Grundstückspreise & Bodenrichtwerte in Welver 2026

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Aktuelle Grundstückspreise in Welver 2026

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Welver liegt derzeit bei ca. 46 €/m² bei einem Bodenrichtwert von 43 €/m².

Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Über die letzten drei Jahre sind die Preise insgesamt um 3,5% gefallen.

Der Markt befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Diese Entwicklung orientiert sich am allgemeinen Trend der Bodenrichtwerte in der Region.

Wie haben sich die Grundstückspreise in Welver entwickelt?

Seit dem Jahr 2000 zeigen die Grundstückspreise in Welver eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung von anfänglich ca. 20 €/m² auf zwischenzeitlich ca. 57 €/m² im Jahr 2021. Dies entspricht einer Gesamtsteigerung von rund 185 % über den betrachteten Zeitraum. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung zwischen 2015 und 2021, als die Preise von ca. 39 €/m² auf ca. 57 €/m² anstiegen.

Die jüngste Entwicklung ist hingegen von einer deutlichen Korrektur geprägt. Seit dem Höchststand 2021 sanken die durchschnittlichen Grundstückspreise um rund 21 % auf aktuell ca. 46 €/m². Der Rückgang setzte 2022 ein und führte bis 2024 zu einer Preisanpassung, die sich im Jahr 2025 stabilisiert hat.

Trotz der jüngsten Korrektur liegen die aktuellen Preise noch deutlich über dem Niveau der frühen 2000er Jahre und entsprechen etwa dem Preisniveau von 2017. Die Grundstückspreise in Welver haben damit nach der dynamischen Aufwärtsphase eine Normalisierung auf ein mittleres historisches Niveau vollzogen.

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Wie unterscheiden sich Grundstückspreise in Welver nach Größe?

In Welver konzentriert sich das Grundstücksangebot ausschließlich auf die Kategorie 500–1.000 m², die mit 2 Grundstücken den gesamten erfassten Bestand repräsentiert. Kleinere Parzellen unter 500 m² sowie größere Flächen über 1.000 m² sind in der aktuellen Datenlage nicht vertreten, was auf eine sehr begrenzte Angebotsstruktur hinweist.

Der durchschnittliche Bodenrichtwert für die verfügbare Größenkategorie liegt bei ca. 46 €/m². Im Vergleich zu den theoretischen Richtwerten anderer Größenklassen bewegt sich dieser Preis im mittleren Segment – während kleinere Parzellen bis 250 m² mit ca. 69 €/m² deutlich teurer und sehr große Flächen ab 5.000 m² mit ca. 37 €/m² am günstigsten bewertet werden. Die Preisdifferenz zwischen der teuersten und günstigsten Kategorie beträgt somit ca. 32 €/m².

Wie lange dauert es, ein Grundstück in Welver zu verkaufen?

Durchschnitt: 9 Wochen

Die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Grundstücke in Welver beträgt ca. 9 Wochen. Dieser Wert deutet auf einen moderaten bis aktiven Markt hin, bei dem Grundstücke in vergleichsweise kurzer Zeit einen Käufer finden. Die Vermarktungsgeschwindigkeit liegt insgesamt im zügigen Bereich, was auf eine stabile Nachfragesituation hinweist.

Bei der Betrachtung nach Grundstücksgröße zeigen sich deutliche Unterschiede: Am schnellsten vermarkten sich Grundstücke in der Kategorie 500–1.000 m² mit ca. 8 Wochen, gefolgt von den Größen 250–500 m² und 1.000–2.000 m² mit jeweils ca. 9 Wochen. Kleinere Parzellen bis 250 m² benötigen mit ca. 10 Wochen etwas länger, während größere Grundstücke ab 2.000 m² mit ca. 11 bis 12 Wochen die längste Vermarktungszeit aufweisen. Die mittleren Größenkategorien zwischen 500 m² und 2.000 m² sind somit am marktgängigsten.

Welche Faktoren beeinflussen den Grundstückspreis in Welver?

Erschließungsgrad

Voll vs. teilerschlossen+13%
Voll vs. nicht erschlossen+24%

Baugenehmigung

Mit Baugenehmigung+7%

Grundstücke mit vorliegender Baugenehmigung erzielen deutlich höhere Preise.

Weitere Faktoren

  • Lage & Infrastruktur
  • Zuschnitt & Ausrichtung
  • Baurecht (GFZ, GRZ)

Der Erschließungsgrad wirkt sich erheblich auf den Grundstückspreis aus. Ein voll erschlossenes Grundstück erzielt in Welver (Stadt) einen um ca. 13% höheren Preis gegenüber teilerschlossenen und sogar ca. 24% mehr im Vergleich zu unerschlossenen Flächen. Eine vorliegende Baugenehmigung steigert den Wert zusätzlich um ca. 7%, da sie dem Käufer Planungssicherheit bietet und den Baustart beschleunigt.

Neben dem Erschließungsgrad spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Preisbildung. Die konkrete Lage innerhalb des Stadtgebiets, der Grundstückszuschnitt sowie die Festsetzungen im Bebauungsplan beeinflussen den tatsächlichen Verkaufspreis erheblich. Käufer sollten daher nicht nur den Bodenrichtwert betrachten, sondern auch individuelle Merkmale wie Ausrichtung, Topografie und bauliche Nutzbarkeit prüfen.

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Wie unterscheiden sich Bodenrichtwert und Grundstückspreis in Welver?

Der Grundstückspreis liegt in Welver bei ca. 46 €/m² und damit etwa 5,5 % über dem Bodenrichtwert von 43 €/m². Dieser Aufschlag bedeutet, dass Käufer für ein durchschnittliches Grundstück mehr zahlen als der reine Bodenrichtwert ausweist.

Der Bodenrichtwert bildet lediglich den durchschnittlichen Bodenwert eines Gebiets ab, während der tatsächliche Grundstückspreis individuelle Eigenschaften berücksichtigt. Faktoren wie Lage, Zuschnitt, Erschließungsgrad oder Bodenbeschaffenheit können den Preis nach oben oder unten beeinflussen. Der Bodenrichtwert dient daher als Orientierungswert, während der Grundstückspreis die konkrete Marktsituation und grundstücksspezifische Merkmale widerspiegelt.

Bodenrichtwert43 €/m²
Amtlicher Wert
Grundstückspreis46 €/m²
Marktpreis
Aufschlag+5.5%
Warum der Unterschied?

Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert basierend auf Kaufpreissammlungen. Der Grundstückspreis berücksichtigt individuelle Merkmale wie Erschließung, Lage im Quartier und Bebaubarkeit — und schwankt je nach Angebot und Nachfrage.

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Grundstückspreise der Region Welver

Welver liegt mit ca. 43 €/m² deutlich unter dem regionalen Durchschnitt von ca. 70 €/m². Während nahe gelegene Städte wie Soest mit ca. 80 €/m² und Werl mit ca. 68 €/m² spürbar höhere Werte aufweisen, bewegt sich nur Lippetal auf einem vergleichbaren Preisniveau von ca. 43 €/m². Die größeren Nachbarstädte Hamm mit ca. 93 €/m², Bönen mit ca. 92 €/m² und Beckum mit ca. 91 €/m² erreichen mehr als das Doppelte des Welveraner Niveaus.

In der Region zeigt sich ein klares Preisgefälle zwischen den urbanen Zentren und den ländlicher geprägten Gemeinden. Die höchsten Bodenrichtwerte finden sich in den kreisfreien Städten und größeren Zentren im Umkreis von 13 bis 16 Kilometern, während die unmittelbar angrenzenden kleineren Gemeinden durchweg niedrigere Werte zwischen ca. 43 €/m² und 68 €/m² aufweisen.

Stadt ⌀ GP (€/m²) △ (%) Entfernung
Hamm931.1 %12.9 km
Bönen920.0 %15.6 km
Beckum914.9 %16.4 km
Soest800.0 %8.5 km
Werl680.0 %8.9 km
Möhnesee670.0 %17.2 km
Wickede (Ruhr)600.0 %15.9 km
Bad Sassendorf540.0 %13.9 km
Ense530.0 %12.9 km
Lippetal435.1 %9.2 km

Fragen und Antworten zu Grundstückspreisen in Welver

Der durchschnittliche Grundstückspreis in Welver liegt aktuell bei ca. 46 €/m². Der amtliche Bodenrichtwert liegt bei 43 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Der Bodenrichtwert (43 €/m²) ist ein amtlicher Durchschnittswert, der von Gutachterausschüssen auf Basis von Kaufpreissammlungen ermittelt wird. Der Grundstückspreis (ca. 46 €/m²) liegt etwa 5,5% darüber, da er individuelle Merkmale wie Erschließungsgrad, Lage im Quartier und Bebaubarkeit berücksichtigt.

Die Bodenrichtwerte werden von den zuständigen Gutachterausschüssen gemäß §196 BauGB ermittelt. Grundlage sind die tatsächlich erzielten Kaufpreise vergleichbarer Grundstücke in der Region (Kaufpreissammlung). Die Werte beziehen sich auf ein fiktives unbebautes Grundstück in einer definierten Lage und werden in Nordrhein-Westfalen jährlich aktualisiert.

Die Bodenrichtwerte in Nordrhein-Westfalen werden jährlich von den Gutachterausschüssen aktualisiert und veröffentlicht. Die aktuelle Aktualisierung basiert auf den Kaufpreisen der vergangenen Berichtsperiode.

Ja, der tatsächliche Verkaufspreis kann erheblich vom Bodenrichtwert abweichen. In Welver liegt der durchschnittliche Grundstückspreis ca. 5,5% über dem Bodenrichtwert. Gründe sind: Erschließungsgrad (voll/teil/nicht erschlossen), Bebaubarkeit (Baugenehmigung, GFZ/GRZ), Lage im Quartier und die aktuelle Marktlage (Angebot und Nachfrage).

Die wichtigsten Faktoren sind: Lage und Infrastruktur (Nähe zu ÖPNV, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten), Erschließungsgrad (Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser), Grundstücksgröße und Zuschnitt, Bebaubarkeit (Bebauungsplan, GFZ, GRZ) sowie das Vorliegen einer Baugenehmigung. Eine Baugenehmigung kann den Preis um bis zu 20% steigern.

Beim Grundstückskauf in Nordrhein-Westfalen fallen folgende Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (6,5% des Kaufpreises), Notarkosten (ca. 1,0–1,5%), Grundbuchgebühren (ca. 0,5%) und ggf. Maklerprovision (je nach Vereinbarung). Bei einem Grundstückspreis von 46 €/m² sollten Sie insgesamt mit ca. 8,5–11,5% Nebenkosten rechnen.

Bauland (auch: Bauerwartungsland oder baureifes Land) ist im Bebauungsplan als Baufläche ausgewiesen und darf bebaut werden — der Preis liegt deutlich höher. Agrarland darf in der Regel nur landwirtschaftlich genutzt werden und kostet oft nur einen Bruchteil des Baulandpreises. Die Umwidmung von Agrar- zu Bauland ist durch den Flächennutzungsplan der Gemeinde geregelt und kann den Grundstückswert erheblich steigern.

Den offiziellen Bodenrichtwert für Welver finden Sie auf unserer Bodenrichtwert-Seite. Der aktuelle Wert liegt bei 43 €/m². Alternativ können Sie die Bodenrichtwerte auch über das zuständige Geoportal (Nordrhein-Westfalen) oder den Gutachterausschuss einsehen.