbarkeit nach Baurecht können zu spürbaren Preisabweichungen vom Bodenrichtwert führen. Käufer sollten auch Bodenbeschaffenheit, Altlasten und eventuelle Erschließungsbeiträge prüfen, da diese zusätzliche Kosten verursachen können.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Kleve?
Der Grundstückspreis liegt in Kleve bei ca. 141 €/m² und damit rund 3,7 % über dem Bodenrichtwert von 136 €/m². Konkret bedeutet dies einen Aufschlag von ca. 5 €/m², was bei einem typischen Baugrundstück von 500 m² etwa 2.500 € Mehrkosten ausmacht.
Der Unterschied erklärt sich durch grundstücksspezifische Merkmale, die der Bodenrichtwert nicht abbildet. Während der Bodenrichtwert einen durchschnittlichen Wert für eine Zone mit vergleichbaren Grundstücken darstellt, berücksichtigt der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Faktoren wie Lage, Zuschnitt, Erschließungsgrad und Bodenbeschaffenheit. Auch die Marktdynamik zum Verkaufszeitpunkt beeinflusst den konkreten Kaufpreis.
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Grundstückspreise der Region Kleve
Kleve liegt mit einem Bodenrichtwert von ca. 136 €/m² deutlich über dem regionalen Durchschnitt von ca. 96 €/m². Alle umliegenden Städte weisen niedrigere Grundstückspreise auf: Am nächsten kommt noch Xanten mit ca. 115 €/m², gefolgt von Emmerich am Rhein und Goch mit jeweils ca. 114 €/m². Die günstigsten Grundstücke finden sich in Isselburg mit ca. 69 €/m² und Weeze mit ca. 85 €/m².
In der Region zeigt sich ein Preisgefälle mit zunehmender Entfernung von Kleve: Während die direkten Nachbarorte Kranenburg und Bedburg-Hau mit ca. 99 €/m² bzw. 100 €/m² noch vergleichsweise moderate Preise aufweisen, sinken die Werte in kleineren, weiter entfernten Gemeinden wie Kalkar oder Uedem auf ca. 86 €/m². Die zentrale Lage und urbane Infrastruktur Kleves spiegeln sich in einem Preisaufschlag von über 40 % gegenüber dem Umland wider.
| Stadt | ⌀ GP (€/m²) | △ (%) | Entfernung |
|---|---|---|---|
| Xanten | 115 | -0.9 % | 25.7 km |
| Emmerich am Rhein | 114 | 2.9 % | 10.0 km |
| Goch | 114 | 8.3 % | 12.0 km |
| Bedburg-Hau | 100 | 0.0 % | 7.5 km |
| Kranenburg | 99 | 0.0 % | 7.5 km |
| Rees | 92 | 1.1 % | 20.6 km |
| Kalkar | 86 | 6.4 % | 14.1 km |
| Uedem | 86 | 9.3 % | 18.3 km |
| Weeze | 85 | 0.0 % | 20.6 km |
| Isselburg | 69 | 8.5 % | 23.0 km |
Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Kleve
Der durchschnittliche Grundstückspreis in Kleve liegt aktuell bei ca. 141 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 136 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% gestiegen.
Der Bodenrichtwert (136 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 141 €/m²) liegt etwa 3,7% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.
Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.
Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.
Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Kleve liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 3,7% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).
Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.
Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 141 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.
Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.
Den offiziellen Bodenrichtwert für Kleve finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 136 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.